Leichtathletikforum.com
Germany Athletics - Druckversion

+- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com)
+-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1)
+--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2)
+--- Thema: Germany Athletics (/showthread.php?tid=5984)



RE: Germany Athletics - OldSchoolRunner - 09.10.2026

(09.10.2026, 15:06)Läufer 800m schrieb:
(09.10.2026, 12:12)OldSchoolRunner schrieb:
(09.10.2026, 11:52)Läufer 800m schrieb: Ganz ehrlich, wenn die Athleten darin keine Vorteil sehen würden, würden sie nicht dorthin wechseln. Zur Zeit hat das Konzept Zulauf, daher sollten sich alle traditionellen Vereine halt dann doch Fragen, machen wir etwas falsch in der traditionellen Struktur?

Wenn es an der traditionellen Struktur liegt, dann gebe ich Dir recht.

Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass es genügend Athleten gibt, die vor allem aufgrund finanzieller Anreize zu den Athletics-Vereinen wechseln. Und da wäre ich in der Beurteilung vorsichtiger, denn nicht jeder traditionelle Verein kann sich einen Mäzen (und so würde ich Claus Dethloff u.a. bezeichnen) aus dem Hut zaubern.

Das Vereine sich die finanzielle Unterstützung nicht leisten können gehört auch zu den Strukturen. Daher, wenn sie ansonsten halt alles strukturell richtig machen aber finanziell nicht mithalten können, dann ist in einer offenen Gesellschaft halt auch möglich zu wechseln.  Tatsächlich ist es aber auch so, das insbesondere bei kleineren Vereinen oftmals die ganze Organisation von einem oder zwei Personen abgewickelt werden, wenn die die Segel streichen, dann greift man halt auf die zurück, und wenn es einige Mäuse auch noch gibt, dann ist das oK. Ich finde die Diskussion halt über die Person, des Gründer , der im Video auch bei mir ziemlich schlecht rüberkommt, für Fehl am  Platze. Haben die traditionalisten etwa Angst das er ihnen die Spitzenathleten abspenstig macht.  Oder ist es doch dann nur die Antipathie der Person gegenüber ? Wie diesen Meinungsaustausch empfinde ich sein Konzept auch als einen Bestandteil eines Wettkampfes um Athleten in der Leichtathletik und um Strukturen die halt immer nach besseren Lösungen suchen. Sollte sich das als wirkliche Nullnummer entpuppen dann werden die Athleten auch wieder Wechsel. Aber einen Anlass mal über die deutschen Strukturen nachzudenken sehe ich dadurch schon geben.

Lass es mich anders formulieren: wo siehst Du denn die Bereiche, die die Athletics-Clubs besser machen als die traditionellen Vereine? Was könnten etablierte Vereine nicht, wenn Du ihnen einen Millionär zur Unterstützung an die Seite stellst? Hätten z.B. die Running Gags bei Höchstadt bleiben können, wenn ein Sponsor für die nächsten Jahre jährlich 50.000-100.000 Euro zur Verfügung gestellt hätte?
Die Fragen haben wirklich nichts mit Neid angesichts der finanziellen Möglichkeiten zu tun, sondern es geht mir darum zu verstehen, wo Du den konzeptionellen Unterschied siehst, der für Athleten attraktiv ist. Mir ist es dabei auch egal, ob ich Claus Dethloff sympathisch finde oder nicht. Deswegen diskutiere ich auch nicht in erster Linie darüber, sondern was traditionelle Vereine denn wirklich lernen könnten.

Als Ergänzung: Natürlich ist es aus Athletensicht legitim, sich für ein gutes finanzielles Angebot zu entscheiden und manchmal sogar Voraussetzung, den Leistungssport weiter betreiben zu können. Die möglichen Risiken, wenn man sich als Athlet zu sehr auf das Finanzielle beschränkt, hat Reichathletik schon genannt.


RE: Germany Athletics - Läufer 800m - 11.10.2026

(09.10.2026, 17:06)OldSchoolRunner schrieb:
(09.10.2026, 15:06)Läufer 800m schrieb:
(09.10.2026, 12:12)OldSchoolRunner schrieb:
(09.10.2026, 11:52)Läufer 800m schrieb: Ganz ehrlich, wenn die Athleten darin keine Vorteil sehen würden, würden sie nicht dorthin wechseln. Zur Zeit hat das Konzept Zulauf, daher sollten sich alle traditionellen Vereine halt dann doch Fragen, machen wir etwas falsch in der traditionellen Struktur?

Wenn es an der traditionellen Struktur liegt, dann gebe ich Dir recht.

Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass es genügend Athleten gibt, die vor allem aufgrund finanzieller Anreize zu den Athletics-Vereinen wechseln. Und da wäre ich in der Beurteilung vorsichtiger, denn nicht jeder traditionelle Verein kann sich einen Mäzen (und so würde ich Claus Dethloff u.a. bezeichnen) aus dem Hut zaubern.

