(20.02.2026, 21:15)Freaky schrieb:(20.02.2026, 20:33)Jakob94 schrieb: Sorry, aber das hat nichts mit Moral zu tun, wenn (Teil-)Profis eine SZ beantragen und damit andere Leute rausdrängen. Hochleistungssport ist egoistisch und wenn die Jungs glauben, von einem Start einen Gewinn zu haben, ist es ihr gutes Recht eine SZ zu beantragen. Da kann niemand verlangen, dass die aus Rücksicht auf (überspitzt formuliert) Hobbyläufer zurückstecken.
Das System ansich ist nicht wirklich gelungen - sehe ich auch so! Der DLV sollte dringend was ändern - auf jeden Fall! Aber: Die einzelnen Athleten kann da niemand in die Pflicht nehmen, gerade wenn man sich an ein paar Geschichten aus den letzten Jahren erinnert, wo zu viel Offenheit dem einen oder anderen schlecht bekommen ist.
naja, kann man so sehen, aber man kann das auch so sehen, dass die "Hobbyläufer" in vielen Fällen diejeniegen sind, die die Profis quasi mitfinanzieren. Also von der Seite sollte eigentlich schon irgendwo ein Interesse daran bestehen, dass man die "Hobbyläufer" bei der Stange hält.
Nebenbei habe ich den Teil mit der Moral eh anders verstanden. In meinem Verständis war das nicht auf die Athleten bezogen, sondern auf die Verantwortlichen, die die SZ zulassen. Also im Fußball wird der Trainer von außen, z.B. durch die Presse, quasi dazu gezwungen seine Entscheidungen zu begründen. Das gibt einfach das System so her. In der Leichtathletik gibt es diesen Zwang vom System nicht, sondern nur die Moral/Fairness gegenüber den anderen Athleten würde die Bundestrainer "verpflichten" ihre Entscheidung zu begründen.
Genau so war es gemeint: Juristisch ist niemand aus dem System gezwungen zu erläutern, warum bestimmte Entscheidungen getroffen werden. Das mag die Arbeit erleichtern, wenn man sich nach außen für seine Entscheidungen (die man grundsätzlich auch treffen muss) nicht rechtfertigen muss.
Die Moral würde verlangen, dass Entscheidungen, welche getroffen werden, auch kurz erläutert werden. Damit macht man sich angreifbar, aber ist auch transparent. Wenn man von seinem Vorgehen überzeugt ist, würde ich erwarten, dass man zu seiner Entscheidung steht und diese dann auch in der Lage ist überzeugend darzulegen.
Das Verhalten der WK Orga wirkt auf mich autoritär, elitär und wenig überzeugend.

