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Sport als Beruf - Passion oder Quälerei - Druckversion

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+--- Thema: Sport als Beruf - Passion oder Quälerei (/showthread.php?tid=6376)

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RE: Sport als Beruf - Passion oder Quälerei - mariusfast - 04.11.2025

(02.11.2025, 17:43)Diak schrieb:
(02.11.2025, 16:06)mariusfast schrieb: Da sehe ich aber eher das Problem in der Profession der Psychologie, die ja quasi im Sport unhinterfragt die Monopolstellung hat, wenn der Sportler irgendein Problem hat. Es wird zwar versucht dysfunktionale Denkmuster (die möglicherweise soziologisch entstanden sind) bei der Person zu verändern. Aber letztlich versucht ein Psychologe den Sportler zu verändern bzw. Strategien zu finden im Umgang damit, womit ja quasi m.E. die Annahme verbunden ist, dass dieser das Problem ist, womit eine defizitäre Sichtweise auf den  Sportler projiziert wird. Zudem werden dadurch die strukturellen Umstände, also wie du es formulierst ein angenehmes Klima, nicht angegangen.

ui ui ui. Das lies doch vielleicht noch mal selbst und prüfe vorsichtig, ob Du Dich da etwas verrant haben könntest?

 
was meinst du eigentlich? 


Mein Text bezog sich auch grundsätzlich auf Psychologen 

Die Problematik mit Krankheit oder wie hier genannt wurde mildere Ausdrucksformen wie  (negativ konnotierte) "Charakterstrukturen oder - Eigenschaften" wie bspw. hier aufgezählt wurde wie bspw. Narzissmus ist ja nichts was ich erfunden habe. Deshalb wurde ja auch neben dem bio-medizinischen Erklärungsmodell von Krankheit noch weitere wie das Soziale oder als Mischung das bio-psycho-soziale Ergänzt, die noch weitere Professionen miteinschließen und auch berücksichtigen was überhaupt als "Normal" (bspw. nach dem bio-medizisnischen Modell ist Krankheit neben dem Leidensdruck eine Abweichung der Normalität) gilt in einer Gesellschaft und dies ggf. in Frage stellen u.v. auch nicht nur den Fokus auf eine einzelne Person legen, sondern die Ursache in der Gesellschaft sehen. 

Ich persönlich kann auch grundsätzlich sehr viel Positives aus der Sportpsychologie ziehen und denke auch, dass es keinem schadet mit einer positiveren Denkweise an Dinge zu gehen. Mit Charaktereigenschaften hingegen kann ich grds. eher weniger anfangen, da eine Person natürlich in unterschiedlichen sozialen Rollen (mal ist diesselbe Person introvertiert in anderen Rollen extrovertiert) und in asymmetrischen Beziehungen agiert.


RE: Sport als Beruf - Passion oder Quälerei - Diak - 05.11.2025

(04.11.2025, 18:33)mariusfast schrieb:
(02.11.2025, 17:43)Diak schrieb: ui ui ui. Das lies doch vielleicht noch mal selbst und prüfe vorsichtig, ob Du Dich da etwas verrant haben könntest?
 
was meinst du eigentlich? 

Zitat:Da sehe ich aber eher das Problem in der Profession der Psychologie, die ja quasi im Sport unhinterfragt die Monopolstellung hat, wenn der Sportler irgendein Problem hat. 

hat sie nicht, viele arbeiten auch mit Mentalcoaches oder nur ihrer Trainerin oder mit Mutti. Der Satz klingt, als mischte sich da jemand über Gebühr ein.

Zitat:Aber letztlich versucht ein Psychologe den Sportler zu verändern bzw. Strategien zu finden im Umgang damit, womit ja quasi m.E. die Annahme verbunden ist, dass dieser das Problem ist, womit eine defizitäre Sichtweise auf den  Sportler projiziert wird. 

Hier ist das Gegenteil richtig, wie ja weiter unten aufgeführt wurde. Jeder Psychologe (wenn wir davon absehen mögen, dass jede Verallgmeinerung falsch ist) hat das Ziel, dem Klienten zu sich selbst zu verhelfen. 

Für mich laß sich Dein Beitrag wie eine verärgerte Generalabrechnung mit der Profession, der plausible Argumente fehlten, aber das hast Du ja dankenswerterweise negiert, insofern mea culpa, falls nun widerum ich Dir Falsches unterstellt haben mag.