19.09.2026, 10:13
Wenn Sie sportliche Ambitionen haben: Machen Sie die umfassendendste Leistungsdiagnostik, die derzeit möglich ist und lassen Sie sich, nachdem Sie die letzten Trainingsjahre (und Wettkampfergebnisse) akribisch dokumentiert haben, danach einen KI-gesteuerten Trainingsplan erstellen: der gleichzeitig auf eine KI-gestützte ‘Trainingssteuerung’ hinausläuft.
Preisfrage im Verweis auf dieses Gedankenexperiment: Ist die Künstliche Intelligenz intelligent genug, um mehr zu bieten als eine “sportwissenschaftliche” (als objektivistisch verfahrende) Programmatik - also intelligent genug, um ein individuiertes und von jener Hermeneutik getragenes Training zu bieten, das in dem Statement von Werros Trainerin beispielhaft zum Ausdruck kam? Um es philosophisch auszudrücken: Ist die KI intelligent genug, um Athleten überhaupt als Subjekte zu erfassen?
Die Antwort kann meiner Ansicht nach nur negativ ausfallen. Denn einer Maschine fehlt der Erfahrungshorizont eines Ich-Subjekts, das diesen Horizont nur als biologisches Wesen erwerben kann. Und daher auch nicht nur über einen Körper verfügt, sondern gleichzeitig auch über eine Innendimension leiblicher (Selbst-) Erfahrung. Eine Maschine kann das entsprechende Wissen weder haben noch verstehend nachvollziehen. Jede Programmierung ist deshalb eine Simulation und die Rede von einem unterstützenden Wachstum falsch - selbst wenn Neurowissenschaftler geneigt sind, zu widersprechen.
Mit dieser Erinnerung an das Zitat von Waldenfels über den Hintergrund menschlichen Handelns verabschiede ich mich - vielleicht bis zum nächsten Jahr.
Preisfrage im Verweis auf dieses Gedankenexperiment: Ist die Künstliche Intelligenz intelligent genug, um mehr zu bieten als eine “sportwissenschaftliche” (als objektivistisch verfahrende) Programmatik - also intelligent genug, um ein individuiertes und von jener Hermeneutik getragenes Training zu bieten, das in dem Statement von Werros Trainerin beispielhaft zum Ausdruck kam? Um es philosophisch auszudrücken: Ist die KI intelligent genug, um Athleten überhaupt als Subjekte zu erfassen?
Die Antwort kann meiner Ansicht nach nur negativ ausfallen. Denn einer Maschine fehlt der Erfahrungshorizont eines Ich-Subjekts, das diesen Horizont nur als biologisches Wesen erwerben kann. Und daher auch nicht nur über einen Körper verfügt, sondern gleichzeitig auch über eine Innendimension leiblicher (Selbst-) Erfahrung. Eine Maschine kann das entsprechende Wissen weder haben noch verstehend nachvollziehen. Jede Programmierung ist deshalb eine Simulation und die Rede von einem unterstützenden Wachstum falsch - selbst wenn Neurowissenschaftler geneigt sind, zu widersprechen.
Mit dieser Erinnerung an das Zitat von Waldenfels über den Hintergrund menschlichen Handelns verabschiede ich mich - vielleicht bis zum nächsten Jahr.
"Nicht jeder Forscher forscht unentwegt, wie es der Forschende eigentlich tun müsste."

