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Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Druckversion

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RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - muffman - 31.08.2026

Im Zusammenhang mit Doping wäre das nicht die erste Falschaussage unter Eid. Nur mal so zur Info.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 31.08.2026

(31.08.2026, 21:43)runner5000 schrieb: Es liegt also automatisch ein 2.3 Verstoß vor, wenn der Athlet den Ort ohne Probenabgabe verlässt. Wie soll man argumentativ da noch rauskommen? Meiner Meinung nach unmöglich. Da sind auch alle Argumentationen hinsichtlich irgendwelcher Formulare und nicht erfolgter Aufklärungen nichtig.

Unmöglich ist gar nichts. Immerhin gab es so einen Fall wie bei Ansah noch nicht?! Und Täuschung und Betrug sind schon sehr schwerwiegende Umstände, die eine abweichende Beurteilung zulassen. Muss man sich nur mal vorstellen, wenn das keine Rolle mehr spielen sollte?! Dann wäre das Anti-Dopingsystem sowieso am Ende. Darauf kann ich Dir Brief und Siegel geben.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - muffman - 31.08.2026

(31.08.2026, 23:27)Barnie schrieb:
(31.08.2026, 23:07)runner5000 schrieb:
Zitat:Der Athlet Owen Ansah zeigte Verständnis dafür, unterschrieb das Verweigerungsschreiben und entfernte sich anschließend zum Auto für die Fahrt nach Frankfurt.
Das hier ist eindeutig eine Beschreibung seitens des Kontrolleurs. Er hat doch keine Aussage ergänzt, die Ansah eine Aussage in den Mund legt, nachdem Ansah schon unterschrieben hatte, wie z.B.
"Ich, Owen Ansah, bestätige hiermit usw."

Und um das wirklich beurteilen zu können, müsste man den Aufbau des Dokuments kennen, worauf sich die Unterschrift bezieht etc. Ohne diese Informationen ist eine sinnvolle Beurteilung überhaupt nicht möglich.

Ok, dann mal anders: Und Du glaubst, dass das keine erhebliche Änderungen sind?! Wenn Ansah das gelesen hätte, BEVOR er unterschreibt, wie wäre dann wohl seine Reaktion gewesen?! 
Natürlich war es eine erhebliche Änderung! Und damit ist der Tatbestand der Urkundenfälschung ganz sicher erfüllt.

Ich dachte, Ansah hätte das Dokument, das er unterschrieben hat, doch eh nicht gelesen? : )

(31.08.2026, 23:32)Barnie schrieb:
(31.08.2026, 21:43)runner5000 schrieb: Es liegt also automatisch ein 2.3 Verstoß vor, wenn der Athlet den Ort ohne Probenabgabe verlässt. Wie soll man argumentativ da noch rauskommen? Meiner Meinung nach unmöglich. Da sind auch alle Argumentationen hinsichtlich irgendwelcher Formulare und nicht erfolgter Aufklärungen nichtig.

Unmöglich ist gar nichts. Immerhin gab es so einen Fall wie bei Ansah noch nicht?! Und Täuschung und Betrug sind schon sehr schwerwiegende Umstände, die eine abweichende Beurteilung zulassen. Muss man sich nur mal vorstellen, wenn das keine Rolle mehr spielen sollte?! Dann wäre das Anti-Dopingsystem sowieso am Ende. Darauf kann ich Dir Brief und Siegel geben.

Weißt du sicher, dass es die NADA ist, die hier täuscht und Betrügt? Weißt du das sicher???? Man muss sich nur mal vorstellen, man könnte einen Dopingtest umgehen, indem man zum Flughafen muss. "Machen Sie bitte ein Foto von der Bordkarte, damit kann ich beweisen, dass ich zum Flughafen muss. Ich muss jetzt los. Habe morgen Wettkampf. Tschüss." Vielleicht hatte der Kontrolleur ja gar keine Zeit alles richtig zu erklären? Niemand weiß das!!!!


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 31.08.2026

(31.08.2026, 23:28)runner5000 schrieb:
(31.08.2026, 23:16)Barnie schrieb: Also ich finde eine Schilderung auf 15 Seiten ist schon ziemlich detailliert. Und immerhin sind Ansah und seine Freundin bereit, ihre Aussagen eidesstattlich zu versichern. Sie würden sich also selbst strafbar machen, wenn sie die Unwahrheit sagen sollten. Das wiegt schon sehr schwer. Ob das der Kontrolleur auch tun würde, darüber ist nichts bekannt. Nach allem was wir wissen, möchte ich das bezweifeln.

