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RE: Germany athletics - Reichtathletik - 07.11.2025

(07.11.2025, 10:35)runner5000 schrieb:
(07.11.2025, 09:49)OldSchoolRunner schrieb:
(07.11.2025, 09:33)Sprunggott schrieb:
(07.11.2025, 09:12)muffman schrieb: Ganz ehrlich, welcher große Verein macht wirklich etwas für den Nachwuchs? Alle großen Vereine grasen einfach ab U16 oder U18 das Umland ab und schreiben sich dann Nachwuchsförderung auf die Fahne. Die kleineren Vereine sind da oft deutlich besser aufgestellt.

Das ist zu pauschal, ... Grade im "Osten Deutschlands" sind die Vereinsstrukturen der großen Vereine;
Rostock über Neubrandenburg, Magdeburg, Halle, Leipzig, Dresden, Chemnitz, in Verbindung mit den Sportschulen sehr Ausbildungsorientiert auf die Schüler und Jugendarbeit!

Man kann sich auch mal die DLV-Vereinsrangliste der Vorjahre anschauen. Hier z.B. aus 2024:

Vereinsrangliste_2024.pdf

Da hat man doch einen ersten Eindruck, wer z.B. im U16-Bereich schon ziemlich aktiv ist. Und da sind einige "Großvereine" mit dabei.
Hat irgendjemand eine Idee, was die roten Zahlen zu bedeuten haben?

Müssten Korrekturen im Vergleich zur vorherigen Veröffentlichung sein. Das hat bei der Vereinsrangliste ja schnell eine Kaskade zur Folge weshalb recht viel Rot ist


RE: Germany athletics - Roy Schmidt - 07.11.2025

(07.11.2025, 09:50)gelpi schrieb:
(07.11.2025, 09:12)muffman schrieb: Ganz ehrlich, welcher große Verein macht wirklich etwas für den Nachwuchs? Alle großen Vereine grasen einfach ab U16 oder U18 das Umland ab und schreiben sich dann Nachwuchsförderung auf die Fahne. Die kleineren Vereine sind da oft deutlich besser aufgestellt.

 und einige der zweitklassigen Athleten vielleicht sogar überbezahlt werden. 

Meine Frage hierzu wäre, sind rund 200 Euro überbezahlt für Athleten, die sich in den Top 10 bis 20 in ihrer Disziplin in Deutschland befinden, die nebenbei studieren, es aber (noch) nicht reicht für einen Kaderplatz in unserem wunderbaren Fördersystem?

Und ist man auch nur ein "zweitklassiger" Angestellter, wenn man nicht in der markführenden Fima seines Bereiches arbeitet?

An Rhethorik und Eloquenz fehlt es anscheinend nicht nur den Vereinen und Landesverbänden.

Gebt der Sache etwas Zeit, danach kann man sie immernoch kritisieren oder als gescheitert erklären. Es wird an sehr vielen Strukturen im Hintergrund gearbeitet aber man stößt, an einigen Standorten, auf viel Gegenwind, was die Arbeit eben nicht gerade beschleunigt.


RE: Germany athletics - gelpi - 07.11.2025

(07.11.2025, 12:31)Roy Schmidt schrieb:
(07.11.2025, 09:50)gelpi schrieb:
(07.11.2025, 09:12)muffman schrieb: Ganz ehrlich, welcher große Verein macht wirklich etwas für den Nachwuchs? Alle großen Vereine grasen einfach ab U16 oder U18 das Umland ab und schreiben sich dann Nachwuchsförderung auf die Fahne. Die kleineren Vereine sind da oft deutlich besser aufgestellt.

 und einige der zweitklassigen Athleten vielleicht sogar überbezahlt werden. 

Meine Frage hierzu wäre, sind rund 200 Euro überbezahlt für Athleten, die sich in den Top 10 bis 20 in ihrer Disziplin in Deutschland befinden, die nebenbei studieren, es aber (noch) nicht reicht für einen Kaderplatz in unserem wunderbaren Fördersystem?

Und ist man auch nur ein "zweitklassiger" Angestellter, wenn man nicht in der markführenden Fima seines Bereiches arbeitet?

