Leichtathletikforum.com
(Über)Kommerzialisierung der Leichtathletik? - Druckversion

+- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com)
+-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1)
+--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2)
+--- Thema: (Über)Kommerzialisierung der Leichtathletik? (/showthread.php?tid=6399)

Seiten: 1 2 3 4 5 6


RE: (Über)Kommerzialisierung der Leichtathletik? - Atanvarno - 31.12.2025

(31.12.2025, 16:45)S_J schrieb: In diesem Artikel aus 2024 stehen ein paar möglicherweise seriösere Werte.

Auch das ist nur ein educated guess/geraten. So gut wie kein Athlet legt die Summen aus seinen Sponsoren- und Ausrüsterverträgen offen.

Hier gibt's noch mehr Spekulationen

Wie hoch ist das Gehalt eines Spitzenleichtathleten


RE: Germany Athletics - Roy Schmidt - 31.12.2025

(31.12.2025, 08:14)mariusfast schrieb:
(31.12.2025, 00:56)Artell00 schrieb:
(30.12.2025, 22:00)Roy Schmidt schrieb: Also ich muss wirklich sagen, dieser Thread ist in ganz komische Bahnen gelangt. Das wird beim lesen ja von Seite zu Seite immer schlimmer.

und es geht auch schon lange nicht machen um das Thema des Titels.

Aber schön, dass GA so viel Ansatzmöglichkeiten bietet, um über Leichtathletik und Sport zu schwadronieren, zeigt es doch, dass es irgendwas getroffen hat.

C.D. sagt ja selbst, dass die deutsche LA am Ende  ist und grundlegend auf dem falschen Weg war. Von daher ist es logisch, dass es da schwer ist, das Thema einzugrenzen. 

Die Kommenare von Artell und Roy Schmidt haben m.E. überhaupt keinen Mehrwert und sind genauso wie einige der Kommentare von Reichtathletik, in die Schublade "Parteilichkeit" einzuordnen. Sagt einfach was denn genau auf "ganz komische Bahnen gelangt ist" und wieso?  Ansonsten hat das einen ganz komischer Beigeschmack, wenn GA Mitglieder hier vorgeben wollen über was hier geschrieben werden darf.
Mein letzter Kommentar zum eigentlichen Thema des ursprünglichen Threads ist ja auch schon einige Zeit her, da ich gemerkt habe das es nicht zielführend ist. Ich habe versucht nicht zu parteiisch zu sein und zu argumentieren aber wenn man 10x vs die selben Sachen argumentieren muss, fällt das zunehmend schwerer. 

Mein eigentliches Unverständnis gilt aber der letzten Abweichung des Threads. Hier wird verurteilt, dass sich Athleten in Zeiten, wo 1000 Euro Miete für eine durchschnittliche Wohnung und 150 Euro für den Wocheneinkauf für eine Person normal geworden sind, sich nicht von Luft und Liebe ernähren und Möglichkeiten suchen Geld mit ihrem Job (und ja Leistungssport ist ein verdammter Job) zu verdienen.
Ich bin selbst ein konservativer Mensch aber da sind Leute wirklich komplett in der Zeit stehen geblieben.


RE: (Über)Kommerzialisierung der Leichtathletik? - Garl - 31.12.2025

Dem kann ich nur zustimmen. Gleiches trifft auf die ganzen ehrenamtlichen Trainer zu. Es sind eben andere Zeiten und wie hier schon oft beschrieben, können es sich heute immer weniger Personen überhaupt leisten solch ein zeitinvestives Hobby zu betreiben. Und soweit ich die Entwicklung der Leichtathletik sehe, wird i.A. weiter darauf gebaut, dass es diese Personen (Trainer, Athleten, Kampfrichter etc.) geben wird und man einfach hofft so konkurrenzfähig zu bleiben/werden... ich vermute international wird es ohne mehr Geld im System kaum gelingen (abgesehen von Einzelfällen - wie Weber/Mihambo - und Abwanderung an die US-Unis)


RE: (Über)Kommerzialisierung der Leichtathletik? - S_J - 31.12.2025

Wenn "durchschnittliche" und "normale" Ausgaben für die Lebenshaltung bereits das zweifache des Bafög-Höchstsatzes betragen, dann sollte jedem klar sein, dass man das Problem nicht durch ein Taschengeld von Vereinsseite lösen kann, sondern sich grundsätzlich Gedanken darüber machen muss, wie man dafür sorgt, dass während der Schul- und Studiumszeit die Selektion nach Talent und nicht dem sozio-ökonomischen Hintergrund erfolgt.

Wenn Leistungssport nur noch für Eliten möglich ist, die sich über den Sport finanzieren können / wollen, dann reduziert man den möglichen Talentpool enorm.

Möglicherweise ist die (Über)Kommerzialisierung Ausdruck einer unaufhaltbaren gesamtgesellschaftlichen Entwicklung; aber möglicherweise kann man auch viel auf Bundes-, Landes- und Vereinsebene dafür tun, dass auch Amateursport auf hohem Niveau niedrigschwellig und inklusiv möglich bleibt bzw. ermöglicht wird.