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Sprint in Zürich: Das Maß der Dinge! - Druckversion

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RE: Sprint in Zürich: Das Maß der Dinge! - Delta - 16.08.2014

(16.08.2014, 13:24)Natus_Vincere schrieb:
(16.08.2014, 12:47)Delta schrieb: Man kann anhand der U18 EM in Tampere mit Haase, Schippers und Kambundji ziemlich genau sehen was passiert. Alle drei liefen dort im gleichen Halbfinal.

So jung sind die Damen dann doch nicht mehr Blush Es war schon die U23 Big Grin

Uups, Sorry


RE: Sprint in Zürich: Das Maß der Dinge! - Gertrud - 16.08.2014

(16.08.2014, 14:58)dominikk85 schrieb:
(16.08.2014, 14:52)longbottom schrieb: Es soll mir keiner sagen, dass es nur an Weinheim und Ulm und den Bahnen liegt. In der Staffel sind sie nach Moskau jetzt schon zum zweiten Mal beim Höhepunkt schnell.

mit 4 10.25 läufern kann man so schnell laufen wenn die wechsel gut klappen. ich glaube jetzt nicht, dass die leute in der staffel viel schneller sind.

So sehe ich das auch; aber die Staffel war gut! Wir meckern nicht, wenn´s nichts zu meckern gibt. Natürlich sind die Franzosen durch den Ausfall Vicauts geschwächt. Das ist so, als wenn bei uns Jacubczyk fehlt. Im Finale werden die Karten wieder neu gemischt.

Gertrud


RE: Sprint in Zürich: Das Maß der Dinge! - Delta - 16.08.2014

Noch einmal es gibt immer mal Ausfälle keine Frage. Wenn ich aber die Breite sehe im Deutschn Sprint dann haut es mich einfach um, dass die Besten 2-3 Zehntel an Internationalen Wettkämpfen über Ihrer Bestzeit liegen und das konstant seit Jahren.
Nur als Beispiel  Knipphals kriegt einen Einzelstart obwohl er an der DM nicht einmal einen Vorlauf gewonnen hat.


RE: Sprint in Zürich: Das Maß der Dinge! - Gertrud - 16.08.2014

(16.08.2014, 20:06)Delta schrieb: Noch einmal es gibt immer mal Ausfälle keine Frage. Wenn ich aber die Breite sehe im Deutschn Sprint dann haut es mich einfach um, dass die Besten 2-3 Zehntel an Internationalen Wettkämpfen über Ihrer Bestzeit liegen und das konstant seit Jahren.
Nur als Beispiel  Knipphals kriegt einen Einzelstart obwohl er an der DM nicht einmal einen Vorlauf gewonnen hat.

Das trifft alles den Nagel auf den Kopf!!! Mit derartigen Aussagen will man doch bewusst niemanden schädigen oder den deutschen Sprintern etwas Böses antun. Wir nennen nur die Fakten, die man eigentlich nicht übersehen kann. Man braucht für gewisse finanzielle Maßnahmen nicht "gezinkte" Leistungen. Bestimmte Sportfeste sind und bleiben für mich +0,2 Sek.-Sportfeste. Thumb_down Jakubczyk ist im 10,2-Bereich zur Zeit sehr konstant und kann meines Erachtens auch knapp darunter sprinten. Seine Entwicklung sehe ich positiv, wenn  ich auch etwas Angst um seine Statik habe! 