An Rhethorik und Eloquenz fehlt es anscheinend nicht nur den Vereinen und Landesverbänden.

Gebt der Sache etwas Zeit, danach kann man sie immernoch kritisieren oder als gescheitert erklären. Es wird an sehr vielen Strukturen im Hintergrund gearbeitet aber man stößt, an einigen Standorten, auf viel Gegenwind, was die Arbeit eben nicht gerade beschleunigt.

Nein. Aber 700-800 schon. Es ist nicht sinnvoll, Sportlern dieses Kalibers deutlich mehr als den aktuellen Marktpreis zu zahlen. Dies ist jedoch eine Strategie, die von Unternehmen eingesetzt wird, um die Konkurrenz zu verdrängen.


RE: Germany athletics - Roy Schmidt - 07.11.2025

(07.11.2025, 12:36)gelpi schrieb:
(07.11.2025, 12:31)Roy Schmidt schrieb:
(07.11.2025, 09:50)gelpi schrieb:
(07.11.2025, 09:12)muffman schrieb: Ganz ehrlich, welcher große Verein macht wirklich etwas für den Nachwuchs? Alle großen Vereine grasen einfach ab U16 oder U18 das Umland ab und schreiben sich dann Nachwuchsförderung auf die Fahne. Die kleineren Vereine sind da oft deutlich besser aufgestellt.

 und einige der zweitklassigen Athleten vielleicht sogar überbezahlt werden. 

Meine Frage hierzu wäre, sind rund 200 Euro überbezahlt für Athleten, die sich in den Top 10 bis 20 in ihrer Disziplin in Deutschland befinden, die nebenbei studieren, es aber (noch) nicht reicht für einen Kaderplatz in unserem wunderbaren Fördersystem?

Und ist man auch nur ein "zweitklassiger" Angestellter, wenn man nicht in der markführenden Fima seines Bereiches arbeitet?

An Rhethorik und Eloquenz fehlt es anscheinend nicht nur den Vereinen und Landesverbänden.

Gebt der Sache etwas Zeit, danach kann man sie immernoch kritisieren oder als gescheitert erklären. Es wird an sehr vielen Strukturen im Hintergrund gearbeitet aber man stößt, an einigen Standorten, auf viel Gegenwind, was die Arbeit eben nicht gerade beschleunigt.

Nein. Aber 700-800 schon. Es ist nicht sinnvoll, Sportlern dieses Kalibers deutlich mehr als den aktuellen Marktpreis zu zahlen. Dies ist jedoch eine Strategie, die von Unternehmen eingesetzt wird, um die Konkurrenz zu verdrängen.

Aber wer redet von solchen Summen?
Ich kenne natürlich nicht alle Verträge aber solche Summen für "nicht Topathleten" im Franchise wären mir neu.


RE: Germany athletics - gelpi - 07.11.2025

(07.11.2025, 12:44)Roy Schmidt schrieb:
(07.11.2025, 12:36)gelpi schrieb:
(07.11.2025, 12:31)Roy Schmidt schrieb:
(07.11.2025, 09:50)gelpi schrieb:
(07.11.2025, 09:12)muffman schrieb: Ganz ehrlich, welcher große Verein macht wirklich etwas für den Nachwuchs? Alle großen Vereine grasen einfach ab U16 oder U18 das Umland ab und schreiben sich dann Nachwuchsförderung auf die Fahne. Die kleineren Vereine sind da oft deutlich besser aufgestellt.

 und einige der zweitklassigen Athleten vielleicht sogar überbezahlt werden. 

Meine Frage hierzu wäre, sind rund 200 Euro überbezahlt für Athleten, die sich in den Top 10 bis 20 in ihrer Disziplin in Deutschland befinden, die nebenbei studieren, es aber (noch) nicht reicht für einen Kaderplatz in unserem wunderbaren Fördersystem?

Und ist man auch nur ein "zweitklassiger" Angestellter, wenn man nicht in der markführenden Fima seines Bereiches arbeitet?

