27.08.2014, 09:05
Zitat:H.Klimmer schrieb:
Gott sei Dank (was zu beweisen wäre) reagiert jeder menschliche Körper wegen seiner Verschiedenartigkeit a n d e r s . Wäre ja blöd, wenn alle auf das innere körperliche Geschehen, auf Hormon- und Transmitterausschüttung g l e i c h reagieren würden.
Dagegen möchte ich einwenden, dass die zugrunde liegenden Stoffwechselvorgänge grundsätzlich bei allen Menschen gleich sind (chronische Veränderungen / Varianten mal ausgenommen). Die von T-Willy angesprochenen Prozesse finden genau so statt (wird jeder Biochemiker unterschreiben), allerdings finden diese Prozesse nicht im Labor sondern im Umfeld des menschlichen Körpers statt. Der Metabolismus finden in den meisten Fällen auch nicht direkt, sondern enzymatisch katalysiert statt, die Summe der Regelkreise wird schnell exponentiell…
Einen sehr gut verstandenen Stoffwechselvorgang (entdeckt 1937) stellt der Citratzyklus dar, ihn allerdings gezielt (!) im menschlichen Organismus zu manipulieren gelingt nicht. (Man kann ihn stören aber kaum vorhersagbar und nebenwirkungsfrei beeinflussen, im Reagenzglas ist das kein Problem). Der alte Pharmakologenspruch: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung beinhaltet eine tiefe Wahrheit.
Ich bin immer skeptisch wenn "ernährungstechnische 100% Aussagen" aufgestellt werden. Wer zuviel futtert wird fett, ist eine leicht überprüfbare Regel. Ob eine kohlenhydratfreie Ernährung zum Frühstück die Neurotransmitterbalance wirklich langfristig verschieben kann, möchte ich anzweifeln, der Körper versucht immer Balanceverschiebungen (individuell!) zu kompensieren und reagiert.(Deswegen funktionieren auch Diäten nicht dauerhaft ) Deshalb war ich auch an einer dezidierten Untersuchung interessiert, denn wie lange funktioniert "so ein Trick"? Solange wie eine Diät?

Der Kraftsport ist da insofern einfacher, da er letzlich nur EIN Ziel verfolgt - Kraft. Für einen Mehrkämpfer (bzw. Leichtathleten) geht die Rechnung so nicht auf. Zum einen ist das Kraft/Lastverhältnis nicht nach Gewichtsklassen definiert, zum anderen sind die Bewegungsabläufe deutlich komplexer. Wie beeinflusst die Veränderung der "Neurotransmitterbalance" (ich verändere ja nicht nur DIE) den Bewegungsablauf, etwa beim Hochsprung, Kugelstoßen, 1500m Lauf.
Ich kenne die Ernährungspläne einiger Gewichtheber, damit würde ein Zehnkämpfer den ersten Tag nicht durchstehen (genau: der Einbruch käme extrem beim 400m Lauf, aber auch davor gäbe es Konditionsprobleme).