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CoachSummit in München vom 30.10.-1.11.2026 - Druckversion

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CoachSummit in München vom 30.10.-1.11.2026 - Gertrud - 03.11.2026

Erstmalig fand ein CoachSummit statt, bei dem über 400 Trainerinnen und Trainer teilnahmen. Die Resonanz war durchweg positiv. Es beinhaltet schon einen enormen Arbeitsaufwand, eine derartige intensive und umfangreiche Veranstaltung zu organisieren. Man kann mit der Zeit sicherlich auch noch in einigen Facetten zulegen.

Ich empfand es als sehr schön, auch mal wieder bekannte TuT wiederzusehen. Man weiß nie, wie lange man die Gelegenheit noch hat. Es haben sich auch sehr viele Fachgespräche disziplinübergreifend ergeben, die man sonst so komprimiert bisher nicht hatte. Ich habe dazu immer Gelegenheiten vorher schon in den unterschiedlichen Veranstaltungen genutzt. Es bringt natürlich einen Mehrwert, das alles bei einer Veranstaltung zu haben.

Es gab meistens parallele Veranstaltungen, so dass man sich entscheiden musste. Manchmal fiel die Entscheidung schwer; aber diese Vielfalt ist auch ein Vorteil. Das Themenangebot an sich war aber sehr vielseitig.

Eine Trainerin sagte zu mir, dass wir aus dem Westen meistens englische Vorträge verstehen, aber die TuT aus dem Osten meistens russisch sprechen. Vieleicht sollte man einen Simultanübersetzer aus dem Trainerbereich einsetzen?! 

Man hat die ältere Generation auch beachtet. Ich habe vorweg Michael Siegel gebeten, mir einen Platz vorne in der Nähe der Referenten zu reservieren, damit ich ausreichend höre. Er hat daraufhin die Plätze für die Truppe 80+ reserviert. - Beim nächsten Mal sollte man in der Ausschreibung nur TUM und nicht TU führen, da das zwei Paar Schuhe sind. 

Bei den unterschiedlichen Vorträgen, die ich besucht habe, gab es sicherlich qualitative Unterschiede. Ich habe z. B. Christian Kupper als sehr informativ in der metabolischen Herangehensweise empfunden, der auch Tipps von außen sehr gut angenommen hat. Mit seinem Sprachtempo konnte jede/r mitkommen. Ich spreche mich eindeutig für Qualität und nicht für quantitatives Durchprügeln von Inhalten aus. Die jungen Referenten mit Kupper, Oeppert, Klein, Deckert... habe ich ohnehin als sehr ergiebig eingestuft.

Schwierig sind natürlich Referentenausfälle zu handhaben, wenn dann die Organisatoren für Nachschub sorgen müssen, um die Lücken zu füllen. 

Bei der Diskussionsrunde sollte man demnächst darauf achten, dass man aus dem praktischen und wissenschaftlichen Bereich Leute einsetzt, die in unterschiedlicher Form die Dinge sehen - vielleicht auch mal Externe einsetzt. Da fehlte mir etwas der Pepp! Es geht auch um die besten Multiplikatorenfähigkeiten. 

Die Versorgung mit Essen in den kurzen Pausen fand ich sehr ansprechend; auch das generelle Vorhandensein von Getränken war lobenswert. Die Abendveranstaltung am Samstag mit dem guten Essen fand auch eine sehr gute Resonanz. 

Ich fand den Hotelpreis auch sehr moderat, den der DLV vorgeschlagen hat. - Welcher Architekt hat eigentlich die unterschiedlichen Treppenstufen im Hörsaal 1 einbauen lassen? Das habe ich noch nie gesehen. Ich habe mich immer irgendwo festhalten müssen, um nicht aus dem Tritt zu kommen. 

Das Format der Veranstaltung hat Anklang gefunden. Sicherlich wird im Laufe der Zeit auch immer mehr der Bereich der Referenten und Inhalte den Kreis noch erweitert werden. 

Gertrud


RE: CoachSummit in München vom 30.10.-1.11.2026 - runner5000 - 03.11.2026

(Gestern, 00:07)Gertrud schrieb: Welcher Architekt hat eigentlich die unterschiedlichen Treppenstufen im Hörsaal 1 einbauen lassen? Das habe ich noch nie gesehen. Ich habe mich immer irgendwo festhalten müssen, um nicht aus dem Tritt zu kommen. 

Solche seltsamen Treppen gibt es auch in anderen Universitäten zur Genüge. Sowohl in Hörsälen als auch außerhalb. Das scheint ein Hochschulphänomen zu sein.


RE: CoachSummit in München vom 30.10.-1.11.2026 - Gertrud - 03.11.2026

(Gestern, 00:44)runner5000 schrieb:
(Gestern, 00:07)Gertrud schrieb: Welcher Architekt hat eigentlich die unterschiedlichen Treppenstufen im Hörsaal 1 einbauen lassen? Das habe ich noch nie gesehen. Ich habe mich immer irgendwo festhalten müssen, um nicht aus dem Tritt zu kommen. 

Solche seltsamen Treppen gibt es auch in anderen Universitäten zur Genüge. Sowohl in Hörsälen als auch außerhalb. Das scheint ein Hochschulphänomen zu sein.

Mich interessiert der Grund. Ist das Lernpraxis für arhythmische Schulung??? Wink Wink Wink

Insgesamt ist die Einrichtung einer CoachSummit-Veranstaltung wertvoll. Es ist finanziell nur für einige sicherlich viel. Vielleicht denken dann mal AuA bei sehr gutem Verdienst im Leistungssport daran, sich an den Kosten zu beteiligen. Auch die Ersatzteilnahmen im Ausland sind z. B. im Krankheitsfall beim deutschen Termin u.a. sehr kostenintensiv. 

