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Johanna Martin geht in die NCAA (University of Texas) - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Johanna Martin geht in die NCAA (University of Texas) (/showthread.php?tid=6393) |
RE: Johanna Martin geht in die NCAA (University of Texas) - S_J - 20.12.2025 (20.12.2025, 22:54)Befürworter schrieb: nahezu einzige Qualifikationsmöglichkeit für Olympia Die hat sie doch auch im NCAA-Finale und jedem anderen Meeting ![]() Mit 51,55 dieses Jahr wird sie die 51,50 bis dahin doch hoffentlich im Schlaf laufen. Und idealerweise hat sie sich dann auch entsprechend entwickelt, dass es nicht dabei bleibt
RE: Johanna Martin geht in die NCAA (University of Texas) - MikeStar - 20.12.2025 Am besten wäre es natürlich wenn die Verbände versuchen würden die wichtigen Termine nicht aufeinanderzulegen, damit wäre allen Sportlern am meisten geholfen. RE: Johanna Martin geht in die NCAA (University of Texas) - trackwatchnds - 21.12.2025 Ich verstehe die Diskussion hier gerade ehrlich gesagt nicht so richtig. Die US-Universitäten investieren über ein Athletic Scholarship etwa 250.000 - 300.000 $ pro Kopf in ihre Athlet:innen. Da ist es doch nur logisch, dass diese vollumfänglich für die Uni eingesetzt werden sollen. Weiß auch jeder, der einen Studienplatz dort annimmt. Das ist zumindest mal finanzielle Wertschätzung in einem absoluten Top-Umfeld. Hier hingegen brauchen wir über die Situation an den Universitäten mit in der Regel mangelhafter Vereinbarkeit von Leistungssport und akademischer Realität nicht zu sprechen. Der DLV ist doch einer Universität, noch dazu im Ausland, nicht weisungsbefugt und fordert für seine "Förderung" sogar selbst noch Geld ein, sofern die PotAS-Platzierung nicht für Förderkategorie I ausreicht. Ich weiß nicht, ob allen bewusst ist, dass für die verbindlichen - laut Deklaration vorausgesetzten - Staffelmaßnahmen (Ausland TL) Kosteneigenbeteiligungen in vierstelliger Höhe fällig werden. Dafür gibt es selbstredend keine Zugeständnisse und Sicherheiten. Das ist eigenes Risiko und nicht adäquate Repräsentanz. Für die richtig wichtigen Nationenkämpfe wird ja auch abgestellt. Die Longhorns hatten bei den OS in Paris 30 Starter (aktuell studierende oder Alumnis) aus 16 verschiedenen Ländern die insgesamt 16 Medaillen gewonnen haben. Eine andere Kragenweite als World Relays oder gar Berglauf-WMs. RE: Johanna Martin geht in die NCAA (University of Texas) - Reichtathletik - 21.12.2025 Ich hab das Thema aufgegriffen weil mich ganz grundsätzlich ärgert wie klein sich die deutsche Leichtathletik macht bzw machen muss. In den meisten Sportarten ist es Ehre und Verpflichtung für Deutschland zu starten. In der LA sind wir mittlerweile so runter gewirtschaftet dass eventuell sich eine ganze Staffel nicht zu einer WM qualifiziert (was auch anderen die WM-Teilnahme verweigert und damit Förder- und Sponsorengelder und womöglich damit die Entwicklung) weil die besten für ihre Hochschule in den USA laufen müssen. Ich finde es aus der deutschen Provinzbrille kränkend, dass eine Freistellung nicht selbstverständlich ist. Vielleicht wird es sie aber ja auch geben. Ich denke nur grundsätzlich ist es merkwürdig wie oft sich die deutsche LA klein macht (zb auch wenn es um Stadien geht), während man auf "schwächere" regelmäßig drauf haut als wäre man die Inquisition... Kleines Beispiel auch zum Thema Staffeln: die 3x800/3x1000m der Frauen/Männer in der Halle finden bei den DM Jugend dieses Jahr am Freitagabend (!) statt. Bedeutet für Berufstätige zwei Urlaubstage! Und die bekommst du auch nicht in jedem Job. Unsere Staffel wird deshalb zB vermutlich nicht laufen können. Und dann bekommst du als Trainer/Verein/Athlet wieder das Gegenargument: Ja, aber so viel Engagement muss man schon erwarten können, arbeitet mal daran dass ihr professioneller werdet. Und gleichzeitig darfst du dann sehen wir unsere "Profis" ihren WK-Kalender nicht mit Einsätzen für Deutschland abgestimmt bekommen... RE: Johanna Martin geht in die NCAA (University of Texas) - Befürworter - 21.12.2025 Die ganze Diskussion ist völlig irrelevant, weil die World Relays 2028 am 22. und 23. April stattfinden, die