Das Vereine sich die finanzielle Unterstützung nicht leisten können gehört auch zu den Strukturen. Daher, wenn sie ansonsten halt alles strukturell richtig machen aber finanziell nicht mithalten können, dann ist in einer offenen Gesellschaft halt auch möglich zu wechseln.  Tatsächlich ist es aber auch so, das insbesondere bei kleineren Vereinen oftmals die ganze Organisation von einem oder zwei Personen abgewickelt werden, wenn die die Segel streichen, dann greift man halt auf die zurück, und wenn es einige Mäuse auch noch gibt, dann ist das oK. Ich finde die Diskussion halt über die Person, des Gründer , der im Video auch bei mir ziemlich schlecht rüberkommt, für Fehl am  Platze. Haben die traditionalisten etwa Angst das er ihnen die Spitzenathleten abspenstig macht.  Oder ist es doch dann nur die Antipathie der Person gegenüber ? Wie diesen Meinungsaustausch empfinde ich sein Konzept auch als einen Bestandteil eines Wettkampfes um Athleten in der Leichtathletik und um Strukturen die halt immer nach besseren Lösungen suchen. Sollte sich das als wirkliche Nullnummer entpuppen dann werden die Athleten auch wieder Wechsel. Aber einen Anlass mal über die deutschen Strukturen nachzudenken sehe ich dadurch schon geben.

Lass es mich anders formulieren: wo siehst Du denn die Bereiche, die die Athletics-Clubs besser machen als die traditionellen Vereine? Was könnten etablierte Vereine nicht, wenn Du ihnen einen Millionär zur Unterstützung an die Seite stellst? Hätten z.B. die Running Gags bei Höchstadt bleiben können, wenn ein Sponsor für die nächsten Jahre jährlich 50.000-100.000 Euro zur Verfügung gestellt hätte?
Die Fragen haben wirklich nichts mit Neid angesichts der finanziellen Möglichkeiten zu tun, sondern es geht mir darum zu verstehen, wo Du den konzeptionellen Unterschied siehst, der für Athleten attraktiv ist. Mir ist es dabei auch egal, ob ich Claus Dethloff sympathisch finde oder nicht. Deswegen diskutiere ich auch nicht in erster Linie darüber, sondern was traditionelle Vereine denn wirklich lernen könnten.

Als Ergänzung: Natürlich ist es aus Athletensicht legitim, sich für ein gutes finanzielles Angebot zu entscheiden und manchmal sogar Voraussetzung, den Leistungssport weiter betreiben zu können. Die möglichen Risiken, wenn man sich als Athlet zu sehr auf das Finanzielle beschränkt, hat Reichathletik schon genannt.
was Vereine besser machen können, ist das klein geistige Vereinsdenken beizulegen. In meiner Region gibt es zwei Leichtathtletikvereine, der eine hat eine Halle  mit guten Geräten, der andere einen modernisierte Laufbahn. Beide haben vieles auf Eigeninitiative angeschafft oder sich um die Förderung gekümmert, zu recht können sie stolz darauf sein, aber gleichzeitig herrscht ein übergroßer Konkurrenzkampf, einer gönnt dem anderen Nichts. Natürlich ist die ab und Ausgrenzung viel personenabhängig, und leider überträgt sich diese Konkurrenzkampf. Anstatt die Reccourcen zusammenzulegen wird zu oft gegeneinander gearbeitet.  Das ist Problem aus der Vereinsmeierei für den Breiten und Nachwuchssport, aber taugt als ein Hinweis was so schiefläuft....


RE: Germany Athletics - S_J - 11.10.2026

(11.10.2026, 13:49)Läufer 800m schrieb: was Vereine besser machen können, ist das klein geistige Vereinsdenken beizulegen. In meiner Region gibt es zwei Leichtathtletikvereine, der eine hat eine Halle  mit guten Geräten, der andere einen modernisierte Laufbahn. Beide haben vieles auf Eigeninitiative angeschafft oder sich um die Förderung gekümmert, zu recht können sie stolz darauf sein, aber gleichzeitig herrscht ein übergroßer Konkurrenzkampf, einer gönnt dem anderen Nichts. Natürlich ist die ab und Ausgrenzung viel personenabhängig, und leider überträgt sich diese Konkurrenzkampf. Anstatt die Reccourcen zusammenzulegen wird zu oft gegeneinander gearbeitet.  Das ist Problem aus der Vereinsmeierei für den Breiten und Nachwuchssport, aber taugt als ein Hinweis was so schiefläuft....

Ach, das findet sich ja auch innerhalb von Vereinen bei Trainingsgruppen. Auch wenn ich einige sehr gut organisierte Vereine kennenlernen durfte, habe ich bisweilen den Eindruck, dass an vielen Orten Leistungen nicht wegen sondern trotz der Vereinsstrukturen entstehen...

