Die Netzfundstücke haben das Statement eines ehemalig sehr prominenten Leichtathleten wiedergegeben, das Anlass zum Erstaunen bot: “Der Sport habe ihn nie glücklich gemacht, er war froh über jede Minute ohne Sport und der Leistungssport (Leistungsdruck, Misserfolg) habe ihn zu psychischen Erkrankungen (Depression, bipolare Störung, PTBS) getrieben. Seine Karriere hat er nie beendet, weil es ihn nicht interessiert.”
Als sich besagter Athlet im Erfolgsfall das Trikot medienwirksam vom Leib riss, bin ich als Betrachter nie davon ausgegangen, dass man diese Selbstinszenierung als Befreiungsaktion vom Unglück des Sports werten muss. Ich hätte sie eher als Ausdruck einer hedonistischen Auffassung vom Glück angesehen: wobei der angestrebte sportliche Erfolg ein Mittel zur Herbeiführung ekstatischer Glücksgefühle betrachtet wird - was ja unglücklicherweise ins Gegenteil umschlagen kann und daher kein gutes Prinzip ist.
Als Betrachter konnte man aber auch zur Auffassung neigen, dass sich bei den Aktionen ein ‘rousseauistisches’ Verhältnis zur inneren Natur Bahn bricht. So wie man es bei zeitgenössischen Athleten vermuten kann: wenn sie im Erfolgsfall Grimassen schneiden, die an uns verwandte Tiere erinnern - oder anfangen, unentwegt auf der Stelle zu hüpfen. Wenn man ‘Kultur’ als eine Domestizierung der inneren Natur begreift, kann man ja ebenfalls eine notwendige Befreiung geltend machen. Sportkommentatoren versehen so etwas mit einem simpleren Verweis: ‘Die Emotionen müssen raus!’
Was lässt sich philosophisch darüber sagen? Auch über das Glück und eine angemessene Haltung zum Sport zu reflektieren, dürfte sehr hilfreich sein. Wahrscheinlich erspart man sich die potentiell krankmachenden Effekte einer Erfolgsabhängigkeit - die einer falschen Auffassung vom Glück entspringen könnten. Und somit den Weg vom Souverän zum Opfer…
Als sich besagter Athlet im Erfolgsfall das Trikot medienwirksam vom Leib riss, bin ich als Betrachter nie davon ausgegangen, dass man diese Selbstinszenierung als Befreiungsaktion vom Unglück des Sports werten muss. Ich hätte sie eher als Ausdruck einer hedonistischen Auffassung vom Glück angesehen: wobei der angestrebte sportliche Erfolg ein Mittel zur Herbeiführung ekstatischer Glücksgefühle betrachtet wird - was ja unglücklicherweise ins Gegenteil umschlagen kann und daher kein gutes Prinzip ist.
Als Betrachter konnte man aber auch zur Auffassung neigen, dass sich bei den Aktionen ein ‘rousseauistisches’ Verhältnis zur inneren Natur Bahn bricht. So wie man es bei zeitgenössischen Athleten vermuten kann: wenn sie im Erfolgsfall Grimassen schneiden, die an uns verwandte Tiere erinnern - oder anfangen, unentwegt auf der Stelle zu hüpfen. Wenn man ‘Kultur’ als eine Domestizierung der inneren Natur begreift, kann man ja ebenfalls eine notwendige Befreiung geltend machen. Sportkommentatoren versehen so etwas mit einem simpleren Verweis: ‘Die Emotionen müssen raus!’
Was lässt sich philosophisch darüber sagen? Auch über das Glück und eine angemessene Haltung zum Sport zu reflektieren, dürfte sehr hilfreich sein. Wahrscheinlich erspart man sich die potentiell krankmachenden Effekte einer Erfolgsabhängigkeit - die einer falschen Auffassung vom Glück entspringen könnten. Und somit den Weg vom Souverän zum Opfer…
"Nicht jeder Forscher forscht unentwegt, wie es der Forschende eigentlich tun müsste."

