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Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Druckversion

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RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 30.08.2026

(30.08.2026, 09:46)menarfin schrieb: Ein unterschriebenes Dokument nachträglich handschriftlich ändern? Eijajaei. Also jetzt unabhängig vom Inhalt. Liebe NADA, das könnt ihr besser.

Dafür gibt es eine eindeutige juristische Bezeichnung: Urkundenfälschung! Und diese ist bekanntlich strafbar. Sowohl für denjenigen, der sie ausführt, als auch für jene, die sie stillschweigend dulden. Das wäre dann sogar eine bandenmäßige Urkundenfälschung. 
Wenn sich das bewahrheiten sollte, dann wäre das ein handfenster Skandal.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Mattili - 30.08.2026

(30.08.2026, 09:41)aj_runner schrieb:
(30.08.2026, 06:16)orgto schrieb: https://ran.joyn.de/sports/mehr-sport/owen-ansah-beschuldigt-doping-fahnder-der-nada-schwer-lange-sperre-droht-177513

Hier ist noch ein Artikel über seine Stellungnahme ohne Paywall

Das sind jetzt ganz neue Perspektiven. Welchen Mehrwert sollte es für Owen gegeben haben, nochmals umzukehren und das Formular zu unterschreiben, wenn nicht unter der Annahme, dass es keine negativen Auswirkungen geben wird? Mit Umkehren und Unterschreiben kriegt er 4 Jahre und ohne Umkehren auch.

Noch viel Schlimmer: Ohne Umkehren passiert vermutlich gar nichts, weil der Kontrolleur nach den Neuesten Informationen gar keine Unterschrift hatte und somit auch keine Weigerung stattgefunden hätte. 

Dass Ansah da also zurückfährt, um seine Sperre mit einer Unterschrift zu besiegeln (nachdem Herr Kontrolleur ihm sagt, dass es ANSONSTEN Konsequenzen geben wird), rückt das Verhalten des Kontrolleurs in ein völlig fragwürdiges Licht. Alles natürlich vorausgesetzt, dass Owen Ansahs Angaben der Wahrhehit entsprechen. Die Fahrt zurück dürfte aber als gesichert gelten und das lässt den Kontrolleur vollkommen inkompetent erscheinen. Da bin ich echt mal gespannt, was da noch rauskommt.

Am Ende bleibt die Frage, weswegen Ansah das alles unterschreibt noch immer, aber mit der Schilderung von seiner Seite fehlt mir die Fantasie, wie man daraus einen Fall spinnen möchte, der dazu berechtigt, ihn für 4 Jahre aus dem Verkehr zu ziehen.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 30.08.2026

Ich finde es seltsam, dass jetzt auf einmal solche Dinge auftauchen, die vorher nie Thema waren. Warum macht Ansah ausführliche Schilderungen, obwohl sein Anwalt sagt, dass man sich im laufenden Verfahren nicht äußert?

Und es haben schon mehrere Experten gesagt, dass die NADA ein solches Verfahren niemals anstrengen würde, wenn sie nicht davon überzeugt ist, dass sie es gewinnen. Die Schilderungen von dilettantischen Fehlern des Kontrolleurs würde ich daher mit Vorsicht genießen.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - vedo - 30.08.2026

(30.08.2026, 22:39)runner5000 schrieb: Ich finde es seltsam, dass jetzt auf einmal solche Dinge auftauchen, die vorher nie Thema waren. Warum macht Ansah ausführliche Schilderungen, obwohl sein Anwalt sagt, dass man sich im laufenden Verfahren nicht äußert?
Es handelt sich um keine öffentlichen Aussagen, die SZ zitiert aus einer internen Stellungnahme von Ansah an die Nada. Man kann den Originalartikel auch über archive.is ohne Abonnement lesen.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 30.08.2026

(30.08.2026, 23:08)vedo schrieb:
(30.08.2026, 22:39)runner5000 schrieb: Ich finde es seltsam, dass jetzt auf einmal solche Dinge auftauchen, die vorher nie Thema waren. Warum macht Ansah ausführliche Schilderungen, obwohl sein Anwalt sagt, dass man sich im laufenden Verfahren nicht äußert?
Es handelt sich um keine öffentlichen Aussagen, die SZ zitiert aus einer internen Stellungnahme von Ansah an die Nada. Man kann den Originalartikel auch über archive.is ohne Abonnement lesen.