An Rhethorik und Eloquenz fehlt es anscheinend nicht nur den Vereinen und Landesverbänden.

Gebt der Sache etwas Zeit, danach kann man sie immernoch kritisieren oder als gescheitert erklären. Es wird an sehr vielen Strukturen im Hintergrund gearbeitet aber man stößt, an einigen Standorten, auf viel Gegenwind, was die Arbeit eben nicht gerade beschleunigt.

Nein. Aber 700-800 schon. Es ist nicht sinnvoll, Sportlern dieses Kalibers deutlich mehr als den aktuellen Marktpreis zu zahlen. Dies ist jedoch eine Strategie, die von Unternehmen eingesetzt wird, um die Konkurrenz zu verdrängen.

Aber wer redet von solchen Summen?
Ich kenne natürlich nicht alle Verträge aber solche Summen für "nicht Topathleten" im Franchise wären mir neu.

Ich kann natürlich keine Namen nennen. Vielleicht fallen sie nicht unter das, was ich unter „Topathleten” verstehe. Trotzdem ist meine Beobachtung, dass die gezahlten Summen oft über dem "Marktpreis" liegen, und ich halte das weder für produktiv noch für nachhaltig.


RE: Germany athletics - Reichtathletik - 07.11.2025

(07.11.2025, 12:44)Roy Schmidt schrieb:
(07.11.2025, 12:36)gelpi schrieb:
(07.11.2025, 12:31)Roy Schmidt schrieb:
(07.11.2025, 09:50)gelpi schrieb:
(07.11.2025, 09:12)muffman schrieb: Ganz ehrlich, welcher große Verein macht wirklich etwas für den Nachwuchs? Alle großen Vereine grasen einfach ab U16 oder U18 das Umland ab und schreiben sich dann Nachwuchsförderung auf die Fahne. Die kleineren Vereine sind da oft deutlich besser aufgestellt.

 und einige der zweitklassigen Athleten vielleicht sogar überbezahlt werden. 

Meine Frage hierzu wäre, sind rund 200 Euro überbezahlt für Athleten, die sich in den Top 10 bis 20 in ihrer Disziplin in Deutschland befinden, die nebenbei studieren, es aber (noch) nicht reicht für einen Kaderplatz in unserem wunderbaren Fördersystem?

Und ist man auch nur ein "zweitklassiger" Angestellter, wenn man nicht in der markführenden Fima seines Bereiches arbeitet?

An Rhethorik und Eloquenz fehlt es anscheinend nicht nur den Vereinen und Landesverbänden.

Gebt der Sache etwas Zeit, danach kann man sie immernoch kritisieren oder als gescheitert erklären. Es wird an sehr vielen Strukturen im Hintergrund gearbeitet aber man stößt, an einigen Standorten, auf viel Gegenwind, was die Arbeit eben nicht gerade beschleunigt.

Nein. Aber 700-800 schon. Es ist nicht sinnvoll, Sportlern dieses Kalibers deutlich mehr als den aktuellen Marktpreis zu zahlen. Dies ist jedoch eine Strategie, die von Unternehmen eingesetzt wird, um die Konkurrenz zu verdrängen.

Aber wer redet von solchen Summen?
Ich kenne natürlich nicht alle Verträge aber solche Summen für "nicht Topathleten" im Franchise wären mir neu.

Da sind wir nämlich beim Problem... Ich finde schon, dass Leistungssportler auch der zweiten Reihe unterstützt gehören. Top 10 bis 20 in Deutschland. Auf jeden Fall. Aber: Wir reden zum Teil auch von Leuten ohne DM-Norm. 
Und nicht immer zahlen die "alten" Vereine weniger oder nicht, weil sie es aus Prinzip nicht können/wollen. Manchmal sagt man auch, dass man als Gegenleistung z.B. erwartet auch für Staffeln zur Verfügung zu stehen. Oder auch wirklich leistungsorientiert zu trainieren. Das find ich legitim.


