21.03.2022, 17:33
Fast alle Ergebnisse waren wirklich ernüchternd, aber der allgemeine Abgesang auf die deutsche Leichtathletik ist stark übertrieben. Den kann man anstimmen, wenn WM und EM ähnlich schlecht verlaufen, aber nicht nach diesem Neben-Event. Mal ein paar Fakten zur Einordnung:
Von den sechs deutschen Sportlern mit aktueller Top-10-Platzierung in der Weltrangliste waren nur die wenigsten vor Ort. Max Heß war verletzt - für ihn wäre Platz sechs sehr sicher, Platz fünf locker drin und eine Medaille (mit 17,21 m) nicht völlig unmöglich gewesen. Kai Kazmirek war erkrankt. In der Halle nicht antreten konnten Daniel Jasinski, Johannes Vetter, Julian Weber und Christopher Linke.
--> Allerdings muss man natürlich sagen, dass sechs Top-10-Plätze sehr wenig sind, aber waren das in der Vergangenheit so viel mehr?
Von den sechs deutschen Sportlerinnen mit aktueller Top-10-Platzierung in der Weltrangliste war keine einzige vor Ort, auch hier teils programmbedingt (Klosterhalfen, Krause, Mihambo, Pudenz, Vita, Hussong).
Schauen wir als nächstes auf die Anschlusskader auf den Plätzen 11 bis 25 der Weltrangliste bei den Männern:
- Robert Farken war mit Platz 11 von der Platzierung her ganz ordentlich dabei, und niemand kann bezweifeln, dass er noch deutlich mehr kann, als er im Finale gezeigt hat.
- Oleg Zernikels neunter Platz ist okay, nur die Zahl der Fehlversuche hat Platz fünf verhindert. Er ist auf jeden Fall international konkurrenzfähig.
- Mohamed Mohumed, Constantin Preis, Luke Campbell, Bo Kanda Lita Baehre, Clemens Prüfer, David Wrobel, Andreas Bechmann, Mathias Brugger und Karl Junghannß haben gefehlt.
Die Anschlusskader auf den Plätzen 11 bis 20 der Weltrangliste bei den Frauen:
- Neele Eckhardt-Noack ist mit Platz 12 und 13,96 m auch kein Totalausfall. Sie kann ein bisschen mehr, aber Medaillen und selbst Top-8-Platzierungen werden auf einem Niveau vergeben, dass sie in der Vergangenheit nicht stabil erbringen konnte.
- Sara Gambetta und Katharina Maisch haben mit ihren Weiten wirklich enttäuscht, aber bei nur drei Versuchen kann so ein schlechter Wettkampf mal passieren. Da bin ich mir eigentlich sicher, dass es bei WM und EM ganz andere Weiten und Platzierungen geben wird. Die Siegerin mit ihren 20,43 m gleitet übrigens auch an.
- Alexandra Burghardt, Corinna Schwab, Christina Hering, Katharina Trost, Elena Burkard, Carolina Krafzik, Marie-Laurence Jungfleisch, Imke Onnen, Maryse Luzolo, Marike Steinacker, Shanice Craft und Vanessa Grimm haben gefehlt.
Wo sollen bei so einer Besetzung die Spitzenplatzierungen herkommen?
Von den sechs deutschen Sportlern mit aktueller Top-10-Platzierung in der Weltrangliste waren nur die wenigsten vor Ort. Max Heß war verletzt - für ihn wäre Platz sechs sehr sicher, Platz fünf locker drin und eine Medaille (mit 17,21 m) nicht völlig unmöglich gewesen. Kai Kazmirek war erkrankt. In der Halle nicht antreten konnten Daniel Jasinski, Johannes Vetter, Julian Weber und Christopher Linke.
--> Allerdings muss man natürlich sagen, dass sechs Top-10-Plätze sehr wenig sind, aber waren das in der Vergangenheit so viel mehr?
Von den sechs deutschen Sportlerinnen mit aktueller Top-10-Platzierung in der Weltrangliste war keine einzige vor Ort, auch hier teils programmbedingt (Klosterhalfen, Krause, Mihambo, Pudenz, Vita, Hussong).
Schauen wir als nächstes auf die Anschlusskader auf den Plätzen 11 bis 25 der Weltrangliste bei den Männern:
- Robert Farken war mit Platz 11 von der Platzierung her ganz ordentlich dabei, und niemand kann bezweifeln, dass er noch deutlich mehr kann, als er im Finale gezeigt hat.
- Oleg Zernikels neunter Platz ist okay, nur die Zahl der Fehlversuche hat Platz fünf verhindert. Er ist auf jeden Fall international konkurrenzfähig.
- Mohamed Mohumed, Constantin Preis, Luke Campbell, Bo Kanda Lita Baehre, Clemens Prüfer, David Wrobel, Andreas Bechmann, Mathias Brugger und Karl Junghannß haben gefehlt.
Die Anschlusskader auf den Plätzen 11 bis 20 der Weltrangliste bei den Frauen:
- Neele Eckhardt-Noack ist mit Platz 12 und 13,96 m auch kein Totalausfall. Sie kann ein bisschen mehr, aber Medaillen und selbst Top-8-Platzierungen werden auf einem Niveau vergeben, dass sie in der Vergangenheit nicht stabil erbringen konnte.
- Sara Gambetta und Katharina Maisch haben mit ihren Weiten wirklich enttäuscht, aber bei nur drei Versuchen kann so ein schlechter Wettkampf mal passieren. Da bin ich mir eigentlich sicher, dass es bei WM und EM ganz andere Weiten und Platzierungen geben wird. Die Siegerin mit ihren 20,43 m gleitet übrigens auch an.
- Alexandra Burghardt, Corinna Schwab, Christina Hering, Katharina Trost, Elena Burkard, Carolina Krafzik, Marie-Laurence Jungfleisch, Imke Onnen, Maryse Luzolo, Marike Steinacker, Shanice Craft und Vanessa Grimm haben gefehlt.
Wo sollen bei so einer Besetzung die Spitzenplatzierungen herkommen?

