![]() |
|
Absage Süddt. wg. Hitze - sind andere Zeitpläne erforderlich? - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Absage Süddt. wg. Hitze - sind andere Zeitpläne erforderlich? (/showthread.php?tid=6569) |
RE: Absage Süddt. wg. Hitze - sind andere Zeitpläne erforderlich? - Jonny - 27.06.2026 (26.06.2026, 21:25)Reichtathletik schrieb:(26.06.2026, 21:22)Sprunggott schrieb: Mal drei Bsp. aus anderen Nationen: Gab es doch vor einigen Jahren mal durch die Finals. Dies hatte die Folge, dass vormittags quasi tote Hose war, außer es liefen die Staffeln. Und wenn ich als Zuschauer von außerhalb an den diesjährigen Austragungsort, Wattenscheid, denke, da ist halt auch absolut nichts, was ich als Zuschauer kurzerhand in 2-3 Stunden zwischendurch machen könnten außer ins Hotel zu fahren. Da würde ich mir als Zuschauer von Außerhalb eher den Vormittag klemmen, um dann wo anders hin fahren zu können mit mehr Zeit, z.B. Essen oder Düsseldorf. RE: Absage Süddt. wg. Hitze - sind andere Zeitpläne erforderlich? - Delta - 27.06.2026 In der Schweiz beginnen die Mehrkampfmeisterschaften um 8.30 - 21 Uhr RE: Absage Süddt. wg. Hitze - sind andere Zeitpläne erforderlich? - TranceNation 2k14 - 27.06.2026 @Mateng: die Masters Qualis gelten für 2 Saisons + Halle. Man kann und sollte grundsätzlich im Extremfall auch eine Ausnahmestartgenehmigung stellen, die bei fehlender 300 Hü Qualimöglichkeit und möglicherweise Verweis auf 400 Hü- oder Flachstreckenzeiten erteilt werden sollte. In solchen Fällen ist der Kontakt mit dem LV im Rahmen der Meldung empfehlenswert. Falls du die ausfallenden Masters-LV in BaWü meinst, so ist unser Masters-WK-Wart ausgesprochen kooperativ und hilfsbereit in solchen Situationen... RE: Absage Süddt. wg. Hitze - sind andere Zeitpläne erforderlich? - Wandervogel85 - 27.06.2026 Geeignete Konzepte zu entwickeln, wird notwendig sein, denn die heißen Sommer werden häufiger. Aber klar wird auch sein, dass es nicht den Masterplan, der für alle passt, nicht gibt. Bei den Meisterschaften in BaWü ärgert es mich auch sehr häufig, dass Wettkampfbeginn erst um 11 Uhr ist. Aber früher anfangen und dann auch noch die frühen Abendstunden nutzen, bedeutet für viel mehr Athleten als jetzt schon, zusätzliche Hotelübernachtungen und damit auch zusätzliche Kosten. Auf landesverbandsebene ist es doch mehr oder weniger üblich am Samstag direkt anzureisen und nicht schon am Freitag. Innerhalb von Baden-Württemberg können die Fahrtstrecken deutlich länger sein, als man es vermutet. Vom Bodensee zu Meisterschaften nach Mannheim sind mindestens 3,5 Stunden mit dem Auto. Apropos Auto, innerhalb von Baden-Württemberg ist es nur in sehr wenigen Fällen sinnvoll machbar mit ÖPNV und der Bahn an Landesmeisterschaften zu fahren. Nur, falls man beim Thema Nachhaltigkeit mal über die Anreise mit dem Auto sprechen möchte. Einen Wettkampf in mehrere Sessions zu teilen kann angesichts der Temperaturen sinnvoll sein. Aber nur, wenn die Pause zwischen den Sessions sinnvoll im Schatten etc. genutzt werden kann. Ansonsten hat man ne Tribüne voll Athleten, Helfern und Kampfrichtern, die einfach nur die Zeit absitzen und am Ende trotzdem durch sind. Um die Zeit im Hotel zu überbrücken, muss man auch erst mal eins haben. Wir können ja nicht alle Wettkämpfe in Konstanz austragen und in der Pause nebenan in den See springen. Insgesamt sehe ich das Problem nicht mal so sehr bei den Athleten, die, bis auf wenige Ausnahmen, nur verhältnismäßig kurz in der direkten Sonne sind und immer wieder in den Schatten können. Härter ist es für die Kampfrichter, die oft 8-9 Stunden auf dem Platz stehen und keine nennenswerten Pausen haben. Was also bleibt? Die Saisons umstrukturieren und mehr in den April und den Oktober gehen? Bislang ist ja spätestens Ende September fertig. In den letzten Jahren sind der April und der Oktober ja auch wettertechnisch stabiler geworden als früher. Lange Winter mit Schnee bis Ende März sind auch nicht mehr üblich. Ist aber halt auch problematisch, wenn man den Stufenweisen Aufbau über örtliche Meisterschaften, Landesmeisterschaften, Süddeutsche und Deutsche haben möchte. Weniger Meisterschaften, um den Terminplan zu entspannen und Druck rauszunehmen. Nur in Stadien mit großen und überdachten Tribünen sowie angrenzenden Hallen gehen? Die Landesverbände besorgen deutlich mehr Zelte und Pavillons als bisher und stellt diese bei Meisterschaften zur Verfügung, sodass es nicht am örtlichen Ausrichter liegt, ob es Schattenmöglichkeiten für die Athleten gibt oder nicht. Mehr Kampfrichter und Helfer, sodass die Einsatzzeiten des Einzelnen reduziert werden kann, allerdings haben wir heute schon das Problem den Einsatzplan vollzubekommen und haben trotzdem manchmal mehr Karis als Athleten auf dem Platz. RE: Absage Süddt. wg. Hitze - sind andere Zeitpläne