RE: Germany athletics - Jakob94 - 07.11.2025

(07.11.2025, 13:13)Reichtathletik schrieb:
(07.11.2025, 12:44)Roy Schmidt schrieb:
(07.11.2025, 12:36)gelpi schrieb:
(07.11.2025, 12:31)Roy Schmidt schrieb:
(07.11.2025, 09:50)gelpi schrieb:
(07.11.2025, 09:12)muffman schrieb: Ganz ehrlich, welcher große Verein macht wirklich etwas für den Nachwuchs? Alle großen Vereine grasen einfach ab U16 oder U18 das Umland ab und schreiben sich dann Nachwuchsförderung auf die Fahne. Die kleineren Vereine sind da oft deutlich besser aufgestellt.

 und einige der zweitklassigen Athleten vielleicht sogar überbezahlt werden. 

Meine Frage hierzu wäre, sind rund 200 Euro überbezahlt für Athleten, die sich in den Top 10 bis 20 in ihrer Disziplin in Deutschland befinden, die nebenbei studieren, es aber (noch) nicht reicht für einen Kaderplatz in unserem wunderbaren Fördersystem?

Und ist man auch nur ein "zweitklassiger" Angestellter, wenn man nicht in der markführenden Fima seines Bereiches arbeitet?

An Rhethorik und Eloquenz fehlt es anscheinend nicht nur den Vereinen und Landesverbänden.

Gebt der Sache etwas Zeit, danach kann man sie immernoch kritisieren oder als gescheitert erklären. Es wird an sehr vielen Strukturen im Hintergrund gearbeitet aber man stößt, an einigen Standorten, auf viel Gegenwind, was die Arbeit eben nicht gerade beschleunigt.

Nein. Aber 700-800 schon. Es ist nicht sinnvoll, Sportlern dieses Kalibers deutlich mehr als den aktuellen Marktpreis zu zahlen. Dies ist jedoch eine Strategie, die von Unternehmen eingesetzt wird, um die Konkurrenz zu verdrängen.

Aber wer redet von solchen Summen?
Ich kenne natürlich nicht alle Verträge aber solche Summen für "nicht Topathleten" im Franchise wären mir neu.

Da sind wir nämlich beim Problem... Ich finde schon, dass Leistungssportler auch der zweiten Reihe unterstützt gehören. Top 10 bis 20 in Deutschland. Auf jeden Fall. Aber: Wir reden zum Teil auch von Leuten ohne DM-Norm. 
Und nicht immer zahlen die "alten" Vereine weniger oder nicht, weil sie es aus Prinzip nicht können/wollen. Manchmal sagt man auch, dass man als Gegenleistung z.B. erwartet auch für Staffeln zur Verfügung zu stehen. Oder auch wirklich leistungsorientiert zu trainieren. Das find ich legitim.

Die grundsätzliche Frage ist doch, warum ein Verein einem Athleten etwas zahlen sollte. Und da geht es doch vermutlich in erster Linie um die Außenwirkung, die ein mehr oder weniger erfolgreicher Athlet hat. Und jemand, der Platz 15 in Deutschland ist, dürfte sich kaum vermarkten lassen bzw. in Sponsorengelder umsetzen lassen. Insofern: Einen finanzielle Unterstützung außerhalb des werbewirksamen Bereichs (aus dem Bauch raus Podium bei einer DM) finde ich erstmal nicht zwingend (überspitzt: Warum sollte mein Verein mir mein Hobby auch noch bezahlen?)
Klar: Unterstützung sollte es vereinsseitig geben - aber die gibt es ja in aller Regel auch, sei es durch Trainer, Material, Bereitstellung von Sportstätten, Unterstützung bei Wettkampffahrten, Übernahme von Startgeldern usw.

Und da wird es jetzt schwierig, wenn GA hergeht und plötzlich die Ausübung eines Hobbys teilweise finanziell recht großzügig unterstützt. Beispiel: U20-Athlet, Niveau Landesmeisterschaften Top3, schafft es zur DM, hat da aber vorne nichts zu melden. Natürlich sieht das Prämiensystem jetzt erstmal attraktiv aus - da kommen im Jahr (für einen Schüler) ordentliche Summen zusammen. Dass bei uns in einem "normalen" Verein vielleicht ganz andere Benefits da sind (dauerhafter Zugang zu Material und Anlage, ein dauerhaft erreichbarer Trainer...), lässt sich erstmal nur mit viel Überzeugung darstellen.