Wieso bezweifelst du das? Wir haben nicht eine Stellungnahme von dem Kontrolleur vorliegen. 

Und nochmal die Frage: Warum sollte die NADA diesen Prozess gehen, wenn sie sich schon mit dem Sanktionsbescheid rechtlich angreifbar machen würden? Welche juristische Abteilung würde das zulassen?

Die NADA geht in den Prozess, weil sie es muss, nicht weil sie es möchte.

Das mit dem bezweifeln ist ein Bauchgefühl. Immerhin hat der Kontrolleur sowieso eine staatsanwaltliche Ermittlung zu Erwarten. Und zwar selbst ohne Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - muffman - 31.08.2026

(31.08.2026, 23:36)Barnie schrieb:
(31.08.2026, 23:28)runner5000 schrieb:
(31.08.2026, 23:16)Barnie schrieb: Also ich finde eine Schilderung auf 15 Seiten ist schon ziemlich detailliert. Und immerhin sind Ansah und seine Freundin bereit, ihre Aussagen eidesstattlich zu versichern. Sie würden sich also selbst strafbar machen, wenn sie die Unwahrheit sagen sollten. Das wiegt schon sehr schwer. Ob das der Kontrolleur auch tun würde, darüber ist nichts bekannt. Nach allem was wir wissen, möchte ich das bezweifeln.

Wieso bezweifelst du das? Wir haben nicht eine Stellungnahme von dem Kontrolleur vorliegen. 

Und nochmal die Frage: Warum sollte die NADA diesen Prozess gehen, wenn sie sich schon mit dem Sanktionsbescheid rechtlich angreifbar machen würden? Welche juristische Abteilung würde das zulassen?

Die NADA geht in den Prozess, weil sie es muss, nicht weil sie es möchte.

Das mit dem bezweifeln ist ein Bauchgefühl. Immerhin hat der Kontrolleur sowieso eine staatsanwaltliche Ermittlung zu Erwarten. Und zwar selbst ohne Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung.

Wieso? Hast du ihn angezeigt?


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 31.08.2026

ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt: Owen Ansah war über Konsequenzen informiert | sportschau.de

Ich habe mir gerade nochmal den Videobeitrag von Seppelt angeschaut während der EM. Da wurde das ominöse Formular eingeblendet und auch Seppelt hat bereits erwähnt, dass nachträglich Informationen ergänzt wurden. 

"Für Seppelt spielt das nicht die entscheidende Rolle, weil er unterschrieben hat, dass ihm die Konsequenzen klar sind."

Aus meiner Sicht sind diese Aussagen zum verdeckten Blatt mit dem schwarzen Kasten etc. nur Ausreden. Wieso in aller Welt sollte ich ein Dokument unterschreiben, dass ich nicht vollständig gesehen habe? Zumal das jetzt nicht besonders umfangreich ist. Da steht seine Unterschrift unter diesem Dokument mit diesem schwarzen Kasten. Da kommt man juristisch nicht mehr raus. 

Und so wie dieses Dokument aufgebaut ist, bestätigt der Athlet mit seiner Unterschrift niemals den Bereich "Kommentare DCO" mit positiver Zustimmung, den der Kontrolleur nachträglich ausgefüllt hat. Das wäre auch einfach Blödsinn.  Bei einem streitigen Art.-2.3-Vorfall wäre kaum zu erwarten, dass der beschuldigte Athlet die Sachverhaltsdarstellung des DCO anerkennen muss. Eine Einschätzung von Chat GPT dazu:

Zitat:Wenn der DCO nach Ansahs Unterschrift seinen eigenen DCO-Kommentar vervollständigt hat, liegt darin nicht ohne Weiteres eine „Verfälschung“ der von Ansah abgegebenen Erklärung. Der DCO tritt für diesen Abschnitt selbst als Erklärender auf. Selbst wenn seine Darstellung sachlich falsch wäre, wäre eine inhaltlich unwahre eigene Erklärung nicht automatisch eine Urkundenfälschung. § 267 schützt grundsätzlich die Echtheit und nicht allgemein die inhaltliche Wahrheit einer Urkunde.