erforderlich? - TranceNation 2k14 - 27.06.2026 Die Idee mit großen und überdachten Tribünen ist schon gut, dadurch ist man ja auch für die Kehrseite, also heftige Sommergewitter, gut aufgestellt. Allerdings bleiben dann ja quasi keine Stadien mehr übrig. Im Prinzip erfüllen in ganz BaWü (ohne riesige Recherche) nur Walldorf, Karlsruhe und Ulm das Kriterium, und dabei wird es unter der Tribüne außer in Ulm schon ganz schön eng. Konstanz wie du dargestellt hast, zum Teil. In Stuttgart und Heilbronn hast du einigermaßen Tribüne, sonst aber keinen Schatten. Zudem gab es auch bei den BLV 2022 in Walldorf Hitzewarnungen und nicht mal dort wurde die Halle eingesetzt, vermutlich auch weil das buchungstechnisch gar nicht mehr möglich war. Dann hätten wir praktisch eine Situation wie im Winter, dass 2-3 Standorte rotieren. Von infrastrukturell anderen Ländern gar nicht erst zu sprechen. RE: Absage Süddt. wg. Hitze - sind andere Zeitpläne erforderlich? - aj_runner - 27.06.2026 (Gestern, 17:23)Wandervogel85 schrieb: Bei den Meisterschaften in BaWü ärgert es mich auch sehr häufig, dass Wettkampfbeginn erst um 11 Uhr ist. Aber früher anfangen und dann auch noch die frühen Abendstunden nutzen, bedeutet für viel mehr Athleten als jetzt schon, zusätzliche Hotelübernachtungen und damit auch zusätzliche Kosten. Auf landesverbandsebene ist es doch mehr oder weniger üblich am Samstag direkt anzureisen und nicht schon am Freitag. Innerhalb von Baden-Württemberg können die Fahrtstrecken deutlich länger sein, als man es vermutet. Vom Bodensee zu Meisterschaften nach Mannheim sind mindestens 3,5 Stunden mit dem Auto. Wenn man im Vorfeld schon so viele Einwände hat, wundert es mich nicht, dass sich seither nichts geändert hat. Eine frühe Startzeit in Verbindung mit langer Anfahrt betrifft ja nur die wenigsten. Und wenn man nicht übernachten will, dann muss man halt früher aufstehen. Wir waren heute auch um 8.30 Uhr im Stadion. Um so früh das Programm machen zu können, musst Du einfach sehr früh aufstehen. Ein paar Kompromisse sind schon notwendig. Mir konnte bis jetzt aber auch keiner erklären, warum im Sommer der letzte Wettkampf um 18 Uhr sein muss und jedes Abendsportfest bis mind. 21 Uhr geht. RE: Absage Süddt. wg. Hitze - sind andere Zeitpläne erforderlich? - ThomasB - 27.06.2026 Als betroffener Vater haben mich, unabhängig davon, ob die Absage am Ende richtig oder falsch war, einige Dinge doch sehr nachdenklich gemacht. Warum wurde so kurzfristig abgesagt, obwohl sich an der Wetterprognose seit fast einer Woche kaum noch etwas geändert hatte? Warum wartet man bis zu einem Zeitpunkt, an dem viele Hotelzimmer für die Vorübernachtung nicht mehr kostenlos storniert werden können und Vereine sowie Familien auf den Kosten sitzen bleiben? Dann stellt sich für mich auch die Frage, warum eine große Meisterschaft Ende Juni ausgerechnet im wärmsten Ort Bayerns ausgetragen wird. Wenn man sich dafür entscheidet, müsste man doch von Anfang an damit rechnen, dass genau so ein Szenario eintreten kann. Die Tribüne dort bietet nur begrenzt Schatten (kurzes Dach), ein Call Room war nicht vorgesehen. Gerade unter diesen Voraussetzungen hätte ich erwartet, dass es für den Ernstfall längst ausgearbeitete Notfallpläne gibt. Der Vergleich mit den Süddeutschen Meisterschaften im vergangenen Jahr in Kandel drängt sich ebenfalls auf. Dort wurden bei ähnlichen Temperaturen, teilweise nahe 40 Grad, die Wettkämpfe durchgeführt. Das Gelände war hervorragend geeignet und die Veranstaltung insgesamt bestens vorbereitet. Offenbar hatte man sich dort frühzeitig Gedanken gemacht, wie man mit extremer Hitze umgeht. Warum gelingt das dort und in Bayern nicht? Was mich außerdem beschäftigt: Die Athletinnen und Athleten, die bei einer Süddeutschen Meisterschaft um die Medaillen kämpfen, trainieren fast täglich. Sie stehen bei Regen, Wind und Hitze auf dem Platz. Die gesamte Saisonplanung ist auf genau solche Höhepunkte ausgerichtet. Einerseits wünscht man sich starke Nachwuchsathleten, andererseits schafft man es nicht, ihnen auch unter außergewöhnlichen Bedingungen eine Meisterschaft zu ermöglichen. Und dann fehlt mir vor allem eines: Einheitlichkeit. Während diese Meisterschaft abgesagt wird, finden andernorts kleine und große Wettkämpfe ganz normal statt. Hier müssen der DLV und die Landesverbände endlich gemeinsam klare und einheitliche Leitlinien entwickeln. Was passiert bei welcher Wetterlage? Welche Maßnahmen müssen Veranstalter vorbereiten? Wann wird angepasst und wann wirklich abgesagt? Extreme Wetterlagen werden uns in den kommenden Jahren immer häufiger begleiten. Deshalb braucht es verbindliche Konzepte, die sowohl die Gesundheit der Sportler schützen als auch den Vereinen und Veranstaltern Planungssicherheit geben. Genau darüber sollte jetzt diskutiert werden. |