(09.03.2015, 21:36)Atanvarno schrieb: Und wenn man dann mal schaut, wie wenige Vereinsstaffeln teilweise bei Landesmeisterschaften oder darunter antreten, sollte man sich nicht mehr wundern, dass unsere Topsprinter erstmal in wochenlangen Trainingslagern "das Wechseln an sich" lernen müssen.
Leider haben die Sprintstaffeln ihr hohes Ansehen verloren. Früher waren das die erstrebenswerten Wettbewerbe, an denen viele teilnehmen wollten; in Köln und Sindelfingen genauso wie in den DDR-Leistungszentren Leipzig, Halle, Potsdam, ...
In "meinem" SC Chemie Halle brachte der Sprinttrainer Rudolf K a h n t es 1958 und 1959 fertig, jeweils drei seiner Staffeln an den Start zu bringen. Eine gewann (1958) in 41.4 s (auf "Asche"!), die zweite wurde noch 5. (1959: 2. und 6.).
Die Tradition blieb erhalten, 1965 starteten in Karl-Marx-Stadt insg. in Vor-, Zwischen- und Endläufen (wenn ich mich richtig erinnere) ca. 32 Teams (6-Bahnen-Anlage, Asche); wir Hallenser (3 Sprinter und ich Weitspringer) "nur" Vierte in 41.1 s.

Später wurden in der DDR durch die einseitige LS-Förderung die Ausbildung vieler williger 100-m-Läufer eingeschränkt; und die Trainer brauchten nicht mehr "abrechnen" für die Staffel(n) ...
H. Klimmer / sen.