First Round der NCAA aber wie immer erst Ende Mai. Und selbst wenn es eine Kollision geben und das College sie nicht freistellen würde, könnte Johanna Martin immer "Tschüssikowski" sagen und mit ihren Credits an ein anderes College oder eine Universität irgendwo auf der Welt wechseln, falls man sonst mit der Frauen- und Mixed-Staffel die Teilnahme an den Olympischen Spielen riskieren sollte. RE: Johanna Martin geht in die NCAA (University of Texas) - runner5000 - 21.12.2025 (21.12.2025, 09:54)Befürworter schrieb: Die ganze Diskussion ist völlig irrelevant, weil die World Relays 2028 am 22. und 23. April stattfinden, die First Round der NCAA aber wie immer erst Ende Mai. Selten so einen ahnungslosen Post zu diesem Thema gelesen. NCAA Athleten stehen bis zu den Nationals im Juni für nichts anderes zur Verfügung. Und nur, weil die First Round erst Ende Mai ist, heißt das doch nicht, dass vorher keine Wettkämpfe sind. Smilla Kolbes Wettkampfplan in diesem Jahr ist ein gutes Beispiel für einen typischen NCAA Ablauf. 14/15.3 Nationals Halle 5.4 1. Outdoor Wettkampf Weitere Wettkämpfe am 18/19.4, 3.5, 15.5, dann Round 1 am 29.5/31.5 und Nationals am 12/14.6. Wo soll da Platz sein für eine Reise durch die halbe Welt zu den World Relays? Nirgends. Das würde keine Uni genehmigen und wie vorher schon richtig erläutert wurde, ist auch keine Uni in der NCAA auf jemanden wie Johanna Martin angewiesen, d.h. sie besitzt das Druckmittel, woanders hingehen zu können, wenn man sie nicht freistellt, eben nicht. RE: Johanna Martin geht in die NCAA (University of Texas) - Reichtathletik - 21.12.2025 Wir verlangen also von Athleten in D eine sinnvolle Wettkampfplanung und nominieren sie sonst nicht, in den USA dürfen sie aber fremdbestimmt jeden Kack machen? Also I'm Umkehrschluss: Wenn Hendrick Pfeiffer den Wings for Life Lauf von einer US-Uni vorgeschrieben bekommen hätte, wäre er zur WM gefahren? RE: Johanna Martin geht in die NCAA (University of Texas) - Freaky - 21.12.2025 (20.12.2025, 22:33)MikeStar schrieb: Naja, der DLV hätte ja die Möglichkeit recht "einfach" zu steuern. Guter Plan, da das höchstwahrscheinlich vor allem die Athleten treffen würde, die am Ehesten Chancen auf Medaillen haben. Tut dem DLV bestimmt gut, wenn man im Zweifel die wenigen Medaillenchancen die man hat, dann auch noch bestraft. Den Aufschrei hätte ich mir gerne gegeben, wenn man beispielsweise einem Neugebauer als neuer DR-Halter die Teilnahme in Budapest verboten hätte, weil er bei der DM in dem Jahr nicht teilgenommen hat. RE: Johanna Martin geht in die NCAA (University of Texas) - Freaky - 21.12.2025 (21.12.2025, 10:42)Reichtathletik schrieb: Wir verlangen also von Athleten in D eine sinnvolle Wettkampfplanung und nominieren sie sonst nicht, in den USA dürfen sie aber fremdbestimmt jeden Kack machen? Also I'm Umkehrschluss: Wenn Hendrick Pfeiffer den Wings for Life Lauf von einer US-Uni vorgeschrieben bekommen hätte, wäre er zur WM gefahren? Berichtige mich wenn ich falsch liege, aber ist dein Beispiel nicht unpassend, weil Pfeiffer eh nicht die Normierungsrichtlinien erfüllt hat? RE: Johanna Martin geht in die NCAA (University of Texas) - MikeStar - 21.12.2025 (21.12.2025, 11:10)Freaky schrieb:(20.12.2025, 22:33)MikeStar schrieb: Naja, der DLV hätte ja die Möglichkeit recht "einfach" zu steuern. Ist mir durchaus bewußt... bringt aber u.U. die Vereine / Unis in Zugzwang, wenn sie plötzlich weniger Athleten bei den prestigeträchtigen Wettbewerben haben. Kann natürlich nach hinten losgehen, wenn die betroffenen Athleten nicht "wichtig" genug sind und die Uni (in diesem Fall) sagt "ist mir egal". Die Konflikte um Abstellpflicht gibt es in anderen Sportarten ja auch. Problematisch wird es ja meist nur dann, wenn es statt zu gemeinsamen Konsens wieder mal zu Machtspielchen kommt, siehe z.B. Fußball. Was den "Reisestress" betrifft... sorry, aber wenn man sieht wie in anderen Profisportarten teilweise um diie Welt gereist wird, sollte das für Leichtathleten im Internationalen Bereich doch auch mal möglich sein, einen Kurztrip zu machen. Wenn das frühzeitig bekannt ist, kann man auch die Trainingsbelastung entsprechen steuern und darauf abstimmen. |