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Kokos Chancen bei Olympia 2021 - Druckversion

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RE: Kokos Chancen bei Olympia 2021 - Gertrud - 26.07.2021

(26.07.2021, 08:12)OldSchoolRunner schrieb: Das passendere Wort anstatt "verstehen", wäre "teilen" gewesen. Hier sind nicht nur Fans/Trainer, die ohne Rücksicht auf Verluste schnellstmöglichste Erfolge sehen wollen, sondern durchaus genug langfristig denkende Fans/Trainer.

Zum Glück! Dann befinden wir uns auf der richtigen Seite. Manche denken langfristig, wählen aber nicht die richtigen Mittel aus. Ich verwende oft die Worte der "richtigen Ansteuerung in jedem Alter". Ich würde nie den unbedingten Erfolg z.B. im Speerwurf in einer Medaille bei U20 sehen - vollkommen uninteressant, weil vielfach verletzungsträchtig. 

Bei Konstanze Klosterhalfen ist sicherlich der gesundheitliche Aspekt ihrer individuellen orthopädischen Prägungen nicht frühzeitig genug ins rechte Licht gerückt worden. Man hat wohl ein Krafttraining angeboten, das sich von meinen Vorstellungen aber weit entfernt gezeigt hat. Die Schwachstellen standen beileibe nicht im Vordergrund. Der Headcoach muss die Strippen in der Hand haben!!!

Ich würde sie niemals bei dem Oberkörper mit Gewichten von oben belasten. Ihre ungewohnte Armführung ist vorprogrammiert. Der Oberkörper kann bei ihr auch eine "Baustelle" werden, wenn man in der Hinsicht nicht einfühlsam genug ist. Je weiter man von den Haupttreibern einer Disziplin weg ist und/oder in die Peripherie geht, je weniger wird an guten Strukturen aufgebaut.

Gertrud


RE: Kokos Chancen bei Olympia 2021 - OldSchoolRunner - 26.07.2021

(26.07.2021, 07:50)beity schrieb: Testwettkampf gelungen, olympiateife Form auf jeden Fall. Medaillenchance nicht.
Eine Zeit für Tokyo zu prognostizieren ist schwierig, da man nicht weiß wie am Tag selbst die Hitze leistungshindert sein wird und nicht undenkbar das das Feld die ersten 2 km in knapp 7 Minuten bummelt.
Deshalb wohl leichter eine aktuelle Form zu prognostizieren. Also wie einige andere, 30:30 Form ist ein guter Tipp. Als Optimist eher niedrige 30 als hohe 30?. Ein Platz zwischen 6 bis 8 wäre bei der Vorgeschichte ein starkes Ergebnis und eine gute Vorlage für die Zukunft um dann noch konsequenter an körperlichen Defiziten und damit orthopädischer Belastungsverträglichkeit zu arbeiten.

Ich weiß nicht, ob bei Koko die 14:51 gestern die volle Leistungsfähigkeit zur Zeit waren. Falls das so sein sollte, dann sehe ich sie auch in knapp 2 Wochen nur in einer 30:40-31:00 Form. Trotzdem ist damit ggf. eine Top 8 Platzierung möglich.


RE: Kokos Chancen bei Olympia 2021 - OldSchoolRunner - 26.07.2021

(26.07.2021, 08:18)Gertrud schrieb:
(26.07.2021, 08:12)OldSchoolRunner schrieb: Das passendere Wort anstatt "verstehen", wäre "teilen" gewesen. Hier sind nicht nur Fans/Trainer, die ohne Rücksicht auf Verluste schnellstmöglichste Erfolge sehen wollen, sondern durchaus genug langfristig denkende Fans/Trainer.

........ 

Bei Konstanze Klosterhalfen ist sicherlich der gesundheitliche Aspekt ihrer individuellen orthopädischen Prägungen nicht frühzeitig genug ins rechte Licht gerückt worden. Man hat wohl ein Krafttraining angeboten, das sich von meinen Vorstellungen aber weit entfernt gezeigt hat. Die Schwachstellen standen beileibe nicht im Vordergrund. Der Headcoach muss die Strippen in der Hand haben!!!

Ich würde sie niemals bei dem Oberkörper mit Gewichten von oben belasten. Ihre ungewohnte Armführung ist vorprogrammiert. .....
Gertrud

Ich glaube, die "ungewohnte" Armführung hat sie schon seit einer so langen Zeit, dass ich vermute, dass diese nicht durch falsches Krafttraining kommt, sondern schon vorher ("natürlich") da war. 
Nichtdestotrotz wirst Du bestimmt Recht haben, dass das angebotene Krafttraining nicht angemessen war/ist. Wir haben ja noch in diesem Sommer ein entsprechendes Video mit Hanteln gesehen.
 Ich verstehe nur nicht, warum dies bei einer Athletin passiert, in die soviel Geld investiert wird.