RE: Germany athletics - Poliquin - 07.11.2025

Die Frage, die sich mir stellt: Wird hier auf Teufel komm raus ein Projekt für Leistungssportler durchgezogen und ist die Nachwuchsarbeit uninteressant?

Hier mal ein kurzes Beispiel:

Nach Kooperation mit CA wurde vom Abteilungsleiter beschlossen, dass er alle Sportler übernimmt, die in ihrer Altersklasse gut sind. Die NachwuchZUARBEIT sollten andere Trainer machen. 
Athletinnen sollten gegen ihren Willen die Trainingsgruppe wechseln und die weniger guten Freunde in ihrer alten Gruppe bleiben. 
Gerade in der Altersklasse geht es ja darum, mit seinen Freunden Sport zu machen.
Eine Zwei-Klassen-Gesellschaft…..

Eine „Spielegruppe“ mit Kindern, welche am Wettkampfsport kein Interesse hatten sollte geschlossen werden, da laut Argumentation ein LA-Verein sich so etwas nicht leisten kann. 
Über diese lockere Gruppe wurden aber die Talente gesichtet und an die LA herangeführt.

Im Endeffekt wurde die Wettkampfgruppe U14 geschlossen, bzw. Dem Trainer weggenommen, um einen Wechsel zum „Meistertrainer“ zu erzwingen. Von diesen 12 Kindern blieben drei im Verein und bei der LA. Der Rest wechselte in andere Sportarten, hörte auf, 3 wechselten mit den Verein, um weiter bei ihrem Trainer trainieren zu dürfen.

Die „Spielegruppe“ wurden ebenfalls geschlossen - hier gingen ca. 30 Kindern der LA verloren.

Die Assistenztrainerin für beide Gruppen, welche bei den Wettkämpfern auch erfolgreich die Wettkämpfe betreut hat, wurde entlassen, um die Gruppe durch Athletinnen des AL betreuen zu lassen.

Also knapp 40 Kinder und zwei Trainer weg.

Da hat CA indirekt richtig gute Nachwuchs und Trainerarbeit geleistet.

Ein anderer Kooperationsverein hat den Koopvertrag auf der HP beworben und dass CA bei der Trainersuche helfen wird und auch Trainer zur Verfügung stellt.
Seltsamerweise sucht dieser Verein seit 4 Jahren Trainer…

Soviel zur Trainerinitiative von CA….


RE: Germany athletics - Roy Schmidt - 07.11.2025

(07.11.2025, 16:33)Jakob94 schrieb:
(07.11.2025, 13:13)Reichtathletik schrieb:
(07.11.2025, 12:44)Roy Schmidt schrieb:
(07.11.2025, 12:36)gelpi schrieb:
(07.11.2025, 12:31)Roy Schmidt schrieb:
(07.11.2025, 09:50)gelpi schrieb:
(07.11.2025, 09:12)muffman schrieb: Ganz ehrlich, welcher große Verein macht wirklich etwas für den Nachwuchs? Alle großen Vereine grasen einfach ab U16 oder U18 das Umland ab und schreiben sich dann Nachwuchsförderung auf die Fahne. Die kleineren Vereine sind da oft deutlich besser aufgestellt.

 und einige der zweitklassigen Athleten vielleicht sogar überbezahlt werden. 

Meine Frage hierzu wäre, sind rund 200 Euro überbezahlt für Athleten, die sich in den Top 10 bis 20 in ihrer Disziplin in Deutschland befinden, die nebenbei studieren, es aber (noch) nicht reicht für einen Kaderplatz in unserem wunderbaren Fördersystem?

Und ist man auch nur ein "zweitklassiger" Angestellter, wenn man nicht in der markführenden Fima seines Bereiches arbeitet?

An Rhethorik und Eloquenz fehlt es anscheinend nicht nur den Vereinen und Landesverbänden.

