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Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah (/showthread.php?tid=6595) |
RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Roy Schmidt - 02.09.2026 (02.09.2026, 17:09)CoachnEngineer schrieb:(02.09.2026, 16:15)Rawal schrieb:(02.09.2026, 07:20)Atanvarno schrieb:(02.09.2026, 05:55)Roy Schmidt schrieb: Das ist in der Theorie alles gut und schön aber in der Praxis einfach schwer umsetzbar. Dann würde es Misstests hageln. Man muss immer mit Kontrollen rechnen und es gibt auch kein richtiges Muster. (mit Ausnahmen von 22-6 Uhr aber auch das scheint sich ja langsam zu ändern) Ich verstehe die Bedenken, wenn sich der Kontrolleur ankündigt, da man sich quasi aus einem zweiten Ausgang irgendwo verdünnisieren oder Verschleierungsmittel zu sich nehmen kann; was man sicherlich immer am Mann hat :^) Wenn man aber mal weiterdenkt ist diese Angst eigentlich unbegründet, da eben der Athlet immer unangekündigt kontrolliert werden kann. Wenn man etwas Illegales genomen hat, kann man sich ja schlecht drauf verlassen, dass der Kontrolleur genau dort kontrolliert, wo man einen Fluchtweg hat und er anrufen muss um dich zu finden. Er kann ja auch einfach an der Haustür stehen oder beim Training auf einmal neben dir. Ich persönlich finde den potenziellen Anruf und die Zeitspanne bis zum Zusammentreffen weniger problematisch. Klar besteht in Einzelfällen immer ein Restrisiko aber wer professionell dopt, der hat sicherlich eine Strategie gegen unangekündige Kontrollen, egal ob mit Anruf oder ohne. Die größeren Probleme liegen wo ganz anders. Ein weltweit einheitliches System und einheitliche Standards bei Kontrollen wären ein Anfang. RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - TranceNation 2k14 - 02.09.2026 Ab wann weiß man eigentlich ob eine Blut- oder Urinprobennahme wartet? Da würde nämlich bei legalen "Verschleierungsmitteln" relativ schnell eine 50/50 Chance geben dass es nach hinten losgeht... RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - dominikk85 - 02.09.2026 Wäre "testsicheres" micro dosing für normale Leichtathleten überhaupt zu leisten? Ein duplantis oder kupchoge könnte sich das sicher leisten, aber ich würde vermuten für einen durchschnittlichen Kader athlet wäre das Risiko viel zu groß weil da finanziell gar nicht die engmaschige ärztliche Betreuung drin ist um die level wirklich exakt abzustimmen. RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Roy Schmidt - 03.09.2026 (02.09.2026, 20:27)TranceNation 2k14 schrieb: Ab wann weiß man eigentlich ob eine Blut- oder Urinprobennahme wartet? Da würde nämlich bei legalen "Verschleierungsmitteln" relativ schnell eine 50/50 Chance geben dass es nach hinten losgeht... Das weiß man meistens erst, wenn man den Kontrolleur sieht. Zumindest bei mir war es so, da bei Blutkontrollen ein anderer Kontrolleur kam. Nicht jeder darf Blut entnehmen. RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Diak - 03.09.2026 (02.09.2026, 22:52)dominikk85 schrieb: Wäre "testsicheres" micro dosing für normale Leichtathleten überhaupt zu leisten? die muss aber so engmaschig nicht sein, klar gibt es individuelle Unterschiede, aber so Näherungswerte von: Zeug x ist y Stunden nachweisbar scheinen mir ziemlich vergleichbar, die geschätzten Mediziner:innen unter uns mögen mich korrigieren... RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 03.09.2026 (02.09.2026, 00:09)muffman schrieb: Welche systemischen Fehler? Als ob ein Fall wie dieser alltäglich wäre. Ich erkenne bis jetzt keine grundsätzlichen Fehler im System der NADA. Tatsächlich nicht?! Für mich war es bis jetzt nicht vorstellbar, dass eine Kontrolle so dilettantisch ablaufen