02.03.2017, 18:41
Lombardsches Paradoxon - theoretische Erörterung
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03.03.2017, 20:53
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.03.2017, 20:53 von icheinfachma.)
(02.03.2017, 18:41)MZPTLK schrieb:(02.03.2017, 18:26)Atanvarno schrieb: Fraktale lassen sich ganz hervorragend mathematisch beschreiben Du glaubst immer noch, dass LP sei durch Berechnungen vorhergesagt und nie nachgewiesen... (03.03.2017, 20:53)icheinfachma schrieb:(02.03.2017, 18:41)MZPTLK schrieb:(02.03.2017, 18:26)Atanvarno schrieb: Fraktale lassen sich ganz hervorragend mathematisch beschreiben Musst ab und zu mal lesen, was ich schreibe. Anatomisch und funktional gibt es einen Knie-streckenden Effekt bestimmter Ischios in einem grossen Winkel auf ganz kurzem Weg. Das findet keineswegs autonom statt. Das Charaktreistikum eines Paradoxons ist absolut abwegig Da die Biomechanik vielfach komplexer ist als die in der Schematik zwecks Berechnung konstruierten Modellzeichnungen, kommt man mit noch so tollen Berechnungen der Wahrheit nicht annähernd nahe. Ich habe ja ein gewisses Verständnis dafür, wenn man Paradoxon sagt. Das hört sich ganz toll an, zum Geniessen. ![]()
04.03.2017, 19:47
(04.03.2017, 18:15)MZPTLK schrieb: Musst ab und zu mal lesen, was ich schreibe. Ich bin davon ausgegangen, dass du diese Funktion in Frage stellst. Dass du dich an der Wortwahl "Paradoxon" störst, hatte ich nicht auf dem Schirm. Aber es muss ja nicht alles so heißen, wie es ist.
@ich... o.k.
Vielleicht ist Folgendes interessant, auch wenn es eventuell nicht in die Rubrik Lombardei fällt: - Prof. Klaus Mattes publiziert im Journal of Biology of Exercise ein Technikmodell, mit dem Anspruch, den Erfolg von Laufstilen berechnen zu können. Die Muskulatur sollte blitzschnell entspannen, es sollten möglichst kurze und heftige Bodenkontakte angestrebt werden sowie eine vor allem auch dadurch verursachte Schrittverlängerung. Alles richtig, aber nicht neu. - Björn Braunstein von der Uni Köln sieht eklatante Unterschiede zwischen Dunkel- und Hellhäutigen: Vor allem das Verhältnis der Abstände von AS und Fussballen zum Fussgelenk sei zu beachten. - Steffen Willwacher von der DSHS Köln hat beobachtet, dass die schnellsten Sprinter das Abdruckbein nicht mehr so durchstrecken, wie es früher oft praktiziert wurde. Und man komme mehr über die 'Front Mechanics'. Mir fällt auf, dass das Augenmerk der Leute meistens am Bauchnabel endet. Es fällt kaum Einem auf, dass viele der Topleute eine sehr ausgeprägte, effektive Armarbeit zeigen, die sich über den ganzen Körper in die unteren Antriebe auswirkt- Eine ganzheitliche Betrachtung tut not. Das Herumschrauben nur an lokalen Regionen kann es nicht sein. (05.03.2017, 17:36)MZPTLK schrieb: @ich... o.k. Da stimme ich voll zu. Man muss als Trainer den großen Zusammenhang kennen, um überhaupt die richtigen Trainingsinhalte trainieren zu lassen. Es hat überhaupt keinen Zweck, nur an bestimmten Kriterien zu schrauben. Beim Sprint hätte schon vor Jahren die deutsche Methodik in die Tonne gehört. Das Training darf natürlich die Arme nicht übersehen. Es bewegt sich bei den Frauen in breiter Front etwas. Drei Sprinterinnen im Finale: das ist gut. Gertrud
05.03.2017, 22:14
Ich bin bisher auch immer davon ausgegangen, dass jedem klar ist, dass ein Sprinter die Kraft seiner Arme genauso maximieren muss, wie die seiner Beine.
Ich habe mal gelesen (Seagrave), dass die Arme beim Sprint 10% der vertikalen Kräfte ausmachen. Ein Arm wird vor dem KÖrper, der andere hinter dem KÖrper nach oben bewegt. Es ist nicht so, wie viele Menschen glauben, dass sich die Arme gegenseitig durch die gegengleiche Bewegung aufheben - das gilt nur für die horizontalen Kräfte. Zum Vergleich: Beim Standweitsprung sind es 10% der Sprungweite, die durch die Arme zustandekommt. Im Sprintstart wirkt der Armschwung sogar direkt in Abstoßrichtung, sodass hier der Einfluss der Arme noch größer sein dürfte. Daneben wirkt auch der Kniehub im Sprint, ganz ähnlich wie in den Sprungdisziplinen, als Schwungelement, der zusätziche vertikale Kräfte erzeugt. Man sollte also nicht nur auf die knie- und hüftstreckende Muskulatur schauen - es ist am Ende die Muskulatur des ganzen Körpers, die arbeitet und leistungslimitierend ist. --> Manche Leute ordnen den Armen im Sprint nur eine (oberkörper-)stabilisierende Rolle zu, in Wahrheit sind sie auch Kinetoren.
05.03.2017, 22:19
Trotzdem ist es richtig und nötig, in der Forschung und im Trianing auch analytisch vorzugehen. Man muss Studien zu bestimmten Regionen durchführen. Wenn man die einzelnen Zubringer kennt, kann man den Sprint als Ganzes verstehen. Chinesische Unternehmen würden ein Auto auseinanderbauen und wieder zusammensetzen, um es zu verstehen und nachzubauen, so müssen wir auch den Körper verstehen
![]() Auch im Training macht es Sinn, die einzelnen Komponenten als Zubringer zu trainieren (Z.B. reaktive Srpünge für die Vertical Spring Stiffnes und Einbeinläufe für die Hüftstreckkraft und Hüftbeugekraft) und dann durch die Sprints zu einer Gesamtbewegung zusammenzufügen.
06.03.2017, 11:01
(05.03.2017, 22:14)icheinfachma schrieb: Man sollte also nicht nur auf die knie- und hüftstreckende Muskulatur schauen - es ist am Ende die Muskulatur des ganzen Körpers, die arbeitet und leistungslimitierend ist. ![]() ![]() ![]() Entscheidend ist dabei: die Armarbeit nicht oben 'leerlaufen' lassen, sondern Impulsübertragung über den ganzen Körper auf die unteren Antriebe! (05.03.2017, 22:19)icheinfachma schrieb: Trotzdem ist es richtig und nötig, in der Forschung und im Trianing auch analytisch vorzugehen. Man muss Studien zu bestimmten Regionen durchführen. Wenn man die einzelnen Zubringer kennt, kann man den Sprint als Ganzes verstehen. Chinesische Unternehmen würden ein Auto auseinanderbauen und wieder zusammensetzen, um es zu verstehen und nachzubauen, so müssen wir auch den Körper verstehen Sie könnten mein Sohn sein! ![]() Gertrud |
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