22.02.2026, 20:37
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.02.2026, 20:40 von mariusfast.)
(22.02.2026, 19:41)aj_runner schrieb:(22.02.2026, 17:48)tobitobs schrieb: Die 1,81m Hochsprung PBs für Florentine Toppe und Lea Völcker wären auch noch zu erwähnen.
Eindrücke von den Mittelstrecken:
Andor Rik hatte über 800m ganz schön zu kämpfen um vor Ole Steinbach (Jg 2009) ins Ziel zu kommen. Piet Hoyer ging es über 1500m ähnlich mit Aik Straub.
Bei den Mädels waren Gold und Silber für die Erfurter Mädels sicher nicht überraschend. Mila Klein ist hintenraus zu viele Extrameter gelaufen um noch eine Chance auf Bronze zu haben. Lera Miller und Julia Ehrle erwartungsgemäß souverän ohne ans Limit gehen zu müssen.
Wenn die beiden Dresdner nicht gegenseitig gerangelt hätten (eingangs der letzten Runde) oder der Kurvenradius wie im Freien gewesen wäre, dann wäre Ole noch an Andor Rik vorbeigekommen. In der Tat unheimlich knapp.
Die 1.500 m der Jungs waren in den ersten Runden sehr unrhythmisch (nach 100 m fast gestanden), das hat ordentlich an Zeit gekostet. Ansonsten sehe ich es wie Du, dass der Kampf um den Titel so nicht zu erwarten gewesen ist.
Über 1.500 m der Mädels hatte Leni Hirt auch viel auf Bahn 2 gearbeitet, es war aber nicht so unrhythmisch wie bei Mila Klein. Jörg Müller legt viel Wert auf die Endbeschleunigung (kennt man ja von Elena Burkard), das hat sich heute bei Leni ausbezahlt.
Mila hatte ja bereits im Dez. starke Ergebnisse, scheint jetzt aber doch einiges von der 2:06er-Form aus dem Sommer entfernt zu sein. Mit einem Niveau deutlich unter 2:10 wäre es ihr leichter gefallen, in eine ordentliche Position zu kommen.
Lera Miller war dem Feld haushoch überlegen, sie ja bereits 2024 unter 4:20 gelaufen, im letzten Sommer eine 4:12. Es wird interessant, ob sie die Entwicklung weitergehen kann. Von der Hallen-PB aus dem letzten Jahr ist sie noch 5 Sek. entfernt.
Julia Ehrle war zwar hoch überlegen, aber Schongang war das keiner. Wir hatten bei ihr ja schon diskutiert, dass sie gefühlt keine Wettkampfpause macht (okay, @mariusfast sah das anders). Seit der Berglauf-WM hatte sie aber keine herausragenden Ergebnisse mehr. Das kennt man so aus der Vergangen nicht - auch dass sie aus der Halle nur mit einer kleiner PB (über 1.500 m) geht. Über die Gründe will ich nicht spekulieren.
Trotz allem gilt: Auf die Zeiten in der Halle nicht allzu viel geben, im Freien zählt es dann.
Zu Ehrle: Sie hat 2 Wochen Edit SaisonPause gemacht und ausschließlich alternativ gemacht, wie bspw. gewandert. Das ist ja erstmal ein Fakt. Und der widerspricht sich ja auch nicht mit deiner Kritik, dass sie möglicherweise zu viele Höhepunkte hat. Auch wenn ich da auch schon differenzieren würde, ob sie dann auch im Training mit aller Gewalt versucht unterzubringen oder ob sie mit Bahntraining in die Berglaufwettkämpfe geht. Ich nehme schon an, dass da Coach Müller Schwerpunkte setzt und man sah ja auch, dass sie über die Mittelstrecken Fortschritte gemacht hat letzte Saison.
Aber ja, Cross ist eigentlich immer Höhepunkt und die Vo2max Läufe werden bei den Nordschwarzwälder im Winter hauptsächlich im Gelände gemacht, inklusive regelm. kürzeren (Berg)tempoläufe (abwechselnd auch mit weniger, ganz geringer oder mehr Steigung) auf Ashphalt, die auch eher über die Vo2Max hinaus im Laktatziden Bereich mit längeren P. gemacht werden. Im Cross hat sie mich diese Saison auch nicht überzeugt und es war klar zu erkennen, dass sie nicht ganz so stark wie letztes Jahr war. Warum auch immer..
Ich weiß, dass die Nordschwarzwälder grds. nicht sonderlich auf die Hallensaison trainieren. Von daher nehme ich das auch mal bei Ehrle an, ohne in diesem konkreten Fall Hintergründe zu kennen. Manchmal kann dann trotzdem mal eine gute Zeit durchrutschen, siehe Burkard letzte Saison 8:48, aber wenn dies nicht passiert, würde ich das mal nicht überbewerten.
Mit dem Hintergrund des Trainings, ist es dann individuell wie es in der Halle läuft und kann es auch sein, dass man mit dem für eine Hallensaison eher unspezifischen Training, über 1500 M. (siehe Hirt) oder in Ehrles Fall über 800 M gut läuft (laufen könnte) und auf den 3000 M. noch die Spezifik für die längere Tempohärte muskulär fehlt. Ich meine die Ansätze waren bei Ehrle ja da. Meintest du nicht, dass sie ein 2:08 Angang gemacht hat bei einem 1500 Meter Rennen. Also das wäre doch schon mal ein großer Fortschritt (und ihre seltsame Taktik, die auch heute wieder mal diskussionswürdig war, ist ja sicherlich noch mal ein anderer Punkt
) Übrigens fand ich das 1500 M Rennen der weiblichen U-20 richtig gut. Hirt war richtig stark. Da darf man sich auf den Sommer freuen. Noch zu erwähnen ist m.E. Luise Brzoska, die sehr lange mithalten konnte. Sie hat m.E. bereits einen sehr guten Laufstil.
“Anything we can actually do we can afford” Keynes