Mein Eindruck ist, dass Vereine, LG's oder auch Regionen dann gut funktionieren, wenn es eine Leitungsebene gibt, die neutral und im Interesse des Sports agiert und die auch die Macht bzw. den Respekt hat, Entscheidungen durchzusetzen und Streitigkeiten und Missgunsten beizulegen, die sicherlich überall auftreten werden.

Wenn sich gegenseitig Athleten abgeworben werden oder immer nur ein Verein oder Trainingsgruppe Förderung erhält, bzw. diese Entscheidungen intransparent sind, ist das schwierig.

Ich denke, dass in diesen Punkten GA durchaus das Potenzial hat, zu punkten

Was mir aber dort noch fehlt, aber wo auch die meisten traditionellen Vereine (nicht alle wohlgemerkt!) momentan schwächeln, ist ein gutes Konzept um Nachwuchs in den Bereichen Training, Vereinsmanagement und insbesondere auch Kampfrichterwesen zu gewinnen und zu fördern.


RE: Germany Athletics - Reichtathletik - 11.10.2026

Zitat:was Vereine besser machen können, ist das klein geistige Vereinsdenken beizulegen. In meiner Region gibt es zwei Leichtathtletikvereine, der eine hat eine Halle mit guten Geräten, der andere einen modernisierte Laufbahn. Beide haben vieles auf Eigeninitiative angeschafft oder sich um die Förderung gekümmert, zu recht können sie stolz darauf sein, aber gleichzeitig herrscht ein übergroßer Konkurrenzkampf, einer gönnt dem anderen Nichts. Natürlich ist die ab und Ausgrenzung viel personenabhängig, und leider überträgt sich diese Konkurrenzkampf. Anstatt die Reccourcen zusammenzulegen wird zu oft gegeneinander gearbeitet. Das ist Problem aus der Vereinsmeierei für den Breiten und Nachwuchssport, aber taugt als ein Hinweis was so schiefläuft....

Aber genau das erleben wir doch auch mit den meisten Athletics-Clubs. Die haben oft erstmal die Athleten und zum Teil die Trainer oder Sportanlagen, Athletics das Geld. Wenn man jetzt einfach den Standort und die Athleten vor Ort fördern will, könnte man ja auch einfach als Sponsor auftreten. Aber nein, man macht einen eigenen Verein, versucht die Athleten mit bwsserer Bezahlung zu bekommen und erzählt dann es sei Kooperation, was aber oft nichts anderes bedeutet als: Ihr trainiert weiter in anderen Vereinen oder individuell.


RE: Germany Athletics - Läufer 800m - 13.10.2026

(11.10.2026, 16:29)Reichtathletik schrieb:
Zitat:was Vereine besser machen können, ist das klein geistige Vereinsdenken beizulegen. In meiner Region gibt es zwei Leichtathtletikvereine, der eine hat eine Halle mit guten Geräten, der andere einen modernisierte Laufbahn. Beide haben vieles auf Eigeninitiative angeschafft oder sich um die Förderung gekümmert, zu recht können sie stolz darauf sein, aber gleichzeitig herrscht ein übergroßer Konkurrenzkampf, einer gönnt dem anderen Nichts. Natürlich ist die ab und Ausgrenzung viel personenabhängig, und leider überträgt sich diese Konkurrenzkampf. Anstatt die Reccourcen zusammenzulegen wird zu oft gegeneinander gearbeitet. Das ist Problem aus der Vereinsmeierei für den Breiten und Nachwuchssport, aber taugt als ein Hinweis was so schiefläuft....

Aber genau das erleben wir doch auch mit den meisten Athletics-Clubs. Die haben oft erstmal die Athleten und zum Teil die Trainer oder Sportanlagen, Athletics das Geld. Wenn man jetzt einfach den Standort und die Athleten vor Ort fördern will, könnte man ja auch einfach als Sponsor auftreten. Aber nein, man macht einen eigenen Verein, versucht die Athleten mit bwsserer Bezahlung zu bekommen und erzählt dann es sei Kooperation, was aber oft nichts anderes bedeutet als: Ihr trainiert weiter in anderen Vereinen oder individuell.
das stimmt wohl ist wie in der Politik, die alternative ist dann halt doch keine alternative, die Problem sind immer noch da


RE: Germany Athletics - Reichtathletik - 16.10.2026

Jennifer Hauke "wechselt" von Hamburg Athletics zu Cologne Athletics. Das ist dann der dritte Athletics-Club in drei Jahren. Tatsächlicher Wohnsitz ist Südafrika. Geht wohl immer darum, Staffeln zusammenzubauen, was im Fall Hamburg offenkundig nicht geklappt hat, wenn man sich vorher nicht an einem Ort treffen kann, um eine Quali zu laufen.
Kann ich sportlich zwar nachvollziehen, steht für mich aber im großen Widerspruch zu Plänen wie einer Leichtathletik-Liga und Aussagen, dass man die lokale Identität stärken und hervorheben will.