21.10.2014, 10:02
Zitat:...aber wir wollen nicht zu tief schürfen.
Zum Thema rückführend und auf die aktuelle, reale Situation eingehend, darf ich eine Vermutung äußern? Das "tiefe Schürfen" ist ein Erfassungsbestandteil den "wir" gern den intellektuellen Arbeitern an den Hochschulen überlassen - erfahrungsgemäß sind die Themen dann erst einmal eine Weile aus dem Blickfeld, es könnte ansonsten noch jemand auf die Idee kommen einen Schuldigen für die Situation zu statuieren… und dem "kein Handlungsbedarf" würde die Negation genommen. (Merkelsches Paradoxon ?
)Tatsächlich spiegelt der Sport aber durchaus die gesellschaftliche Realität, gewinnen und dabei gut aussehen ist eine Maxime die allerei Tricks und Schauspielkunst bedarf. (Leichtathletik erlaubt allerdings, gemeinerweise, eine absolute Bewertung jenseits aller Haltungnoten!)
Nach wie vor werden die Einzelkämpfertugenden eher honoriert als das gute Teamplay, im "Büro" wie im Sport und dies insbesondere in "Team"sportarten. Kampf wird immer noch als männliche Tugend bewertet und diese tun sich in der Regel leichter damit. Frauen "kämpfen" anders - sonst droht "Zickenalarm". Solange kein gesellschaftliches Umdenken stattfindet, werden Quotenregelungen immer nur "Gehhilfen" bleiben - das Gehen (Denken / Handeln) werden sie nie ersetzen. Als Optimist möchte man glauben, dass eine Quotenregelung einen erkenntnistheoretischen Umerziehungsprozess in die Wege leitet - ich eruiere noch ob ich mich zum Optimisten eigne.…
ABER manche "schürfen" ja auch mit Dynamit und halten dies für eine gelehrte Heransgehensweise auch beim Denken…

