02.01.2022, 15:35
(02.01.2022, 14:46)Reichtathletik schrieb: Früher wurden die meisten Läufe von Vereinen ausgerichtet, die davon ihre Jugendtrainer finanziert haben, heute sind es GmbHs, die davon ihre angestellten finanzieren und die Vereine sollen sich mit deutlich schwerer proftiabel zu bekommenen Stadionevents abfindenDas kann ich schwer nachvollziehen. Seit Jahrzehnten bin ich an der Ausrichtung von Volksläufen beteiligt, auch lange in führender Rolle. Es gab gute Zeiten, es gab aber auch Jahre in denen wir auf alle ehrenamtliche Arbeit noch draufgezahlt haben. Und die DLV-Gebühr ging weg für nix. In Berlin hatten wir zuletzt horrende Forderungen vom Forstamt. Für das Belaufen von öffentlichen Wegen zu gemeinnützigen Zwecken. Sogar unser Spendenlauf für rheumakranke Kinder sollte abdrücken. Der LV-Vorsitzende Statzkowski ist auch Berliner Senatsmitglied. So wurde das verhindert.
Natürlich gibt es die GmbH's. Die sollten sich mit den kleinen Vereinen gemeinsam hochschaukeln.
Eine Lauf-Bundesliga findet nicht auf den Volksläufen statt, aber könnte doch vielleicht einen Hauch von Interesse am Renn-Ergebnis erzeugen. Allein, wenn dann auf dem Volkslauf am Dorf Bundesliga-Läufer willkommen geheissen werden.
Ohne, dass dies in den falschen Gehörgang gehen sollte: Im "großen" Straßenlauf ist eine gewissen Anonymität durch wechselnde Spitzenläufer aus afrikanischen Ländern entstanden. Nur wenige wurden medial bei uns (in der kleinen Fachöffentlichkeit) auch zu Charakteren. Das ist mit einer in D basierten Bundesliga schon mal einfacher. Ist natürlich klar, dass da heikle Punkte berührt werden, aber fremdenfeindlich war ich noch nie im Leben. Es geht halt um einen gewissen Stallgeruch, und den hat ja ein Fitwi z.B. längst auch. Im Fußball geht es mehr um Leute als um die Spiele selbst. Stoppt doch mal mit oder macht Flächenvergleich in den Tageszeitungen. Eine winzige Annäherung an solche Zustände im Laufsport, in gegenseitiger Verstärkung von plusminus kommerziellem Straßenlauf und breitenorientierter Volkslaufszene, das wäre doch win-win. Die Stadionleichtathletik kann sich dranhängen, denn Überlappung gibt es ja genug, und neben Malaika auf der Bühne stehen wollen auch alle.

