26.08.2014, 09:03
@t-Willy. besten Dank für die "Vorlesung" (bitte als Spaß auffassen, die Erklärung ist aber trotzdem hilfreich! Diese Systematik kenne ich, allerdings ist mir keine dezidierte Untersuchung zum Thema eben genau unter dieser Belastung bekannt - deswegen die Rückfrage, ob mir da etwas entgangen ist...).
Meine Rückfrage bezüglich der Systematik und Reaktion auf die kohlehydratfreie morgendliche Ernährung, bezog sich genau auf diesen einen Aspekt, den des Zusammenhangs unter der Belastung eines Zehnkampfes. Die Mehrkämpfer beginnen ihren Tag nicht ohne Grund um 4-5 Uhr, wenn der Zehnkampf um 10 losgeht, auch bei den "Morgenmuffeln" sollte das Kreislaufsystem dann hochgefahren sein. Ich persönlich habe diese Anlaufschwierigkeiten nie gehabt, einen meiner besten Zehnkämpfe habe ich absolviert nachdem ich "seelig verschlafen" habe und erst ca. 70 Minuten vor dem Start aufgewacht bin (könnte natürlich auch der Zeitstress gewesen sein der mich dann "fit" gemacht hat und zum Frühstücken blieb eh keine Zeit
).
Bezüglich Neurotransmitter gehören die Sprinter / Zehnkämpfer in der Regel schon von der Grundveranlagung nicht zu den "Vernachlässigten", ich kenne ehrlich gesagt keinen, der auf Kohlehydrate am Morgen verzichtet / verzichtet hat, weswegen hier die praktischen Erfahrungswerte eher unwahrscheinlich sind. Aber immer vor, die "Joghurt und Steak Frühstücker", interessiert mich auch, ob das jemand von den Leichtathleten probiert hat!
Dieses Phänomen einer gewissen Schläfrigkeit (oder besser: geringeren Aggressivität) kennen einige sicher nach der Mittagspause, also vor dem Stabhochsprung. Dieser beginnt in der Regel aber sowieso eher moderat. Am zweiten Tag nach der Unterbrechung überwiegen dann, so meine Einschätzung, eher die mentalen Prozesse und der physische Gesamtzustand (die Akkus sind ziemlich leer…).
Nicht nur der Mehrkampf ist ein sehr komplexer Vorgang, ebenso ist es die Belastung und dieser muss natürlich Rechnung getragen werden. Kohlehydrate kann ein Mehrkämpfer nicht weglassen, sie sind nun mal die schnellen Energiespender "zwischendurch" und werden vor allem verdauungsmäßig leicht vertragen. Proteinabbau dagegen bedarf der Proteolyse die erfolgt erst zeitverzögert im Darm, weswegen eine einseitige Ernährung ohne / mit wenig Kohlehydraten bei geringem Körperfettanteil (bei kombinierten Schnellkraft und Ausdauersportlern!) erstens nicht unproblematisch ist und zweitens den Organismus mit zusätzlicher Verdaungsarbeit WÄHREND des Wettkampfes belastet…
Australische Sportmediziner haben sehr detaillierte Ernährungspläne und -Forschung für ihre Olympioniken betrieben (speziell auch Sprinter / Cathy Freeman), allerdings die "Feinheiten" nicht groß Veröffentlicht! (Selbst im Nachklang der olympischen Spiele 2000 nicht, ich vermute, da die australische Regierung diese Forschung voll finanziert hat, hatte sie ein Mitspracherecht bezüglich der Veröffentlichungen - Verschwörungstheorie Teil 2?
)
Meine Rückfrage bezüglich der Systematik und Reaktion auf die kohlehydratfreie morgendliche Ernährung, bezog sich genau auf diesen einen Aspekt, den des Zusammenhangs unter der Belastung eines Zehnkampfes. Die Mehrkämpfer beginnen ihren Tag nicht ohne Grund um 4-5 Uhr, wenn der Zehnkampf um 10 losgeht, auch bei den "Morgenmuffeln" sollte das Kreislaufsystem dann hochgefahren sein. Ich persönlich habe diese Anlaufschwierigkeiten nie gehabt, einen meiner besten Zehnkämpfe habe ich absolviert nachdem ich "seelig verschlafen" habe und erst ca. 70 Minuten vor dem Start aufgewacht bin (könnte natürlich auch der Zeitstress gewesen sein der mich dann "fit" gemacht hat und zum Frühstücken blieb eh keine Zeit

Bezüglich Neurotransmitter gehören die Sprinter / Zehnkämpfer in der Regel schon von der Grundveranlagung nicht zu den "Vernachlässigten", ich kenne ehrlich gesagt keinen, der auf Kohlehydrate am Morgen verzichtet / verzichtet hat, weswegen hier die praktischen Erfahrungswerte eher unwahrscheinlich sind. Aber immer vor, die "Joghurt und Steak Frühstücker", interessiert mich auch, ob das jemand von den Leichtathleten probiert hat!
Dieses Phänomen einer gewissen Schläfrigkeit (oder besser: geringeren Aggressivität) kennen einige sicher nach der Mittagspause, also vor dem Stabhochsprung. Dieser beginnt in der Regel aber sowieso eher moderat. Am zweiten Tag nach der Unterbrechung überwiegen dann, so meine Einschätzung, eher die mentalen Prozesse und der physische Gesamtzustand (die Akkus sind ziemlich leer…).
Nicht nur der Mehrkampf ist ein sehr komplexer Vorgang, ebenso ist es die Belastung und dieser muss natürlich Rechnung getragen werden. Kohlehydrate kann ein Mehrkämpfer nicht weglassen, sie sind nun mal die schnellen Energiespender "zwischendurch" und werden vor allem verdauungsmäßig leicht vertragen. Proteinabbau dagegen bedarf der Proteolyse die erfolgt erst zeitverzögert im Darm, weswegen eine einseitige Ernährung ohne / mit wenig Kohlehydraten bei geringem Körperfettanteil (bei kombinierten Schnellkraft und Ausdauersportlern!) erstens nicht unproblematisch ist und zweitens den Organismus mit zusätzlicher Verdaungsarbeit WÄHREND des Wettkampfes belastet…
Australische Sportmediziner haben sehr detaillierte Ernährungspläne und -Forschung für ihre Olympioniken betrieben (speziell auch Sprinter / Cathy Freeman), allerdings die "Feinheiten" nicht groß Veröffentlicht! (Selbst im Nachklang der olympischen Spiele 2000 nicht, ich vermute, da die australische Regierung diese Forschung voll finanziert hat, hatte sie ein Mitspracherecht bezüglich der Veröffentlichungen - Verschwörungstheorie Teil 2?