Und wo hat die SZ diese Stellungnahme her? Ich glaube kaum, dass die NADA sowas an die Presse liefert.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 30.08.2026

(30.08.2026, 23:25)runner5000 schrieb:
(30.08.2026, 23:08)vedo schrieb:
(30.08.2026, 22:39)runner5000 schrieb: Ich finde es seltsam, dass jetzt auf einmal solche Dinge auftauchen, die vorher nie Thema waren. Warum macht Ansah ausführliche Schilderungen, obwohl sein Anwalt sagt, dass man sich im laufenden Verfahren nicht äußert?
Es handelt sich um keine öffentlichen Aussagen, die SZ zitiert aus einer internen Stellungnahme von Ansah an die Nada. Man kann den Originalartikel auch über archive.is ohne Abonnement lesen.

Und wo hat die SZ diese Stellungnahme her? Ich glaube kaum, dass die NADA sowas an die Presse liefert.

Vielleicht von einem MA der NADA?! Dazu muss man wissen, dass Verhandlungen vor einem Sportgericht nicht öffentlich sind. Alle Informationen wären also intern geblieben. Urkundenfälschung ist aber ein Offizialdelikt, d.h. jetzt wo dieser Verdacht im Raum steht, muss die Staatsanwaltschaft von Amts wegen selbst ermitteln.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Atanvarno - 31.08.2026

(30.08.2026, 23:25)runner5000 schrieb: Und wo hat die SZ diese Stellungnahme her? Ich glaube kaum, dass die NADA sowas an die Presse liefert.

Sowas nennt man Recherche oder Quellenarbeit. Wird manchmal noch von altmodischen Journalisten gemacht Wink


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - muffman - 31.08.2026

Und immer noch sind die Abläufe äußerst dubios. Kannte der Kontrolleur selbst die korrekten Abläufe nicht, oder wieso hat er scheinbar nur ein Foto der Bordkarte gemacht? Hat Ansah ihm diese von sich aus gezeigt und den Kontrolleur angewiesen, ein Foto davon zu machen und ist dann einfach losgefahren? Vielleicht war die Stimmung auch eher aufgeheizt? Wer weiß das schon. Die Geschichte klingt immer noch komisch. An Ende steht eine Unterschrift auf einem Dokument im Zusammenhang mit einer Dopingkontrolle. Dass Ansah ein Dokument unterschreibt, ohne es zu lesen, ist leider keine Entschuldigung. Für mich klingt das alles auch eher so, als wäre von Ansahs Seite aus auch relativ wenig Interesse daran bestanden, die Probenabgabe zu realisieren. Also welche Lösungsvorschläge hat denn Ansah in der akuten Situation gemacht? Die Verantwortung, eine Probenabgabe zu realisieren, liegt ja wohl auch bei den AthletInnen, nicht nur bei den KontrolleurInnen. Die möglichen Konsequenzen sollte er auch ohne den Wisch kennen, den er angeblich einfach so unterschrieben hat. Also wieso sollte der Kontrolleur Ansah einfach ohne Unterschrift auf dem Dokument losfahren lassen? Die wahrscheinlichste Variante ist doch, dass Ansah angepisst war, dass der Kontrolleur kurz vor Abfahrt klingelt. Aus den ersten Aussagen vor ein paar Wochen lässt sich herauslesen, dass Ansah den unangekündigten Test außerhalb des von ihm eingetragenen Zeitraums vermutlich für ungerechtfertigt hält und er sich mit den Kontrollen und den Konsequenzen usw. selbst überhaupt nicht auszukennen scheint.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Atanvarno - 31.08.2026

(31.08.2026, 07:23)muffman schrieb: Die möglichen Konsequenzen sollte er auch ohne den Wisch kennen, den er angeblich einfach so unterschrieben hat.

Darauf wird, wie man dem SZ-Artikel entnehmen kann, auch die Argumentation der NADA hinauslaufen und die dürfte gute Chancen vor dem CAS haben

Aus einem CAS Urteil zu einem serbischen Tennisprofi von 2013:

Zitat:Dabei sei unerheblich, urteilte der Cas, ob der Serbe „in gutem Glauben“ gehandelt habe, sondern ob er objektiv „zwingende“ Gründe hatte, um die Probe zu verweigern oder zu unterlassen. Und diese seien eben nicht erfüllt, wenn der Athlet „subjektive Interpretationen“ anführe, die zu einem Missverständnis mit der Kontrolleurin führten.



RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - TranceNation 2k14 - 31.08.2026

(31.08.2026, 07:23)muffman schrieb: Die wahrscheinlichste Variante

Zum Glück haben wir dafür eine Verhandlung, die diese feststellt, nachdem sie alle angehört hat, und keine Forumsdiskussion, in der jeder auf mittlerweile 50 Seiten seit knapp 2 Monaten an den gleichen Argumenten festhält.