25.03.2015, 08:07
(24.03.2015, 21:13)Atanvarno schrieb: Offener Brief der HLV-Präsidentin Anja Wolf-Blanke zum Thema Finisher-Euro.Seltsamerweise gab es aber schon vorher Unmut bei LäuferInnen und kleinen Veranstaltern.
Sie geht auf die meisten der auch hier geäußerten Kritikpunkte ein und versucht sie zu entkräften. Anlass für den Brief ist wohl der von German Road Races initiierte Protest gegen den Finisher-Euro.
Also ein ziemlich durchsichtiger Versuch, den berechtigten Protest vieler auf das Profitstreben weniger zurückzuführen.
Außerdem wird es so dar gestellt, als sei der DLV von Anfang an der große Förderer des Volkslaufs gewesen. Afaik war dem nicht so.
Das Problem ist für mich nicht in erster Linie der Euro - wobei man das auch deutlcih geschickter hätte machen können. Und wenn die großen Veranstalter das Problem wären, hätte man es so machen müssen, dass diese deutlich MEHR zahlen müssen. Wenn ein großer Marathon statt 70 € jetzt 71 € kostet ... das macht für die LäuferInnen den Bock nicht fett. Dagegen steigt es bei einem kleinen Lauf von 5 auf 6 oder von 10 auf 11 Euro ...
Man hätte auch alle Läufe unter einer gewissen Teilnehmergrenze ausnehmen können, wenn man nur die Großen hätte treffen wollen.
Aber das entscheidende Problem ist nicht der EUro.
Sondern dass entscheidende Maßnahmen zur Förderung des Spitzenlaufsports mit dem Geld nicht durchgeführt werden werden.
Es werden z. B. weiter Deutsche Straßenlaufmeisterschaften in der Provinz durchgeführt werden, die Preisgelder werden weiter zu gering sein, es wird weiter seltsame Kaderzuherörigkeiten geben. Ich habe noch von keiner sinnvollen neuen Maßnahme gelesen oder gehört, die mit dem Geld finanziert werden soll.
Gruß
C