Gertrud


RE: Sprint in Zürich: Das Maß der Dinge! - Knueppler - 16.08.2014

   
Fakt ist, dass Lucas Jakubcyk in Clermont bei 1,5 m/s Rückenwind  bei internationaler Konkurrenz 10,07 Sek.gelaufen ist. Daran gibt es nichts zu rütteln.
Fakt ist weiterhin, dass Lucas Jakubczyk in Zürich im Endlauf einem gewissen Saidy Ndure eine glatte 1/10 Sek. abgenommen hat. Anscheinend kennt den nicht jeder so richtig. Er hat eine persönliche Bestleistung von 9,99 Sek.und kam mit einer Saisonbestleistung von 10,11 (+1,0 m/s) nach Zürich. Im Endlauf lief er aber nur 10,35 Sek. Soll das jetzt nach Gertruds Logik heißen, dass er keine 10,1x laufen kann, oder was? Weiterhin hat Lucas indirekt einen gewissen Churandy Martina indirekt geschlagen. Muss ich den auch noch vorstellen? Persönliche Bestleitung 9,91, Saisonbestleistung 10,12 ( +1,2 m/s). Churandy war im Halbfinale nur ein bisschen schneller als  der hier vielgescholtene Jens Knipphals (0,02 Sek.). Heißt das jetzt nach Getruds Logik, dass Churandy eigentlich keine 10,1x  oder  sogar keine 10,2x laufen kann, oder was?
 
Lucas hat im Endlauf nur denkbar knapp gegen Dwain Chambers verloren.
Heißt das jetzt nach Gertruds Logik, dass auch Dwain Chambers keine 10,1x laufen kann oder drunter ? Dwain Chambers kam immerhin mit einer Saisonbestleistung on 10,12 bei 0,3 m/s Rückenwind nach Zürich.
 
Ähnliches gilt für Hary AA : Saisonbestleistung 10,08 bei +1,4 Sek. und nur unwesentlich schneller als Lucas. Als das wird hier verschwiegen.
Christophe Lemaitre war voriges Jahr noch Lichtjahre von Lucas entfernt. Jetzt sind es nur noch 0,12 Sek. Lemaitre kam zwar nur mit 10,12 oder 10,13 nach Zürich hatte in der Saison aber zunächst nur Rennen mit starkem Gegenwind, anschließend eine leichte Verletzung und hatte nur kurz vor den EM die Gelegenheit nochmal seine Form zu testen. Lemaitre hat mit Sicherheit mehr drauf als eine 10,13 Sek.
Der letzte des Endlaufs kam mit einer 10,25 nach Zürich und lief auch „nur“ eine 10,46 Sek. Sind die 10,25 nun auch ein Fake, oder was?
 
Fakt ist weiterhin, dass die Bedingungen äußerst schlecht waren. „Frostige“ 14 °C und ein Gegenwind lassen halt keine Superzeiten zu.
Meiner Meinung nach hat Lucas mit den 10,25 Sek. unter diesen Bedingungen die Zeit von 10,07 Sek. voll und ganz bestätigt. Punkt!
 
Im Diskuswerfen gab es auch (formal gesehen) keine tollen Ergebnisse. Nur ein Einziger warf über 65m. Mir ist das schon klar, dass es bei diesen Bedingungen nicht weiter ging. Aber da meckert auch keiner über vermeintlich schwache Leistungen.
 
Nein, so langsam geht mir das echt auf den Keks.
Das Glas ist bei einigen  nicht ¾ voll sondern ¼ leer.
Ich war sicherlich auch etwas kritisch gegenüber dem deutschen Sprintern , habe aber mittlerweile erfahren, dass zumindest Lucas J. die richtigen Übungen macht.
 
So langsam keimt bei mir die Vermutung auf, dass Gertrude, angestachelt von einem ihr bekannten Trainer, immer nur alles negativ sehen will.
 
Ach ... wenn Lucas in der Staffel voll gelaufen wäre, dann hätte der deutsche Rekord gewackelt. 


RE: Sprint in Zürich: Das Maß der Dinge! - dominikk85 - 16.08.2014

(16.08.2014, 22:48)Knueppler schrieb:    
Fakt ist, dass Lucas Jakubcyk in Clermont bei 1,5 m/s Rückenwind  bei internationaler Konkurrenz 10,07 Sek.gelaufen ist. Daran gibt es nichts zu rütteln.
Fakt ist weiterhin, dass Lucas Jakubczyk in Zürich im Endlauf einem gewissen Saidy Ndure eine glatte 1/10 Sek. abgenommen hat. Anscheinend kennt den nicht jeder so richtig. Er hat eine persönliche Bestleistung von 9,99 Sek.und kam mit einer Saisonbestleistung von 10,11 (+1,0 m/s) nach Zürich. Im Endlauf lief er aber nur 10,35 Sek. Soll das jetzt nach Gertruds Logik heißen, dass er keine 10,1x laufen kann, oder was? Weiterhin hat Lucas indirekt einen gewissen Churandy Martina indirekt geschlagen. Muss ich den auch noch vorstellen? Persönliche Bestleitung 9,91, Saisonbestleistung 10,12 ( +1,2 m/s). Churandy war im Halbfinale nur ein bisschen schneller als  der hier vielgescholtene Jens Knipphals (0,02 Sek.). Heißt das jetzt nach Getruds Logik, dass Churandy eigentlich keine 10,1x  oder  sogar keine 10,2x laufen kann, oder was?
 
