23.10.2015, 13:35
Ihr müsst das von mir um 9.42 geschriebene doch nicht gleich in posts umsetzen
.
@Pollux
Mir ist die Tragweite meiner Aussage (oder Nichttragweite, je nach Standpunkt) durchaus bewusst. In der Praxis sehen wir dann wie es (nicht) funktioniert. Die wenigsten schreien offen nach einer Freigabe des Dopings (gerade jene nicht die selbst dopen), die meisten begrüßen die strikte Einhaltung von Regeln (oft aber dann nicht, wenn sei sie selbst betroffen sind! Fehlstarts, Rempeleien z.B.). Es ist "einfach" über die Moral zu theoretisieren - hier tun divergierende Standpunkte niemandem weh, im Leben sind wir uns in vielen moralischen Fragen theoretisch einig, in der praktischen Ausübung… (Ehebruch, Alkohol am Steuer etwa).
Vermutlich hätte niemand auch nur ein Wort verloren, wenn Friedeck juristisch gegen einen Arbeitgeber wie eine Bank vorgegangen wäre (auf die Bank komme ich, weil ein Freund gerade genau dies tut, auch hier geht es um eine unklare Formulierung). Der DLV fungiert letztlich durch seine Monopolstellung als Arbeitgeber für professionelle Sportler. Wäre es etwas anderes wenn Friedeck von einer Sportgerichtsbarkeit Recht bekommen hätte? (Von der Möglich- oder Unmöglichkeit mal abgesehen?)
Wir wünschen uns die heile Welt des Sports und in weiten Teilen funktioniert sie sogar, wenn es ans Eingemachte geht (Geld…) ist sich aber jeder wieder der Nächste. Moral (von der Geschichte)? Nihilismus (nicht polemisch!)?
Unsere Gesellschaft besteht zunehmend auf praktisch definierten Regeln (Gesetze), bis hinein in Details, bei denen sich Generationen vor uns gefragt hätten ob wir noch "alle Tassen im Schrank haben", oder ob dies der Fortschritt sein soll? Wenn ich bei der Installation einer Software den "gelesen Button" drücke, habe ich in der Regel weder die mehreren Seiten kleingedruckten Anhangs völlig gelesen, noch alle juristischen Fallstricke verstanden. Wenn schon Gesetze derart schwierig eineindeutig zu formulieren sind, wie steht es um einen Begriff wie Moral? (Für die Praxis der LA)
.@Pollux
Mir ist die Tragweite meiner Aussage (oder Nichttragweite, je nach Standpunkt) durchaus bewusst. In der Praxis sehen wir dann wie es (nicht) funktioniert. Die wenigsten schreien offen nach einer Freigabe des Dopings (gerade jene nicht die selbst dopen), die meisten begrüßen die strikte Einhaltung von Regeln (oft aber dann nicht, wenn sei sie selbst betroffen sind! Fehlstarts, Rempeleien z.B.). Es ist "einfach" über die Moral zu theoretisieren - hier tun divergierende Standpunkte niemandem weh, im Leben sind wir uns in vielen moralischen Fragen theoretisch einig, in der praktischen Ausübung… (Ehebruch, Alkohol am Steuer etwa).
Vermutlich hätte niemand auch nur ein Wort verloren, wenn Friedeck juristisch gegen einen Arbeitgeber wie eine Bank vorgegangen wäre (auf die Bank komme ich, weil ein Freund gerade genau dies tut, auch hier geht es um eine unklare Formulierung). Der DLV fungiert letztlich durch seine Monopolstellung als Arbeitgeber für professionelle Sportler. Wäre es etwas anderes wenn Friedeck von einer Sportgerichtsbarkeit Recht bekommen hätte? (Von der Möglich- oder Unmöglichkeit mal abgesehen?)
Wir wünschen uns die heile Welt des Sports und in weiten Teilen funktioniert sie sogar, wenn es ans Eingemachte geht (Geld…) ist sich aber jeder wieder der Nächste. Moral (von der Geschichte)? Nihilismus (nicht polemisch!)?
Unsere Gesellschaft besteht zunehmend auf praktisch definierten Regeln (Gesetze), bis hinein in Details, bei denen sich Generationen vor uns gefragt hätten ob wir noch "alle Tassen im Schrank haben", oder ob dies der Fortschritt sein soll? Wenn ich bei der Installation einer Software den "gelesen Button" drücke, habe ich in der Regel weder die mehreren Seiten kleingedruckten Anhangs völlig gelesen, noch alle juristischen Fallstricke verstanden. Wenn schon Gesetze derart schwierig eineindeutig zu formulieren sind, wie steht es um einen Begriff wie Moral? (Für die Praxis der LA)