Außerdem ein weitere Einschätzung von Seppelt:
Zitat:Ich bin schon der Auffassung, dass die NADA ein solches Verfahren nie anstrengen würde, wenn sie nicht glauben würde, dass sie genug Indizien und Belege für ihre Rechtsauffassung hat.



RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 31.08.2026

(31.08.2026, 23:36)Barnie schrieb:
(31.08.2026, 23:28)runner5000 schrieb:
(31.08.2026, 23:16)Barnie schrieb: Also ich finde eine Schilderung auf 15 Seiten ist schon ziemlich detailliert. Und immerhin sind Ansah und seine Freundin bereit, ihre Aussagen eidesstattlich zu versichern. Sie würden sich also selbst strafbar machen, wenn sie die Unwahrheit sagen sollten. Das wiegt schon sehr schwer. Ob das der Kontrolleur auch tun würde, darüber ist nichts bekannt. Nach allem was wir wissen, möchte ich das bezweifeln.

Wieso bezweifelst du das? Wir haben nicht eine Stellungnahme von dem Kontrolleur vorliegen. 

Und nochmal die Frage: Warum sollte die NADA diesen Prozess gehen, wenn sie sich schon mit dem Sanktionsbescheid rechtlich angreifbar machen würden? Welche juristische Abteilung würde das zulassen?

Die NADA geht in den Prozess, weil sie es muss, nicht weil sie es möchte.

Das mit dem bezweifeln ist ein Bauchgefühl. Immerhin hat der Kontrolleur sowieso eine staatsanwaltliche Ermittlung zu Erwarten. Und zwar selbst ohne Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung.
Wie kommst du darauf, dass der Kontrolleur eine staatsanwaltliche Ermittlung zu erwarten hat? Davon ist nirgends die Rede.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 31.08.2026

(31.08.2026, 23:38)muffman schrieb:
(31.08.2026, 23:36)Barnie schrieb:
(31.08.2026, 23:28)runner5000 schrieb:
(31.08.2026, 23:16)Barnie schrieb: Also ich finde eine Schilderung auf 15 Seiten ist schon ziemlich detailliert. Und immerhin sind Ansah und seine Freundin bereit, ihre Aussagen eidesstattlich zu versichern. Sie würden sich also selbst strafbar machen, wenn sie die Unwahrheit sagen sollten. Das wiegt schon sehr schwer. Ob das der Kontrolleur auch tun würde, darüber ist nichts bekannt. Nach allem was wir wissen, möchte ich das bezweifeln.

Wieso bezweifelst du das? Wir haben nicht eine Stellungnahme von dem Kontrolleur vorliegen. 

Und nochmal die Frage: Warum sollte die NADA diesen Prozess gehen, wenn sie sich schon mit dem Sanktionsbescheid rechtlich angreifbar machen würden? Welche juristische Abteilung würde das zulassen?

Die NADA geht in den Prozess, weil sie es muss, nicht weil sie es möchte.

Das mit dem bezweifeln ist ein Bauchgefühl. Immerhin hat der Kontrolleur sowieso eine staatsanwaltliche Ermittlung zu Erwarten. Und zwar selbst ohne Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung.

Wieso? Hast du ihn angezeigt?

Das muss ich gar nicht. Die Staatsanwaltschaft muss bereits von Amts wegen ermitteln.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 01.09.2026

(31.08.2026, 23:33)muffman schrieb: Ich dachte, Ansah hätte das Dokument, das er unterschrieben hat, doch eh nicht gelesen? : )

Er hat das gelesen, was er in diesem Moment lesen konnte. Und nachträgliche Änderungen konnte er wohl kaum lesen.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 01.09.2026

(31.08.2026, 23:36)Barnie schrieb: Die NADA geht in den Prozess, weil sie es muss, nicht weil sie es möchte.

Hä, die NADA hätte überhaupt keinen Sanktionsbescheid ausstellen müssen, wenn sie nicht von einem sanktionswürdigen Verstoß überzeugt wären. Dann wäre nach dem 9. Juli einfach gar nichts mehr passiert und Ansah hätte nie Post bekommen.