08.07.2016, 10:56
(03.07.2016, 14:19)MZPTLK schrieb:(03.07.2016, 13:53)Pollux schrieb: Es ist schlichtweg nicht erlaubt, den Bildungsbegriff auf die Erfordernisse der Arbeitswelt zu beschränken.
Natürlich nicht, das wäre eine Katastrophe.
Ebenso ist es nicht erlaubt, den Bildungsbegriff auf Schule und Uni zu beschränken.
Ja. Das ist sehr wichtig. Ein oder sogar der entscheidender Anteil von Bildung findet außerhalb von Schule und Universität statt. Leider wird das vielfach immer noch zu wenig betrachtet, obwohl die entsprechenden Erkenntnisse schon lange da sind.
(03.07.2016, 14:19)MZPTLK schrieb: Es geht um die Bildung der Gesamt-Persönlichkeit.
Und darum kann es keinen allgemeinen, allgemein-verbindlichen Bildungsbegriff geben.
Das spricht dann für mehr Wahlmöglichkeiten in der Schule, oder?
Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, worauf der aktuelle Fächerkanon und die Unterrichtsinhalte und -methoden in unseren Schulen beruhen. Das ist historisch durch viele Kämpfe um die Deutungshoheit über die legitime Kultur geprägt worden, in höchstem Maße kontingent und stark durch die Bildungsvorstellungen der Herrschenden bestimmt.
(03.07.2016, 14:19)MZPTLK schrieb: und nach einiger Zeit kommen sie mit einem veritablen, zukunftsfähigen Bildungskonzept wieder heraus..
Die Möglichkeit, das einige hier sich zusammensetzen und das besser könnten als viele Bildungspolitiker sollte mensch nicht ausschließen – nur wäre ein wirklich zukunftsfähiges und im Vergleich zum aktuellen System gerechteres Bildungskonzept aktuell in D. nicht mehrheitsfähig.
Was niemand daran hindern muss, ein zur Zeit nicht durchsetzbares Konzept zu entwerfen und dann in kleinen Schritten darauf hinzuarbeiten … es gibt kleine Schritte, die Mehrheiten finden könnten.
Gruß
C