Lucas hat im Endlauf nur denkbar knapp gegen Dwain Chambers verloren.
Heißt das jetzt nach Gertruds Logik, dass auch Dwain Chambers keine 10,1x laufen kann oder drunter ? Dwain Chambers kam immerhin mit einer Saisonbestleistung on 10,12 bei 0,3 m/s Rückenwind nach Zürich.
 
Ähnliches gilt für Hary AA : Saisonbestleistung 10,08 bei +1,4 Sek. und nur unwesentlich schneller als Lucas. Als das wird hier verschwiegen.
Christophe Lemaitre war voriges Jahr noch Lichtjahre von Lucas entfernt. Jetzt sind es nur noch 0,12 Sek. Lemaitre kam zwar nur mit 10,12 oder 10,13 nach Zürich hatte in der Saison aber zunächst nur Rennen mit starkem Gegenwind, anschließend eine leichte Verletzung und hatte nur kurz vor den EM die Gelegenheit nochmal seine Form zu testen. Lemaitre hat mit Sicherheit mehr drauf als eine 10,13 Sek.
Der letzte des Endlaufs kam mit einer 10,25 nach Zürich und lief auch „nur“ eine 10,46 Sek. Sind die 10,25 nun auch ein Fake, oder was?
 
Fakt ist weiterhin, dass die Bedingungen äußerst schlecht waren. „Frostige“ 14 °C und ein Gegenwind lassen halt keine Superzeiten zu.
Meiner Meinung nach hat Lucas mit den 10,25 Sek. unter diesen Bedingungen die Zeit von 10,07 Sek. voll und ganz bestätigt. Punkt!
 
Im Diskuswerfen gab es auch (formal gesehen) keine tollen Ergebnisse. Nur ein Einziger warf über 65m. Mir ist das schon klar, dass es bei diesen Bedingungen nicht weiter ging. Aber da meckert auch keiner über vermeintlich schwache Leistungen.
 
Nein, so langsam geht mir das echt auf den Keks.
Das Glas ist bei einigen  nicht ¾ voll sondern ¼ leer.
Ich war sicherlich auch etwas kritisch gegenüber dem deutschen Sprintern , habe aber mittlerweile erfahren, dass zumindest Lucas J. die richtigen Übungen macht.
 
So langsam keimt bei mir die Vermutung auf, dass Gertrude, angestachelt von einem ihr bekannten Trainer, immer nur alles negativ sehen will.
 
Ach ... wenn Lucas in der Staffel voll gelaufen wäre, dann hätte der deutsche Rekord gewackelt. 

andere sind hier doch noch wesentlich kritischer in ihrem urteil als getrude, die doch für ihre verhältnisse recht milde gestimmt istSmile.

LJs leistung war voll in ordnung, aber die anderen sprinter waren ziemlich schwach, sowohl über 100 als auch über 200.


RE: Sprint in Zürich: Das Maß der Dinge! - Delta - 16.08.2014

(16.08.2014, 09:07)alist schrieb: Außer Rebecca Haase kommt da aber sonst wenig, Tatjana Pinto läuft kaum und hat sich seit 2 Jahren auch nicht verbessern können. Wo sind die guten jungen Sprinterinnen der letzten Jahre: Ida Mayer, Freese, Grompe, Günther - dauerverletzt in jungen Jahren....

Was ich jetzt schreibe ist unbewiesene Theorie aber sie hat aus meiner Sicht etwas. 

Nimmt man die 5 schnellsten deutschen Läuferinnen und die würden alle bei Bauer in Mannheim trainieren, dann würde die Deutsche Staffel 41.80 laufen wenn sie das konsequent durchziehen würden.

