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RE: EM-Bilanz - Befürworter - 18.08.2026 (18.08.2026, 13:43)TranceNation 2k14 schrieb: Somit ist doch klar, dass im weiteren Verlauf z.B. nicht der Dreisprung männlich thematisiert wird (der hier während der Tage auch sehr wohl Anerkennung fand). Mich hat der männliche Dreisprung sogar am meisten enttäuscht, wenn man die ersten Vier ausnimmt. Wie kann es bitteschön sein, dass man mit 16,06 m ins Finale kommt, dort 16,27 m für Platz 8 reichen und der Fünftplatzierte nur 16,73 m springt? Wenn Pichardo und Díaz Hernández noch für Kuba starten würden, sähe das noch viel schlimmer aus, mal ganz abgesehen davon, dass die beiden auch schon 33 bzw. 30 Jahre alt sind. RE: EM-Bilanz - Barnie - 18.08.2026 (18.08.2026, 17:34)Befürworter schrieb:(18.08.2026, 13:43)TranceNation 2k14 schrieb: Somit ist doch klar, dass im weiteren Verlauf z.B. nicht der Dreisprung männlich thematisiert wird (der hier während der Tage auch sehr wohl Anerkennung fand). Dabei waren Pichardo und Hernandez im Vergleich zu Tsiamis (8.) mit seinen 44 Jahren noch richtige Jungspunde. ![]() Aber an dem vergleichsweise hohen Durchschnittsalter kann man auch schön sehen, dass Dreisprung keineswegs eine verletzungsintensive Disziplin sein muss?! Wenn man es richtig macht, kann man es durchaus auch lange und erfolgreich machen. Vielleicht ein Ansporn für Max Heß. RE: EM-Bilanz - Diak - 18.08.2026 (18.08.2026, 08:05)Sandmann schrieb: Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG formuliert: „Die Resultate zeigen, dass die strukturellen Anpassungen in den Spitzenverbänden greifen und Trainingskonzepte zielgenau auf den Höhepunkt ausgerichtet wurden.[...] Ist das so? Sind wir konzeptionell viel besser geworden? Oder stimmt einfach die Chemie wieder etwas mehr, Trainer:innen wird Raum und Vertrauen entgegengebracht und sie entwickeln Athlet:innen weiter, dazu ein paar natürliche Schwankungen und der Effekt, das ein paar Gute die anderen Nachziehen, weil sie jetzt auch daran glauben? Die EM fand ich toll, aus all den schon genannten Gründen. RE: EM-Bilanz - Gertrud - 18.08.2026 (18.08.2026, 17:58)Barnie schrieb: Aber an dem vergleichsweise hohen Durchschnittsalter kann man auch schön sehen, dass Dreisprung keineswegs eine verletzungsintensive Disziplin sein muss?! Wenn man es richtig macht, kann man es durchaus auch lange und erfolgreich machen. Vielleicht ein Ansporn für Max Heß. Endlich setzt sich diese Meinung auch etwas durch. Die Verletzungen bei einigen Dreispringerinnen und Dreispringern liegen an strukturellen Missachtungen!!! Natürlich kostet solche Konsequenz auch unheimliche psychische Kraft. Ich lasse bereits Elemente in meiner schulischen LA-AG (10-12 Jahre) einfließen. Die SuS wissen, wovon ich rede und was ich von ihnen technisch wünsche. Sie beobachten sich und lernen, sich auch gegenseitig zu korrigieren. Ich lege bereits in jungen Jahren großen Wert auf ihr Feedback. Gertrud RE: EM-Bilanz - Oliver - 19.08.2026 Hier im Forum wurde auch die Abschaffung der Tribüneninterviews gefordert. Hier gab es in der Vergangenheit schon sehr informative Interviews. Legendär waren früher die Interviews mit Gertrud Schäfer. Journalistisch Schlecht war z.B. dass die Aussagen von Leos Vater nicht