Vor 3 Stunden
Um das nur “fast alles” zu rechtfertigen: Hier eine Korrektur meiner fehlerhaften Zuschreibung.
"Ich finde, man sollte von Größerem träumen. Und wenn ich sage, ich will 80 Meter werfen, dann ist das zum einen Lebens-Philosophie, aber zum anderen auch grundehrliche Einstellung", sagte Diskuswerfer Christoph Harting am Mittwoch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Der Weltbeste der noch jungen WM-Saison will in kleinen Schritten zu großen Zielen. Aber 80 Meter? Der fünfeinhalb Jahre jüngere Bruder von Weltmeister Robert Harting glaubt fest daran.” (Vgl. bei Leichtathletik.de das Interview unter dem Titel: ‘Christoph Harting träumt von 80 Metern.’)
Man könnte jetzt eine hypothetische Veränderung des Interviews vornehmen, und zwar mit der Frage: ‘Was ist Glück für Sie?’ Eine hypothetische, aber gleichwohl realistische Antwort wäre: ‘Glück ist, sich mit einer sehr großen Zielsetzung in ein Abenteuer zu stürzen.’
Von Unglück also erstmal keine Spur! Es handelte sich dabei ja um das Glück eines Wagenden. Mag sein, dass sich dieses Glück erst in einem Endzustand erfüllt, aber es wäre dennoch falsch, es ausschließlich mit der ekstatischen Freude zu identifizieren. Denn der Werfer weiß sehr wohl, dass sich dieser Zustand womöglich nicht einstellt. Und noch wichtiger: Wer die Verfolgung großer Ziele öffentlich kundtut, kann zum Erfolgsdruckerzeuger werden. Und wer dem Ziel in der Folge nicht sukzessive näher kommt, begibt sich in unmittelbare Nachbarschaft zur Verzweiflung.
Deshalb ist das Prinzip der Sparsamkeit nicht verkehrt. Denn dies ermöglicht dem Realisten, das Glück bereits mit einem spannungsgeladenen Weg zu identifizieren - ganz so, wie es sich für Abenteurer gehört. Und, falls ihm (weil er kein Hasardeur ist) eine tugendethische Vorstellung nicht ganz fremd sein sollte, wird er das Glück stets auch in einem besonnenen und zugleich gelassenen Vorgehen sehen.
Alles auf ‘hypothetische’ Weise realistisch - aber auf jeden Fall sehr verschieden von einer (wie oben genannt) hedonistischen Auffassung. Aber umso unverständlicher ist die nachträgliche Aussage des Athleten, dass er beim Sport niemals glücklich gewesen ist. Nachvollziehbar ist sie allenfalls dann, wenn er das o.g. Risiko unterschätzt hat…
"Ich finde, man sollte von Größerem träumen. Und wenn ich sage, ich will 80 Meter werfen, dann ist das zum einen Lebens-Philosophie, aber zum anderen auch grundehrliche Einstellung", sagte Diskuswerfer Christoph Harting am Mittwoch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Der Weltbeste der noch jungen WM-Saison will in kleinen Schritten zu großen Zielen. Aber 80 Meter? Der fünfeinhalb Jahre jüngere Bruder von Weltmeister Robert Harting glaubt fest daran.” (Vgl. bei Leichtathletik.de das Interview unter dem Titel: ‘Christoph Harting träumt von 80 Metern.’)
Man könnte jetzt eine hypothetische Veränderung des Interviews vornehmen, und zwar mit der Frage: ‘Was ist Glück für Sie?’ Eine hypothetische, aber gleichwohl realistische Antwort wäre: ‘Glück ist, sich mit einer sehr großen Zielsetzung in ein Abenteuer zu stürzen.’
Von Unglück also erstmal keine Spur! Es handelte sich dabei ja um das Glück eines Wagenden. Mag sein, dass sich dieses Glück erst in einem Endzustand erfüllt, aber es wäre dennoch falsch, es ausschließlich mit der ekstatischen Freude zu identifizieren. Denn der Werfer weiß sehr wohl, dass sich dieser Zustand womöglich nicht einstellt. Und noch wichtiger: Wer die Verfolgung großer Ziele öffentlich kundtut, kann zum Erfolgsdruckerzeuger werden. Und wer dem Ziel in der Folge nicht sukzessive näher kommt, begibt sich in unmittelbare Nachbarschaft zur Verzweiflung.
Deshalb ist das Prinzip der Sparsamkeit nicht verkehrt. Denn dies ermöglicht dem Realisten, das Glück bereits mit einem spannungsgeladenen Weg zu identifizieren - ganz so, wie es sich für Abenteurer gehört. Und, falls ihm (weil er kein Hasardeur ist) eine tugendethische Vorstellung nicht ganz fremd sein sollte, wird er das Glück stets auch in einem besonnenen und zugleich gelassenen Vorgehen sehen.
Alles auf ‘hypothetische’ Weise realistisch - aber auf jeden Fall sehr verschieden von einer (wie oben genannt) hedonistischen Auffassung. Aber umso unverständlicher ist die nachträgliche Aussage des Athleten, dass er beim Sport niemals glücklich gewesen ist. Nachvollziehbar ist sie allenfalls dann, wenn er das o.g. Risiko unterschätzt hat…
"Nicht jeder Forscher forscht unentwegt, wie es der Forschende eigentlich tun müsste."

