Gestern, 13:14
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 13:37 von Brettermeier.)
(08.01.2018, 08:12)Gertrud schrieb: Eine wichtige Frage steht meines Erachtens im Vordergrund: "Welche Belastungen halten die individuellen Strukturen aus?" Wo liegen die Belastungsnormen? Liegt der Athlet über, unter oder im Normbereich?
Es gibt einen netten Witz: Ein Mann lässt sich einen Anzug bei einem Schneider maßschneidern. Der Anzug sitzt aber nicht. Nun nimmt der Schneider Korrekturen in der Haltung des Mannes vor. Der Anzugrücken rechts war viel zu füllig geschneidert worden. Er schlägt dem Mann vor, rechts einen kleinen Buckel zu machen, damit der Anzug dort passt. So geht das immer weiter. Eines Tages geht der Mann in dieser Haltung und in diesem Anzug über die Straße, als zwei Passanten ihn sehen und sagen: "Mein Gott - hat der Mann gesundheitliche Probleme, worauf der andere sagt: "Aber eins muss man ihm lassen, ein guten Schneider hat er gehabt!"So sollte unsere Einflussnahme auf das Übungspotential möglichst nicht aussehen. Diese Art von "Flickschusterei" stelle ich sehr oft fest, weil die globalen und speziellen Kenntnisse einfach nicht vorhanden sind.
Ja, es geht immer weiter!
Selbst wenn wir jemals die individuellen Belastungsverträglichkeiten identifiziert und ausgereizt haben sollten
- was m.E. utopisch ist -
dann treten früher oder später eben leider doch Fehl- und Überbelastungen auf,
denn der er Athlet will sich immer verbessern
und er will auch bei widrigen äusseren Bedingungen das Maximum erreichen.
Und wenn der zwickende Zeh wieder gesund ist, knackt es im Knie oder ruckelt es im Rücken.
Das ist nun mal im (Hoch-)Leistungssport so,
Ich ziehe den Hut vor Jan Zelezny und auch vor Julian Weber,
die sehr lange Zeit Spitzenleistungen in der wahrscheinlich verletzungsträchtigsten Disziplin Speerwurf schaffen konnten.
Ich weiss nicht, ob und inwieweit ihre Trainingsmehodiken bekannt sind,
interessant wäre das auf jeden Fall.

So sollte unsere Einflussnahme auf das Übungspotential möglichst nicht aussehen. Diese Art von "Flickschusterei" stelle ich sehr oft fest, weil die globalen und speziellen Kenntnisse einfach nicht vorhanden sind.