02.05.2024, 08:45
(02.05.2024, 05:04)longbottom schrieb: Olympia- oder WM-Norm bedeutet aber halt auch nicht mehr das Gleiche, was es noch vor ein paar Jahren bedeutet hat, weil das Qualifikationssystem ein Anderes ist. Und damit will ich nicht sagen, dass nicht auch deutsche Mittel- und Langstreckler diese neuen Normen laufen können. Natürlich muss das ein Ziel sein, und es gibt auch einige, die das Potential haben. Aber man sollte sich trotzdem auch vor Augen führen, dass diejenigen, die sich über die Weltrangliste qualifizieren, vor fünf bis zehn Jahren noch "Normerfüller" gewesen wären.Der Straßenlauf ist halt so deutlich lukrativer. Damit lässt sich im Vergleich zu den 10000m auf der Bahn der Lebensunterhalt und darüber hinaus doch deutlich (finanziell) entspannter bestreiten. Zudem ist die Wertechätzung um ein vielfaches höher.
Ich habe davon abgesehen allerdings rein von Außen betrachtet auch das Gefühl, dass gerade die 10.000m die Strecke ist, die in Deutschland aktuell am wenigsten Zulauf hat. Vielleicht kommt es mir nur so vor, wegen den relativ wenigen Rennen über die 10.000, die dann auch nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie die großen Straßenläufe haben. Aber auf mich wirkt es, als würden sich die deutschen Langstrecklerinnen und Langstreckler entweder auf die 5000 oder den (Halb)Marathon fokussieren. Und ja nun zumindest auf europäischer Ebene auch mit teils großem Erfolg.
Ausnahmen was die 10.000 angeht sind am ehesten noch Nils Voigt und die lange verletzte Alina Reh. Und selbst bei Reh ging die Tendenz ja langsam Richtung Straße.
Daher "verliert" die 10000m natürlich ein Großteil seiner Teilnehmer. Die 5000m sehe ich anders. Für die ist der Sprung zum Marathon dann doch teilweise noch zu groß, kommen die meisten ja ursprünglich von den 1500m.