Ich finde eine Gelegenheit, in der Diskussionsrunde mal aus dem Auditorium konträr am Ende zu antworten und sich zu beteiligen, sehr wertvoll. Ich hätte sicherlich Sven Lang trotz seiner wirklich wertvollen Erfolge zu einer Stellungnahme meiner Argumente der Kraftinhalte beim Angleiten und beim Drehstoß bewegen können. Wir kommen ansonsten immer sehr gut miteinander aus. 

Im Leistungssport können 95% hervorragend sein; aber die letzten Prozent im Verletzungsmodus entscheiden oft über die Karriere. Das interessiert mich seit fast vierzig Jahren sehr stark.

Ganz entscheidend ist auch, wie viel "Bewegungskompetenz" die Gruppe um Michael Siegel zu dieser Veranstaltung von der DLV-Obrigkeit erhält. Das scheint zu laufen. Thumb_up In diesen Positionen braucht man Freiheiten und keine Fessel - ich als Heimtrainerin übrigens auch nie und nicht. Dann sind wir alle wertvoll für den DLV.  Wink Thumb_up Man muss sich nicht anpassen, wenn man etwas als falsch empfindet. Zudem gibt es viele Wege nach Rom!!!

Gertrud


RE: CoachSummit in München vom 30.10.-1.11.2026 - Reichtathletik - 03.11.2026

Ich denke die Kosten für die Veranstaltung sind durchaus angemessen. Von Vereinen und Verbänden, die ihre Trainer anstellen und bezahlen sollte man erwarten, dass sie auch entsprechend Fortbildungen bezahlen. Das ist in anderen Berufen in der Wirtschaft ja auch üblich.
Anders sieht es durchaus bei den Ehrentamtlichen aus. Hier braucht es in meinen Augen ohnehin dringend so etwas wie Stipendien oder auch Sporthilfe für diejenigen, die sich wirklich einbringen und was bewegen (wollen).
Die internationalen Veranstaltungen hast du bereits angesprochen. Die sind eigentlich auch hervorragend und es ist seit Jahren verwunderlich festzustellen, dass kaum Deutsche daran teilnehmen. Gerade wer in DLV-Dienst ist, sollte seinerseits dorthin geschickt werden. Ich meine, wer selbst Referent in München war muss seine eigene Fortbildung ja eigentlich wo anders machen oder Wink Eine Idee fände ich auch, wenn diejenigen, die die EA-Summits besuchen, als Dank dafür freien Eintritt beim deutschen Summit erhalten. Weil eigentlich lebt ja viel vom Austausch. Sprich wenn schon keiner zu den EA-Summits geht, dann sollten doch alle interesse daran haben dass diejenigen, die dort hingehen, auch zum deutschen Kongress kommen, um das Wissen dort weiterzugeben Wink

Insgesamt war es in meinen Augen aber eine hervorragende Veranstaltung, die europaweit ihres gleichen sucht. Man kann sicher viel über den DLV schimpfen, auch ich tue das hier ja gelegntlich, aber um sowas beneiden uns im Grunde alle anderen Länder, wo es für Trainer viel schwieriger ist, an Wissen zu gelangen und in den Austausch.

Das einzige was ich mir bei all diesen Fortbildungen wünschen würde wäre eine stärkere Konfrontation mit der, ich nenne es mal, Realität. Da kommen dann hauptamtliche Trainer aus Stützpunkten und Profi-Coaches aus dem Ausland zusammen und reden darüber, was in der Weltspitze so gemacht wird. Das ist sicherlich immer spannend und inspirierend. Aber ich gehe stets nach Hause und denke mir, das Problem liegt ja weit davor. Wir müssten viel mehr über die Fälle reden, in denen es nicht klappt. Es fehlt eigentlich stets ein Advocatus Diaboli, der erklärt, warum man in Stadt XY das, was in z.B. Frankfurt gemacht wird, nicht machen kann und dann sollte es gemeinsam darum zu gehen zu fragen: Gibt es Wege, es zu ermöglichen? Gibt es Alternativen?
Wenn wir die Leichtathletik in Deutschland voranbringen wollen, sollten nicht nur die Trainer in der "Peripherie" wie du so oft sagst, erfahren, was in den Hotspots passiert, sondern auch die Trainer der Hotspots Einblicke in die Peripherie bekommen.
Als Trainer mit weniger Mitteln geht man oft nach Hause und denkt sich: Ich liebe es, Wissen anzueignen, aber um efolgreich zu sein, wäre es leider oft wichtiger, weniger Zeit in Trainerwissen zu investieren und das Geld stattdessen direkt auf die Konten der Sportler zu überweisen :/


RE: CoachSummit in München vom 30.10.-1.11.2026 - Gertrud - 03.11.2026

Wir sind Weltmeister in der Durchführung von Veranstaltungen. Jetzt müssten wir nur noch Weltmeister in der Praxis bei den Athletenerfolgen werden. Wink Thumb_up Da gibt es enorme Defizite. Es kann sich aber etwas entwickeln, wenn man einige Institutionen verzahnt. Es gibt Landesverbände, die sich diese Verzahnung vehement und konsequent auf die Fahnen geschrieben haben. Es finden bemerkenswerte Aktionen in der Fortbildung der TuT in der Peripherie auch gemeinsam mit den Schützlingen statt. Davon profitieren im Endeffekt auch die Großvereine in der Nähe der OSP.

Gertrud