Gebt der Sache etwas Zeit, danach kann man sie immernoch kritisieren oder als gescheitert erklären. Es wird an sehr vielen Strukturen im Hintergrund gearbeitet aber man stößt, an einigen Standorten, auf viel Gegenwind, was die Arbeit eben nicht gerade beschleunigt.

Nein. Aber 700-800 schon. Es ist nicht sinnvoll, Sportlern dieses Kalibers deutlich mehr als den aktuellen Marktpreis zu zahlen. Dies ist jedoch eine Strategie, die von Unternehmen eingesetzt wird, um die Konkurrenz zu verdrängen.

Aber wer redet von solchen Summen?
Ich kenne natürlich nicht alle Verträge aber solche Summen für "nicht Topathleten" im Franchise wären mir neu.

Da sind wir nämlich beim Problem... Ich finde schon, dass Leistungssportler auch der zweiten Reihe unterstützt gehören. Top 10 bis 20 in Deutschland. Auf jeden Fall. Aber: Wir reden zum Teil auch von Leuten ohne DM-Norm. 
Und nicht immer zahlen die "alten" Vereine weniger oder nicht, weil sie es aus Prinzip nicht können/wollen. Manchmal sagt man auch, dass man als Gegenleistung z.B. erwartet auch für Staffeln zur Verfügung zu stehen. Oder auch wirklich leistungsorientiert zu trainieren. Das find ich legitim.

Die grundsätzliche Frage ist doch, warum ein Verein einem Athleten etwas zahlen sollte. Und da geht es doch vermutlich in erster Linie um die Außenwirkung, die ein mehr oder weniger erfolgreicher Athlet hat. Und jemand, der Platz 15 in Deutschland ist, dürfte sich kaum vermarkten lassen bzw. in Sponsorengelder umsetzen lassen. Insofern: Einen finanzielle Unterstützung außerhalb des werbewirksamen Bereichs (aus dem Bauch raus Podium bei einer DM) finde ich erstmal nicht zwingend (überspitzt: Warum sollte mein Verein mir mein Hobby auch noch bezahlen?)
Klar: Unterstützung sollte es vereinsseitig geben - aber die gibt es ja in aller Regel auch, sei es durch Trainer, Material, Bereitstellung von Sportstätten, Unterstützung bei Wettkampffahrten, Übernahme von Startgeldern usw.

Und da wird es jetzt schwierig, wenn GA hergeht und plötzlich die Ausübung eines Hobbys teilweise finanziell recht großzügig unterstützt. Beispiel: U20-Athlet, Niveau Landesmeisterschaften Top3, schafft es zur DM, hat da aber vorne nichts zu melden. Natürlich sieht das Prämiensystem jetzt erstmal attraktiv aus - da kommen im Jahr (für einen Schüler) ordentliche Summen zusammen. Dass bei uns in einem "normalen" Verein vielleicht ganz andere Benefits da sind (dauerhafter Zugang zu Material und Anlage, ein dauerhaft erreichbarer Trainer...), lässt sich erstmal nur mit viel Überzeugung darstellen.

Ich sehe das etwas anders (bin aber zugegebenermaßen auch befangen als ehemaliger Leistungssportler)
Gehen wir mal auf das genannte Beispiel ein. Über 100m ist Platz 15 dieses Jahr eine 10.29s in der Bestenliste, eine meiner Meinung durchaus respektable Leistung, die als "Hobbysportler" nur schwer zu erreichen ist. Verdient eine solche Leistung nicht eine den Rahmen angemessene Unterstüzung des Vereins, den er bei Wettkämpfen vertritt? Natürlich ist die mediale Aufmerksamkeit nicht die größte aber dennoch wird zumindest lokal eine solche Leistung durchaus wahrgenomen. Ich will das jetzt auch gar nicht weiter ausführen und ich verstehe die Punkte hier natürlich aber im Grunde ist Leistungssport ab einem gewissen Punkt sehr viel mehr als ein Hobby.