RE: Kokos Chancen bei Olympia 2021 - beity - 26.07.2021

Zitat:Das wünschen wir ihr alle, damit die Ausfälle nicht mehr vorkommen. So allmählich verstehen doch viele hier meine Philosophie. Das freut mich sehr. Nach meinen vielen Recherchen in der Hinsicht habe ich viele Ideen im Kopf, wie man antizipierend viele Sachen nicht den Athlet*innen "antun" muss. "Materialprobe" entfällt dann. 
Gertrud

Das mit der Philosophie ist wohl gar nicht der Knackpunkt. Das "Problem" ist m.E. viel mehr die große Wissensdiskrepanz zwischen Gertrud und den Trainern aber auch vielen aus dem medizinischen Bereich (zumindest in der disziplinspezifischen Belastungsanalyse). Und selbst bei "akribischen" arbeiten und "hineinfuchsen" hat jeder so sein Limit und kann die Lücke zu Gertrud nicht schließen. Und dann kommen leider auch Reaktionen wie von Mihambo (bei anderen kommt auch gar keine Reaktion) auf den Hinweis hinsichtlich ihres Sprungfussaufsatzes die dann ebenfalls nicht "geschmeidig" sind. Sie hätte ja auch sagen können etwas in der Art " nach jeder Saison kommt bei uns im Team alles auf den Prüfstand und schauen wo und wie wir weiter uns ...optimieren können....." das jetzt ganz kurz vor dem Höhepunkt es kaum möglich (wenn da überhaupt eine Notwendigkeit gesehen wird) ist, etwas grundsätzliches zu verändern, ist nachvollziehbar.
Es ist für nicht wenige, die auch schon etwas können (Trainer, Funktionäre, Medical) schwierig vom Ego her nicht angep......zu reagieren, wenn ihnen gezeigt und auch belegt wird, das es doch etwas anders und besser gehen könnte.


Zurück zu Koko..... Laufsport, gerade die Distanzstrecken, ist doch eine der wenigen Sportarten, die Du lange als Hochleistungssport betreiben kannst und dennoch hast Du große Chancen, mit 60 noch entspannt und mit Freude durch den Wald joggen zu können. 
Es muss doch machbar sein, als Vollprofi in den normalen Trainingsphasen 150-160 km die Woche zu laufen ohne gesundheitliche Probleme zu bekommen. Da ist soviel Zeit, den Körper für das Training und die Wettkampfbelastung (die ist nun wirklich bei 10 km orthopädisch gesehen relativ gering) optimal vorzubereiten.
Das Verletzungen passieren, sich Überlastungen und Fehlbelastungen aufbauen...alles nachvollziehbar und verzeihlich. Aber irgendwann muss der Punkt kommen, da hat man gelernt, zieht die richtigen Schlüsse und...macht es dann auch.
Das ist eine Erwartung an einen Profi und der sollte dies auch von sich und seinem Umfeld erwarten.
Ausnahme natürlich, jemand hat genetisch schon eine sehr unglückliche Disposition das man generell vom Leistungssport abraten muss. Das Koko das Potential hat beständig in der absoluten Weltklasse und immer Medaillenkandidatin zu sein bestreitet wohl kaum jemand.


RE: Kokos Chancen bei Olympia 2021 - Jonny - 26.07.2021

Hassan will überings definitiv dass Triple angehen.


RE: Kokos Chancen bei Olympia 2021 - runner5000 - 26.07.2021

(26.07.2021, 13:33)Jonny schrieb: Hassan will überings definitiv dass Triple angehen.

Das ist komplett irre!


RE: Kokos Chancen bei Olympia 2021 - runner5000 - 26.07.2021

Hassans Zeitplan:
30. Juli 19:00 Uhr 5000 m VL
2. August 9:35 Uhr 1500 m VL
2. August 19:40 Uhr 5000 m Finale
4. August 19:00 Uhr 1500 m Halbfinale
6. August 21:50 Uhr 1500 m Finale
7. August 19:45 Uhr 10000 m Finale


RE: Kokos Chancen bei Olympia 2021 - Atanvarno - 26.07.2021

Und das alles bei extremen Witterungsbedingungen.


RE: Kokos Chancen bei Olympia 2021 - Gertrud - 26.07.2021

(26.07.2021, 09:26)OldSchoolRunner schrieb:
Zitat:
ch glaube, die "ungewohnte" Armführung hat sie schon seit einer so langen Zeit, dass ich vermute, dass diese nicht durch falsches Krafttraining kommt, sondern schon vorher ("natürlich") da war. 
Nichtdestotrotz wirst Du bestimmt Recht haben, dass das angebotene Krafttraining nicht angemessen war/ist. Wir haben ja noch in diesem Sommer ein entsprechendes Video mit Hanteln gesehen.
 Ich verstehe nur nicht, warum dies bei einer Athletin passiert, in die soviel Geld investiert wird.

Natürlich ist das Krafttraining nicht der Auslöser. Ich muss diese überdimensionalen Strukturfehler aber nicht noch durch ein schädigendes Krafttraining forcieren.

Gertrud


RE: Kokos Chancen bei Olympia 2021 - beity - 26.07.2021

(26.07.2021, 13:44)Atanvarno schrieb: Und das alles bei extremen Witterungsbedingungen.

Warum nicht.
Sie ist volljährig.
Es ist allerdings ein ganz schmaler Grad zwischen Leichtigkeit und Kraftlosigkeit.
Hassan ist gewichtsmäßig schon an der Grenze und das Programm auch ohne Hitze ist schon mehr als zehrend.
Das sie nicht unschlagbar ist, durfte sie bei bei den 1500 Meter in Monaco erleben. Da hatte Kipyegon schlichtweg ein paar Körner mehr im Tank.
Geht Hassan dieses Programm an, wird die Konkurrenz sich darauf einstellen.