Vor 7 Stunden
Aus den Flash News heute:
Ich finde super, dass Robert Farken antritt. Aber gleichzeitig finde ich sehr schade, dass es sonst niemand tut. Wenn man sich die Nominierungsvorausetzungen anschaut, sind die auch ganz schön happig. Weiß jemand, ob das nur die nationalen Vorgaben sind, um direkt fast alles auszusortieren, oder ob international so hohe Normen gefordert sind.
Generell frage ich mich, ob es eine so weise Strategie ist, sich immer auf die "olympische Leichtathletik" zu konzentrieren, weil nur diese öffentlich gefördert wird. Nach der Logik hätte man dieses Jahr auch gar kein Team zur EM schicken dürfen, weil es ja für Potas nicht relevant ist. Ich glaube wir verpassen es als Leichtathletik, möglichst oft und gut sichtbar zu sein. Man vergleiche das mit dem Wintersport. Der ist jede Woche im TV und auch in Nachberichten auf den Online-Portalen, in den Nachrichten und und und. Da beschweren wir uns, dass es die Leichtathletik nicht ist, bespielen aber auch Straßenlauf-WM, Cross-WM und so weiter überhaupt nicht.
Und es geht nicht nur um Deutsche Sportler sondern Sichtbarkeit des Sports insgesamt. Vermutlich wird die Straßenlauf-WM weder im TV sein, noch in irgendwelchen Nachberichten erwähnt. Das wäre sicher anders, wenn es ein zwanzigköpfiges Deutsches Team oder so gäbe. Vielleicht läuft das dann "nur" auf Sport1 oder so, aber vielleicht erreicht man gerade so dann mal ein neues Publikum (siehe Darts). Auch die eigenen Kanäle könnte man entsprechend mit Inhalten bespielen, die über "Interview der Woche" hinausgehen. Sondern es geht Schlag auf Schlag den nächsten Livesport.
Überhaupt sind Wettbewerbe wie Straßenmeile und 5km Straße durchaus eine Farcette der Leichtathletik, die vielen noch unbekannt sind und mit der neue Zielgruppen erreicht werden könnten – sowohl mit Blick auf Sponsoren als auch auf Vereinsmitglieder. Da verstehe ich auch nicht die Taktik: Einerseits macht man Stabhochsprung auf dem Marktplatz und investiert unfassbar in "Eventpräsentation" bei der klassischen DM, will also (neue) Zielgruppen erreichen. Andererseits ist man dann bei allem, was nicht klassische WM oder Olympia ist voll auf dem konservativen Tripp "machen wir nicht mit".
Ich hab oft den Eindruck, wir beschränken uns zu sehr auf die Frage "Was bringt öffentliche Förderung" und vergessen, dass "Gewinn" für die Leichtathletik nicht lediglich in Überweisungen an den Fachverband bemessen werden sollte, sondern in Wertschöpfung für den Sport insgesamt. Der kleinste Teil fällt darauf auf den Spitzenverband, der deutlich größere auf Vereine und die Sportinfrastruktur insgesamt. Deshalb sollten wir viel mehr Präsenz zeigen.
Zitat:Mittelstreckler Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig) wird bei der Straßenlauf-WM über die Straßenmeile starten. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat den EM-Neunten über 1.500 Meter für die Titelkämpfe nominiert, die am 19./20. September in Kopenhagen (Dänemark) ausgetragen werden. Weitere deutsche Athletinnen und Athleten mit erfüllten Nominierungsvoraussetzungen verzichten auf einen Start.
Ich finde super, dass Robert Farken antritt. Aber gleichzeitig finde ich sehr schade, dass es sonst niemand tut. Wenn man sich die Nominierungsvorausetzungen anschaut, sind die auch ganz schön happig. Weiß jemand, ob das nur die nationalen Vorgaben sind, um direkt fast alles auszusortieren, oder ob international so hohe Normen gefordert sind.
Generell frage ich mich, ob es eine so weise Strategie ist, sich immer auf die "olympische Leichtathletik" zu konzentrieren, weil nur diese öffentlich gefördert wird. Nach der Logik hätte man dieses Jahr auch gar kein Team zur EM schicken dürfen, weil es ja für Potas nicht relevant ist. Ich glaube wir verpassen es als Leichtathletik, möglichst oft und gut sichtbar zu sein. Man vergleiche das mit dem Wintersport. Der ist jede Woche im TV und auch in Nachberichten auf den Online-Portalen, in den Nachrichten und und und. Da beschweren wir uns, dass es die Leichtathletik nicht ist, bespielen aber auch Straßenlauf-WM, Cross-WM und so weiter überhaupt nicht.
Und es geht nicht nur um Deutsche Sportler sondern Sichtbarkeit des Sports insgesamt. Vermutlich wird die Straßenlauf-WM weder im TV sein, noch in irgendwelchen Nachberichten erwähnt. Das wäre sicher anders, wenn es ein zwanzigköpfiges Deutsches Team oder so gäbe. Vielleicht läuft das dann "nur" auf Sport1 oder so, aber vielleicht erreicht man gerade so dann mal ein neues Publikum (siehe Darts). Auch die eigenen Kanäle könnte man entsprechend mit Inhalten bespielen, die über "Interview der Woche" hinausgehen. Sondern es geht Schlag auf Schlag den nächsten Livesport.
Überhaupt sind Wettbewerbe wie Straßenmeile und 5km Straße durchaus eine Farcette der Leichtathletik, die vielen noch unbekannt sind und mit der neue Zielgruppen erreicht werden könnten – sowohl mit Blick auf Sponsoren als auch auf Vereinsmitglieder. Da verstehe ich auch nicht die Taktik: Einerseits macht man Stabhochsprung auf dem Marktplatz und investiert unfassbar in "Eventpräsentation" bei der klassischen DM, will also (neue) Zielgruppen erreichen. Andererseits ist man dann bei allem, was nicht klassische WM oder Olympia ist voll auf dem konservativen Tripp "machen wir nicht mit".
Ich hab oft den Eindruck, wir beschränken uns zu sehr auf die Frage "Was bringt öffentliche Förderung" und vergessen, dass "Gewinn" für die Leichtathletik nicht lediglich in Überweisungen an den Fachverband bemessen werden sollte, sondern in Wertschöpfung für den Sport insgesamt. Der kleinste Teil fällt darauf auf den Spitzenverband, der deutlich größere auf Vereine und die Sportinfrastruktur insgesamt. Deshalb sollten wir viel mehr Präsenz zeigen.
Ceterum censeo limites numeri certantium in certaminibus Germaniae esse delendos.

