...Es sei denn natürlich, man vertritt das im 19. Jahrhundert von Auguste Comte propagierte Drei-Stadien-Gesetz der Geistesentwicklung der Menschheit. Dort gehört der Mythos in die Kindheitsgeschichte, an die sich die ‘pubertäre’ Metaphysik als Weltdeutung anschließt, um letztlich vom Erwachsensein abgelöst zu werden. Dort also, wo die Wissenschaft nicht nur die Welt erklärt (wobei man sich nicht selten immer noch im Kampf gegen Mythen wähnt), sondern im Zuge des Positivismus das Maß aller sinnvollen Fragen darstellt. Dieses Modell ist zwar alles andere als plausibel, beeinflusst aber dennoch mit seiner simplen Erklärung bis heute nicht nur den Common Sense, sondern auch viele unbedarfte Wissenschaftler - und auch szientistisch gestimmte Philosophen. Alles Leute, die sich im 21. Jahrhundert wähnen, aber im 19. Jahrhundert ( vielleicht sogar bereits in einer bestimmten Formation antiken Denkens) stecken geblieben sind.
"Nicht jeder Forscher forscht unentwegt, wie es der Forschende eigentlich tun müsste."

