24.07.2021, 12:01
(24.07.2021, 08:55)Gertrud schrieb:Naja, es sind Lücken auf beiden Seiten.(24.07.2021, 08:35)benutzer schrieb: es werden in den Anlysenpublikationen viel Einzeldaten angeboten.
Die wirklich wichtigen aber doch nicht.
Wieso fehlt der Absprungwinkel, wieso die Auswirkung vom Absprung auf die horizontale Geschwindigkeit?
Lt. Sprunggott ist es doch einfach all das zu messen.
Die Zusammenhänge müssten doch bei studierten leuten bekannt sein.
Ich kann mir vorstellen, dass auch bei Biomechanikern mehr die mechanische Seite im Vordergrund steht und weniger die spezifischen anatomischen Gegebenheiten. Das müsste man schon herausfiltern. Beispiel: Es wird beim Kugelstoßen oft der Winkel zwischen Schulter- und Beckenachse angegeben. Wo diese Verwringung nun wirklich stattfindet, steht außen vor. Deshalb ist der Wert nicht uninteressant, aber für mich nicht ergiebig genug. Daher muss ich den Gesamtablauf sehen und nicht die festgezurrten Werte. Allerdings ist mir auch da ein recht guter Biomechaniker mit gutem Ansatz bekannt. Es gibt auch dort halt Qualitätsunterschiede.
Hauptsache Weit im Weitsprung, Absprungform gleichgültig ist eben nicht mein Ding. Ich schaue da schon näher hin; aber jede/r hat die Wahl. Die Konsequenzen muss die Athletinnen im Endeffekt früher oder später selbst tragen.
Gertrud
Die meisten Biomechaniker sind ausgebildete Sportwissenschaftler. Insofern ist der biologisch-medizinische Stand nicht mit dem eines Arztes zu vergleichen, ebenso sind aber auch die mechanischen Kenntnisse nicht auf dem Stand eines Ingenieurs oder Physikers. Ein "echter" Biomechaniker müsste eigentlich tatsächlich ein vollwertiges Doppelstudium vorweisen. Bei der zu erwartenden beruflichen Perspektive (incl. eingeschränkter Bezahlung) ist das aber kaum realistisch. Wer die entsprechenden Fähigkeiten dazu hätte, geht sicher einen anderen Weg und verdient letztlich das 3fache des OSP-Gehalts