korrigiert wurden. Das ein Mehrkämpfer seinen dritten Zehnkampf zum Saisonhöhepunkt macht, ist kein Alleinstellungsmerkmal von Leo, sondern eigentlich normal. RE: EM-Bilanz - Gertrud - 19.08.2026 (19.08.2026, 06:44)Oliver schrieb: Hier im Forum wurde auch die Abschaffung der Tribüneninterviews gefordert. Hier gab es in der Vergangenheit schon sehr informative Interviews. Legendär waren früher die Interviews mit Gertrud Schäfer. Ich muss das hier einfach mal sagen. Ich möchte hier erreichen, dass die TuT Spaß daran haben, die Zusammenhänge zu verstehen. Ich habe wieder bis jetzt in den Zusammenhängen gewühlt und viele Ideen aufgegriffen. Ich will sie bei meinen SuS probieren. Wir sollten uns vor allem im Spitzenbereich immer die Frage stellen, kommt das, was ich trainiere auch da an, wo es gebraucht wird. Manchmal wünscht man sich ein kleines Gerät, das beim Training durch den Körper fährt und ein Feedback gibt, was falsch und richtig dosiert ist. Noch müssen wir das von außen steuern. Die feinhistologischen Formen werden immer mehr verfeinert. Es gibt wahrscheinlich dort funktionell noch Geheimnisse. Ich stelle mir die Frage, ob Leo die Schwachstellen bedient, die ich für essentiell halte. Wenn er z.B. im Hochsprung die Zubringer richtig trainiert, muss er nicht oft seinen Körper durch sein Gewicht viel belasten. Dann funktioniert der Körper. Ist das aber bei ihm der Fall??? Der Speerwurf sieht recht gut im Gesamtbewegungsablauf aus; aber es fehlt die Hauptsache, der Weiten-Key!!! Die Strukturen werden aus meiner Sicht da anscheinend nicht adäquat angesteuert. Die Frage stellt sich natürlich auch, wo man die meisten Punkte machen kann und sollte. Man muss die Strukturen vor allem vorbereiten. Sonst verletzt er sich. Jetzt gilt es, das I-Tüpfelchen zu setzen. Die vergangenen Leistungssprünge der letzten Jahre in den USA waren außerordentlich stark. Ich habe bei seinem Krfattraining noch etwas andere Vorstellungen, was ich ihm in Götzis zeigen wollte. Der Chef-BT Mehrkampf hat ihn leider weggeholt. Der US-Trainer war nicht anwesend. Gertrud RE: EM-Bilanz - Läufer 800m - 19.08.2026 (18.08.2026, 20:10)Diak schrieb:(18.08.2026, 08:05)Sandmann schrieb: Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG formuliert: „Die Resultate zeigen, dass die strukturellen Anpassungen in den Spitzenverbänden greifen und Trainingskonzepte zielgenau auf den Höhepunkt ausgerichtet wurden.[...] ja das gleiche frage ich mich auch, man fragt sich bei solchen Dingen immer, gibt es einen kausalen Zusammenhang zwischen Input und Output, oder ist es Zufall. Tatsächlich ist es so das positive Stimmung eine Leistungssteigerung hervorruft, das kann dann auch mal zu Medaillen führen. Wenn ich den Dlv richtig verstanden habe soll der Erfolg auf folgenden Dinge zurückzuführen sein, ( ist eine Zusammenfassung aus vielen Quellen) [*]Frühere Nominierungszeiträume: Die Qualifikationskriterien wurden so angepasst, dass Athleten ihre Normen früher im Saisonverlauf erbringen können. Das soll das "Hinterherrennen" nach Normen kurz vor dem Großevent verhindern und eine gezielte Tapering-Phase (Formaufbau direkt auf den Tag X) ermöglichen. [*]Fokus auf Leistungssport-Reform & Stützpunkte: Unter der sportlichen Leitung wurde die Betreuung an den