(09.08.2014, 08:35)Astra schrieb:Ich bin beileibe keine Mittel- und Langstreckenexpertin, beobachte dieses Phänomen aber auch schon sehr lange, auch z.B. im Hochsprung. Auf der einen Seite stehen die körperlichen Veränderungen, aber die psychische Entwicklung ist nicht zu unterschätzen. Ich glaube, dass es auch zum frühen Aussteigen kommt, wenn man Jugendliche zu früh in eine Form presst und kaum noch Zeit für andere Dinge bleibt. Man sollte sich die „Knüppelprogramme“ für später aufbewahren und die jugendliche Seele berücksichtigen. Auch das Training sollte eine Rundumversorgung beinhalten und nicht einseitig auf Leistungszunahme ausgerichtet sein. Es ist in dem Alter auch viel Zeit für die Korrektur von körperlichen Defiziten, die man so sehr später bei hohen Belastungen braucht. Außerdem fördert ein vielseitiges Training den Spaß an der Sache. Ich selbst lege unheimlich viel Wert darauf, dass die Schüler und Jugendlichen die gesundheitlichen Zusammenhänge verstehen und auch dann selbst anwenden können. Es ist der selbstständige Athlet und nicht die Marionette gefragt.(09.08.2014, 07:54)alist schrieb: Tolle Leistung von Alina Reh!! Hoffentlich bleibt sie uns noch lange erhalten, auch wenn die Steigerungen mal nicht mehr so üppig ausfallen. Der Mittel- und Langstreckenbereich der Frauen kann's gebrauchenBei jungen Frauen macht mir immer Sorgen, wenn sie noch sehr jung (und körperlich unterentwickelt) sind.
Wenn dann die Pubertät einsetzt, legen sie dann gleich ein paar Kilo zu und das wars dann leider.
Ich habe das - nicht statistisch abgesichert - seit ca. 25 Jahren verfolgt, durch eigene Erfahrungen.
Ich hatte letztens ein gutes Erlebnis, als ein Schüler, den ich zur Zeit etwas intensiver trainiere, sagte: „Ich gehe momentan nicht zum Vereinstraining. Mir reicht das Training bei ihnen.“ Dieses Feedback halte ich für sehr wichtig, auf diese Hinweise zu hören. Spaß beim Training ist ein wichtiges Kriterium gerade in jungen Jahren, um physische und psychische Überforderung auszuschließen oder gar nicht erst hineinzurutschen.
Am meisten bedauere ich die Entfernung von S. Gambetta aus dem Siebenkampf. Sie war aus meiner Sicht die einzige, die in Sabines Punktzahl hätte kommen können. Was gab in der Hinsicht den Ausschlag für die Gewichtsprobleme? Aus meiner ganz fernen Sicht glaube ich, dass diese Entwicklung am heimischen Herd nicht stattgefunden hätte. Nicht immer rechtfertigen bessere Trainingsbedingungen ein sehr frühzeitiges Abkoppeln aus heimischen Gefilden.
Gertrud