Wir wissen, dass Bauer Sailer und Kambundji auf jedenfall auf 11.20 gebracht hat im Falle von Sailer noch auf 11.05 etwa. würden die anderen 3 konstant zwischen 11.18- 11.33 laufen, dann kommt die Frauenstaffel bei normalen Wechseln unter 42 Sek.


RE: Sprint in Zürich: Das Maß der Dinge! - Natus_Vincere - 16.08.2014

(16.08.2014, 22:48)Knueppler schrieb:    
Fakt ist...
Zunächst einmal: Herzlich Willkommen Smile

Bei allem Respekt, aber ich glaube wenn an jemandem am wenigsten etwas kritisiert wurde, dann an LJ. Der hat wohl alle hier überzeugt und wie ich schon erwähnte halte ich gerade ihn für jemanden, der seine eigene Leistung sehr gut reflektiert. Insofern verstehe ich den ganzen Aufruhr nicht ganz.

Dass andere Starter ebenfalls fernab ihrer SB geblieben sind oder diese (äquivalent zu den Deutschen) womöglich gar auch unter sehr sehr günstigen Bedingungen erzielt haben, bestreitet doch niemand. Denn es ist sekundär, mit was ein Athlet zum Höhepunkt anreist, die Leistung dort ist das Maß mit dem hier gemessen wird. Und da muss sich nun einmal das Gros (zu dem u.a. auch ein Sven Knipphals zählt) gefallen lassen, dass sie eben doch teils ca. 2/10 von ihren Vorleistungen enfernt geblieben sind, wo andere - Gegenwind und mäßigen Temperaturen zum Trotz - Bestleistungen erzielt haben oder zumindest ihre Vorleistung bestätigen konnten. Ein Dasaolu ist bspw. im besagten Rennen nur 3/100 über seiner SB geblieben - und damit freilich ein verdienter Titelträger. Von Schippers, Gemili oder Kambundji ganz zu schweigen.

Dass die Staffel - einschließlich eines LJ - heute sehr sehr stark war, hat auch niemand bestritten. Es gibt trotzdem einiges, was man zumindest diskutieren kann, dies hat aber weißgott nichts mit LJ zu tun.


RE: Sprint in Zürich: Das Maß der Dinge! - Robb - 16.08.2014

Knueppler hat allerdings nur die Zahlen genannt, die seine Meinung belegen. Das ginge auch andersrum, Dasaolu blieb im Finale 0,03s Sekunden hinter SB zurück, Lemaitre nur 0,01s, Jakubczyk dagegen 0,18s. Damit will ich nicht zeigen, dass Jakubczyk in irgendeiner Weise schwach war, sondern dass man mit selektiver Wahl der Fakten so ziemlich alles belegen kann. Ich glaube, Jakubczys 10.23 aus dem Halbfinale war sogar die schnellste Zeit eines Deutschen beim Saisonhöhepunkt seit SEHR langer Zeit, aber irgendwann muß doch mal einer eine 10.15 bei ner grossen Meisterschaft hinkriegen.


RE: Sprint in Zürich: Das Maß der Dinge! - Gertrud - 17.08.2014

(16.08.2014, 23:51)Robb schrieb: Knueppler hat allerdings nur die Zahlen genannt, die seine Meinung belegen. Das ginge auch andersrum, Dasaolu blieb im Finale 0,03s Sekunden hinter SB zurück, Lemaitre nur 0,01s, Jakubczyk dagegen 0,18s. Damit will ich nicht zeigen, dass Jakubczyk in irgendeiner Weise schwach war, sondern dass man mit selektiver Wahl der Fakten so ziemlich alles belegen kann. Ich glaube, Jakubczys 10.23 aus dem Halbfinale war sogar die schnellste Zeit eines Deutschen beim Saisonhöhepunkt seit SEHR langer Zeit, aber irgendwann muß doch mal einer eine 10.15 bei ner grossen Meisterschaft hinkriegen.

Das traue ich Jacubczyk zu, weil er mental und im Maxbereich stark ist.

Gertrud