Und den Punkt gerade diejenigen zu unterstützen, die eben keine Sporthilfe oder Trainingslager bezahlt bekommen, weil sie nicht im Kader sind, war zumindest einer der Gründe warum ich beschlossen habe GA zu unterstützen. Weil eben genau das fehlt in unserem Fördersystem und führt zu viele frühen Karriereenden von Sportlern die eventuell ihren Durchbruch noch vor sich hatten, es aber finanziell nicht mehr ausüben konnten. Natürlich sollte dieser Betrag nicht zu hoch sein und natürlich sollten es auch nur diejenige bekommen, die auch wirklich Leistungssport betreiben aber allein nach meiner Wahrnehmung, wird darauf auch geachtet.


RE: Germany athletics - Reichtathletik - 07.11.2025

(07.11.2025, 17:22)Roy Schmidt schrieb: Ich sehe das etwas anders (bin aber zugegebenermaßen auch befangen als ehemaliger Leistungssportler)
Gehen wir mal auf das genannte Beispiel ein. Über 100m ist Platz 15 dieses Jahr eine 10.29s in der Bestenliste, eine meiner Meinung durchaus respektable Leistung, die als "Hobbysportler" nur schwer zu erreichen ist. Verdient eine solche Leistung nicht eine den Rahmen angemessene Unterstüzung des Vereins, den er bei Wettkämpfen vertritt? Natürlich ist die mediale Aufmerksamkeit nicht die größte aber dennoch wird zumindest lokal eine solche Leistung durchaus wahrgenomen. Ich will das jetzt auch gar nicht weiter ausführen und ich verstehe die Punkte hier natürlich aber im Grunde ist Leistungssport ab einem gewissen Punkt sehr viel mehr als ein Hobby.

Und den Punkt gerade diejenigen zu unterstützen, die eben keine Sporthilfe oder Trainingslager bezahlt bekommen, weil sie nicht im Kader sind, war zumindest einer der Gründe warum ich beschlossen habe GA zu unterstützen. Weil eben genau das fehlt in unserem Fördersystem und führt zu viele frühen Karriereenden von Sportlern die eventuell ihren Durchbruch noch vor sich hatten, es aber finanziell nicht mehr ausüben konnten. Natürlich sollte dieser Betrag nicht zu hoch sein und natürlich sollten es auch nur diejenige bekommen, die auch wirklich Leistungssport betreiben aber allein nach meiner Wahrnehmung, wird darauf auch geachtet.

Ich würde hier gerne in der These zustimmen, in der Schlussfolgerung aber widersprechen (bzw. in der Vorgehensweise). Also abgesehen davon, dass in manchen Disziplinen besagter 15. Platz – der in diesen sicherlich ebenso schwer als "Hobbysportler" zu erreichen ist wie im Sprint – bereits bedeutet, dass man gar nicht erst bei der DM teilnehmen darf (ich freue mich also wenn GA ein gewichtiger Fürsprecher dafür ist dass auch diese Athleten wertvoll sind), geht es doch gerade um Förderung, damnit diese Leistungen möglich sind oder besser noch: sogar bessere leistungen möglich werden. Wir suggerieren jetzt hier immer, dafür brauche es "nur" Geld. Und seien wir ehrlich, entweder wäre das dann unfassbar viel für Athleten dieser Stufe oder wir reden von Höhen a la Übungsleiterpauschale, die keinen Sportler ermöglichen werden, sich deshalb auf den Sport zu konzentrieren.
Was es doch viel mehr für diese Sportler brauch sind qualifizierte Trainer, starke Trainingsgruppen, zusätzliche Sportstätten die sie nicht mit Kindergruppen oder zig Hobbathleten teilen müssen, Leistungsdiagnostiken, Zugang zu Physiotherapie, Trainingslager (und damit meine ich nicht allein die Finanzierung, sondern auch deren Organisation, sprich Trainingspartner Physio und Coach vor Ort)...
Es macht doch also viel mehr Sinn, Geld in Infrastruktur (materiel wie personel) zu stecken und das als Angebot zu machen. Dann kommen die Leistungswilligen von alleine und das ganze ist unabhängig von einzelnen Athleten weil es auch dem nächsten und übernächsten jahrgang hilft..