Es ist kompliziert. Wo fängt ein politisches Statement an? Ist ein Plakat mit gekennzeichnetem Bibelvers schon der (unbewusste) Versuch einer Missionierung? Ungefragt bei jedem Interview den eigenen Glauben in die Welt zu tragen, oder zu thematisieren auch? ich weiß es nicht. Wenn jemand während der Spiele für Menschenrechte eintritt, ist es dann richtig diese Person zu disqualifizieren? Wenn das IOC unpolitischen Sport will, dann sollte es doch eigentlich auch religiöse Symbole oder Statements unterbinden, oder nicht? Eine Stelle aus einem Buch auf einem Plakat zu zitieren, in dem aus heutiger Sicht auch hochproblematische Stellen enthalten sind, ist, finde ich, nicht mehr zeitgemäß. Glauben kann ja jeder was er/sie will. Glaube hat, je nach Kontext, jedenfalls aber eine politische Dimension. Verurteilen möchte ich Ogunleye aber nicht dafür, es ist halt ihre tiefe Überzeugung. Ob es bei Olympia erlaubt sein sollte, ist dann irgendwie eine andere Frage. Ich persönlich finde nein.
Politische/religiöse Botschaften bei Olympischen Spielen
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