zentralen Bundesstützpunkten verdichtet. Sportwissenschaftliche Unterstützung (Leistungsdiagnostik, Biomechanik, Physiotherapie) wird direkter in den Trainingsalltag der Kaderathleten integriert. [*]Zentrale Pre-Camps: Vor den Meisterschaften werden verpflichtende oder dringend empfohlene finale Vorbereitungslager (Pre-Camps) durchgeführt. Diese dienen der Akklimatisierung, dem Teambuilding und der medizinischen Absicherung unmittelbar vor dem Wettkampf. [*]Anpassung an das World-Athletics-Ranking: Der Verband hat seine Nominierungsrichtlinien stärker an das World-Ranking-System angepasst. Dadurch sollen Athleten taktischer durch die Saison geführt werden, um die notwendigen Punkte für Großevents ohne unnötigen Verschleiß zu sammeln. [*]Ist das wirklich so, hier gibt es doch viele Experten die viel näher an diesen Strukturen dran sind.? RE: EM-Bilanz - longbottom - 19.08.2026 Punkt 1 stimmt objektiv gesehen nicht. Da muss man auch nicht besonders dicht dran sein, um das zu sehen. Durch die Bestätigungsnorm haben die Sportlerinnen und Sportler weniger Zeit, sich zu qualifizieren, als es der Weltverband erlaubt. Und der Zeitraum wurde diese Saison noch einmal von Start Januar auf Start April verengt. Das kann man gut finden oder nicht, aber es ist das genaue Gegenteil von frühere Nominierungszeiträume. Punkt 4 ist sehr schwammig formuliert. Ich bin mir nicht einmal sicher, was das genau bedeuten soll, aber dass der DLV sein Nominierungssystem an das Weltranglistensystem besonders angepasst hat, wäre mir nicht aufgefallen. Jedenfalls nicht mehr als man es muss, weil man ja die Vorgaben des Weltverbands schlecht ignorieren kann. Wer sich über Norm oder Weltrangliste qualifiziert darf nominiert werden, alle anderen nicht. Das sind die Vorgaben der internationalen Verbände, an denen auch der DLV nichts drehen kann. RE: EM-Bilanz - Atanvarno - 19.08.2026 Gab es ein Pre-Camp vor der EM? RE: EM-Bilanz - Reichtathletik - 19.08.2026 (19.08.2026, 09:57)Atanvarno schrieb: Gab es ein Pre-Camp vor der EM? Ich glaube es gab zum Teil gemeinsame Vorbereitungen, aber sicher nicht von allen zusammen. Gemeinsam ist auch jeweils relativ. Der Punkt (wirkt mir insgesamt übrigens unangenehm KI-generiert) Zitat:Fokus auf Leistungssport-Reform & Stützpunkte: Unter der sportlichen Leitung wurde die Betreuung an den zentralen Bundesstützpunkten verdichtet. Sportwissenschaftliche Unterstützung (Leistungsdiagnostik, Biomechanik, Physiotherapie) wird direkter in den Trainingsalltag der Kaderathleten integriert. ist denke ich auch zwispaltig. Also abgesehen dass das "sportwissenschaftliche Unterstützung" massives Buzzword-Dropping ist und die in den Klamern genannten Punkte auf dem Niveau ohnehin Stanadard sind, haben wir diese EM eine massive Ballung des BSP Frankfurt erlebt. Das ist zu einem großen Teil Zufall, liegt zum Teil aber auch daran, dass hier gerade mehrere Trainingsgruppen beheimatet sind. Die starken Trainingsgruppen und das nebeneinander, das anspornt, sind sicher ein Erfolgsfaktor. Gleichzeitig habe ich schon geschrieben, sollte man daraus nicht den Schluss ziehen: Alle müssen nach Frankfurt. Sondern: Wir müssen die Möglichkeiten, die Frankfurt hat (und mit Abstrichen Mannheim, Berlin) auch an anderen Orten schaffen. |