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Gedanken zu Inhalten bei Fortbildungen - Druckversion

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RE: Gedanken zu Inhalten bei Fortbildungen - Gertrud - 30.11.2023

Zitat:Ansonsten: Gertrud, ich kann dir nur raten, einige der von dir genannten Namen nicht immer nur unkritisch zu loben.

Es ist bei der Beurteilung von Menschen wie mit dem Geschmack. Die Richtungen gehen auseinander. Es sind einfach persönliche Erfahrungen. Es gibt aber bisher nur einen Menschen, in dem ich mich wahnsinnig getäuscht habe, den ich zwar noch grüße, aber nie mehr vertrauen werde und kann. Vielleicht bin ich auch deshalb teilweise so misstrauisch geworden. Ich prüfe Menschen sehr lange und behalte eine gewisse Skepsis fast immer. Was sich in meinem Kopf abgespielt hat, wussten auch oft meine Athletinnen nicht. Bis heute weiß keiner, wer mir die 500g-Speere in Frauenspeergröße konstruiert hat. Alle anderen 500g-Speere können in den Flugeigenschaften dieser Speere nicht mithalten. Karl Hellmann war voll des Lobes damals. 

Außerdem unterscheide ich zwischen der Anerkennung fachlicher Stärke und den menschlichen Qualitäten von Menschen. Ich kann heute schon gut unterscheiden, wer mich mag und wer mich wegen meiner Kenntnisse mag. WinkThumb_up Ich kommuniziere fachlich auch mit "Schlitzohren" und bin mir dessen voll bewusst.  ‌

Gertrud


RE: Gedanken zu Inhalten bei Fortbildungen - Gertrud - 01.12.2023

(30.11.2023, 15:30)Reichtathletik schrieb: Im Grunde sind viele der ausländischen Trainer sehr auskunftsfreudig, man muss nur mit ihnen sprechen. Das geht zum Beispiel am rande von Konferenzen oder auch bei Wettkämpfen. In Deutschland ist es aber oft so, dass man etwas umbedingt "selbst herausfinden" will oder am liebsten irgendwo gedruckt, damit man nicht fragen muss. Kenn ich aus der Schule...

Das habe ich sehr unterschiedlich erlebt. Ich hatte in den USA sehr gute Diskussionen. Ich bin aber von zwei anderen ausländischen TuT nach bestimmten anatomischen Übungen gefragt worden, die selbst ihre Hauptsachen unter Verschluss hielten. Es gab anscheinend bei ihnen verletzungsbedingte Trainingsausfälle. Mich kann in der Hinsicht heute keiner mehr hinters Licht führen. Ich analysiere auch bei Fortbildungen sehr exakt Wahrheit und weggelassene Inhalte. Auch wenn mich heute Leute kontaktieren, erkenne ich meistens im Anflug, was sie von mir wollen. 

Die Leichtathletik ist immer noch ein Konkurrenzunternehmen. Meine Aufgabe hat nie darin bestanden, die Konkurrenz flott zu machen. Ich habe enorm viel investiert und das möchte ich anderen nicht (unentgeltlich und zeitlich meistens) ersparen. Ich stehe zu meiner Verhaltensweise!!! Wissensvermittlung ist bei mir keine Einbahnstraße auf Dauer! Ich erziehe Menschen grundsätzlich nicht zur Faulheit!!!

Hier in den Foren habe ich allerdings sehr früh auf die Fehler, die meines Erachtens in der DLV-Philosophie bestanden, hingewiesen. Diese Negativ-Orientierung tat mir in der Seele weh! 

Gertrud