könnte. Und das wirft natürlich kein gutes Licht auf die Ausbildung ihrer Kontrolleure durch die NADA. Und auch die Tatsache, dass die NADA mit einer nachträgliche Änderung des Testdokuments "kein Problem" hat, spottet einer Instanz, die von Anderen absolute Korrektheit erwartet, geradezu Hohn. Wer selbst grundsätzliche Sorgfaltspflichten missachtet, verliert seine Legitimation, sie von Dritten einzufordern. Deshalb ist der Fall ja so brisant. Es geht längst nicht mehr nur um Ansah, die Glaubwürdigkeit der NADA und des gesamten Testregimes in Deutschland ist erschüttert. RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 03.09.2026 (02.09.2026, 06:17)dominikk85 schrieb: Sollte der Kontrolleur tatsächlich in dieser weise illegal gehandelt haben würde sein Anwalt sicher argumentieren das der athlet in stark unter druck gesetzt hat und er daher unter Zeitdruck so gehandelt hat und im Nachhinein seinen fehler korrigieren wollte. Naja, man darf nicht vergessen, wer bei dem Gesamtvorgang das Weisungsrecht hatte und wer nur der Erfüllungsgehilfe gewesen ist. Insofern wäre es eindeutig, dass die Hauptschuld beim Kontrolleur liegt. Jedes normale Gericht würde es jedenfalls so bewerten. Die einzige relevante Frage ist m.M., ob Ansah überhaupt eine Mitschuld trifft?! Ich würde sagen Ja, aber man könnte das auch anders sehen. Auf keinen Fall würde ich aber ein Strafmaß von vier Jahren für gerechtfertigt halten. 6 bis 12 Monate wären vielleicht angemessen. RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - muffman - 04.09.2026 Finde es gut, wie du schon von vornherein einem Gericht quasi die Legitimation absprichst, falls es nicht in deinem Sinne urteilt. Die AthletInnen sind dafür verantwortlich die Probe abzugeben, nicht die KontrolleurInnen. Das CAS wird es vermutlich niemals zulassen, dass du dich als AthletIn im Prinzip einfach nur dumm stellen musst und dadurch der Kontrolle entziehen kannst. RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Atanvarno - 04.09.2026 (03.09.2026, 23:10)Barnie schrieb: Jedes normale Gericht würde es jedenfalls so bewerten. Es handelt sich aber um ein Sportgericht und da ist so einiges nicht wie bei einem normalen Gericht. Man denke beispielsweise an die Beweislastumkehr bei einer positiven Probe, das wäre vor keinem normalen Gericht vorstellbar. Deswegen wird vor dem CAS meiner Ansicht nach hauptsächlich bewertet werden, dass keine Probe abgegeben wurde. Die Schuld dafür dürfte Ansah zugewiesen werden. Weiter oben hatte ich ein entsprechendes CAS-Urteil zitiert: der Athlet ist in der Verantwortung zu wissen, dass er die Probe abzugeben hat, was der DCO da eventuell fälschlicherweise sagt ist unerheblich. Separat davon wird man das von Ansah behauptete Fehlverhalten des Kontrolleurs beurteilen müssen. Sollten Ansahs Schilderungen zutreffend sein, hat dieser sicherlich mit schwerwiegenden Konsequenzen zu rechnen, aber das zentral zu beurteilende Fehlverhalten Ansahs (Probe ohne hinreichend Grund nicht abgegeben) hat vor dem Fehlverhalten des DCO stattgefunden. Ich würde mit zwei Jahren rechnen, wenn der erste Fehler des DCO, Ansah zunächst gehen zu lassen, strafmildernd berücksichtigt wird. Das (von Ansah behauptete) anschließende Fehlverhalten des DCO, so es denn tatsächlich vor Gericht nachgewiesen werden kann, dürfte aber keine weitere Reduktion zur Folge haben. RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - TranceNation 2k14 - 04.09.2026 (04.09.2026, 08:46)Atanvarno schrieb: das zentral zu beurteilende Fehlverhalten Ansahs (Probe ohne hinreichend Grund nicht abgegeben) hat vor dem Fehlverhalten des DCO stattgefunden Ich finde nicht, dass das aus den vorliegenden Informationen so belegbar ist. |