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RE: Hürdensprint - eierluke2 - 18.06.2026

(18.06.2026, 09:13)eierluke2 schrieb: Es gibt einfach sehr wenige Hürdensprinter die im Karrierehöhepunkt 100 m und 110 m Hürden laufen.
Omar Mc Lead 9,99 und 12,90 aber er ist unter 1,80 m und ich bezweifle dass man sonst 9,99 für 12,90 bräuchte.
Terrence Trammel 10,04 und 12,95. Ich glaube zu erinnern, dass auch er etwas kleiner war, ebenso wie Mark McKoy 10,08 und 13,08.

Übersetzt aus US track & fields: Der US-Hürdensprinter Grant Holloway lief am 16. April 2022 10,21 s.  Er nutzte dieses Rennen, um nach einer Verletzungspause wieder in den Sprint-Rhythmus zu kommen ...
ist letztlich auch nicht verwertbar, seine 6,50 über 60 m entsprächen eher einer 9,..

Aus unserer Zeit gibt es nur einige wenige top Hürdler, die auch im 110 Hürden Karrierepeak 100 m flach gelaufen sind
Trey Cunningham 10,17 und 12,98
Jamal Britt 10,20 und 12,99
Lorenzo Simonelli 10,25 und 13,05
Da sehe ich schon eher einen Trend, allerdings ist zu berücksichtigen, dass die 110 Hürden Zeit bei jedem dieser Spezialisten ziemlich ausgereizt sein dürfte, während die 100 m Zeit eher einfach mal irgend ein Lauf ist.

Wahrscheinlich ist die Spanne innerhalb derer eine Hochrechnung realistisch ist wohl begrenzt. Ich nehme mal an dass wer 10,25 und 13,05 abliefert bei 10,15 - 12,94 und bei 10,35 - 13,16 abliefern könnte.
daraus läßt sich aber wohl nicht herleiten, dass minus eine sekunde flachspeed zu minus 1,1 Sekunden Hürden Resultat führen müssten.


RE: Hürdensprint - eierluke2 - 18.06.2026

was ich meine ist, dass es im Vergleich Flach- zu Hürdenzeiten gewisse Stufen geben wird. Der Hürdenwald steht zwar in regelmäßigen Abständen aber Du bist nich automatisch mit jeder zehntel die du schneller läufst elf hundertstel schneller über die Hürden und nicht jede 5 cm Größenunterschied macht automatisch eine zehntel schneller oder langsamer aus. Unter 1,70 Größe und über 2,00 Größe gelten wohl andere Abweichungen.

Was ich mache um Referenzberechnungen anzustellen ist Klassen bilden.
Ein Niklas Kaul z.B. hat in meinen Augen eine grandiose Hürdentechnik 11,12 flach 14,17 über die Hürden. Würde er/oder ein Läufer mit ähnlichen Körperproportionen und ähnlichem Bewegungsgefühl als 12,12 Läufer noch 15,27 schaffen? Wohl eher nicht da brauchte es wohl wieder eine neue Referenz.


RE: Hürdensprint - Oliver - 18.06.2026

(18.06.2026, 09:13)eierluke2 schrieb: Es gibt einfach sehr wenige Hürdensprinter die im Karrierehöhepunkt 100 m und 110 m Hürden laufen.
Dies ist richtig. Ein schönes Beispiel ist hier Collin Jackson. Er hat eine 100m Bestzeit von 10,29. Seine 60m Bestzeit ist mit 6,49 wesentlich besser. Ich denke er wäre in Topform die 100m zwischen 10,00 und 10,10 gelaufen.


RE: Hürdensprint - gera - 18.06.2026

wenn die deutschen Hürdensprinter hinterherlaufen liegt das fast außschlisslich an der fehlenden Grundgeschwindigkeit.
Während die Weltklass über 100 m durchaus 10,10/10,20 sec. läuft , bleiben die Deutschen bei bestenfalls 10,60 höngen.
Hier ist als erstes der Hebel anzusetzen.


RE: Hürdensprint - Sprunggott - 18.06.2026

(18.06.2026, 11:44)gera schrieb: wenn die deutschen Hürdensprinter hinterherlaufen liegt das fast außschlisslich an der fehlenden Grundgeschwindigkeit.
Während die Weltklasse über 100 m durchaus 10,10/10,20 sec. läuft , bleiben die Deutschen bei bestenfalls 10,60 höngen. Hier ist als erstes der Hebel anzusetzen.

Absolut ! 

Energetisch ist 110H sehr dicht an 200m - es gab früher nicht umsonst die 200m als "Zubringer" 
Zudem 20m Beschleunigung - mindestens auf Niveau Flachsprint, aber eigentlich besser ! 

Mir der 1,9-2,2 sec. Regel ist man schon als Indikator (technikabheangig) recht nahe. 
Selbst vor nicht all zu langer Zeit konnten Fenner, Blaschek, Traber, Matthiszik, Balnuweit 
zumindest 10,3bis 10,4 sprinten, was den H-Zeiten von 13,20-13,40s entspricht. 
Derzeit wir aus meiner Sicht vergessen: 
- HurdleSPRINT 
- Energetisches Absichern ( auch ueber 3 Runden & warm up)
- FrequenzSprints mit Zwangsschritten


RE: Hürdensprint - Oliver - 18.06.2026

(18.06.2026, 12:38)Sprunggott schrieb: Mir der 1,9-2,2 sec. Regel ist man schon als Indikator (technikabheangig) recht nahe. 
Meinst Du 2,9–3,2 Sekunden, als groben Vergleich zwischen 100 m und 110 m Hürden?


RE: Hürdensprint - Sprunggott - 18.06.2026

(18.06.2026, 12:59)Oliver schrieb:
(18.06.2026, 12:38)Sprunggott schrieb: Mir der 1,9-2,2 sec. Regel ist man schon als Indikator (technikabheangig) recht nahe. 
Meinst Du 2,9–3,2 Sekunden, als groben Vergleich zwischen 100 m und 110 m Hürden?
Thumb_up


RE: Hürdensprint - eierluke2 - 18.06.2026

Also mit Entscheidungsfindung in U18 a la Du bist groß, aber nicht schnell genug für die 100 m, jetzt läufst Du mal Hürden kommen wir jedenfall nicht nach ganz vorne. Beweglichkeit und Bhytmusgefühl müssen schon trainiert werden, bevor die Kinder überhaupt das Wort Hürde schreiben können.

Aber ja am Ende kommt es darauf an einen großgewachsenen (1,85 - 1,93 sind wohl ideal) beweglichen 10,25 Sprinter zwischen die Hürden zu bekommen für eine Chance auf ein Weltfinale (OG, WC)
bzw. <10,40 um überhaupt die Quali zu schaffen