(22.11.2015, 10:23)lor-olli schrieb: Unser Luxusleben hat schon etwas Dekadentes, es macht vor allem die Hirne weich und zu bequem zum Nachdenken. “Wir“ sitzen da und lassen uns von den Medien “hypen“, die natürlich genau diese Art von “Sensation“ brauchen um uns Nachrichten noch verkaufen zu können. Angeschaut und angeklickt werden vor allem die Spektakel (die Zahlen werden alle gut erfasst, es geht ja um Verkaufszahlen…) - der Lerneffekt ist nahezu NULL.
Und dann echauffieren wir uns über “geschmacklose“ Scherze (je nach Interpretation, ich finde es witzig…). WIR sollten statt zu hyperventilieren mal darüber nachdenken, warum uns nur noch stärkste Worte, heftigste Bilder und lautestes Geschrei zu ereichen scheinen (ja nicht alle ich weiß, aber sagen wir 90%).
Der 'Scherzkeks' ging in seiner 'hellseherischen Weisheit' davon aus,
dass es sich in Hannover nicht um eine ernsthafte Bedrohung gehandelt hatte
Nur dann könnte man eventuell drüber lachen, aber auch nur dann.
Wenn es geknallt hätte, wäre ihm der Scherz im Hals stecken geblieben.
Rolf Dobelli empfiehlt:
Experiment Tages-Nachrichten-Entzug.
Resultat: Klareres Denken, wertvollere Einsichten, bessere Entscheidungen und viel mehr Zeit.
Das soziale Netzwerk(wenn es ein anspruchsvolles ist) fungiert als Nachrichten-Filter.
Gründe für die Entsagung:
1. Das Gehirn reagiert unverhältnismässig stark auf slandalöse, schockierende, personenbezogene, laute, schnell wechselnde Reize
und unverhältnismässig schwach auf abstrakte, komplexe, und deutungsbedürftige Informationen.
Darum werden wir zugemüllt. Alles Feinsinnige, Komplexe, Abstrakte, und Hintergründige wird systematisch ausgeblendet,
obwohl diese Inhalte für unser Leben und das Verständnis der Welt viel relevanter sind.
News-Konsumenten gewichten die meisten Themen völlig falsch.
2. News sind meistens irrelevant.
In den letzten 12 Monaten haben wir tausende Nachrichten inhaliert, 20-30 pro Tag
Wieviele davon haben effektiv bessere Entscheidungen fürs Leben, für Karriere oder Geschäfte erwirkt,
als wenn wir sie nicht zur Kenntnis genommen hätten?
Die meisten Menschen können nur ganz wenige angeben.
3. Zeitverschwendung.
Der durchschnittliche Mensch verschwendet 1/2 Arbeitstag/Woche mit News.
1 Milliarde Menschen mit 1 Stunde Newskonsum ergibt 1 Milliarde Stunden vertane Lebenszeit.
Macht 2.000 Tote.


