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RE: Germany athletics - MikeStar - 21.11.2025

Ich befürchtete schon, dass diese Reaktion kommen würde.
Rolleyes

Beides sind letztlich Profivereine mit dem Ziel Gewinnmaximierung. 
Ja, die Historie mag unterschiedlich sein, aber das Ziel und der Zweck ist das gleiche.

Langfristig wird GA auch nicht ohne einen funktionierenden Unterbau leben können, denn wenn die Breite wegstirbt gibt es irgendwann keine Athleten zum Abwerben mehr. 
Wie Spitze und Breite letztlich die Lücke schließen können/werden ist mir noch nich wirklich ersichtlich.


RE: Germany athletics - Reichtathletik - 22.11.2025

Der Vergleich wäre aber doch eher wenn RBL oder BVB mit ihrem Geld Sportler aus anderen Sportarten einkaufen würde ohne für sie irgendwelche Strukturen zu haben und dann zu sagen, sie sollen einfach bei ihren alten Trainern bleiben oder bei Bundes- oder Landes-Trainern trainieren und dann für die Fußballvereine erfolgreich im Judo, Turnen oder sonst was sein..


RE: Germany athletics - Oliver - 22.11.2025

Norman Feiler, der Coach von Thea Heim, wird sich bei München Athletics als Koordinator einbringen. Sein langfristiges Ziel ist es, in München ein Marathonteam aufzubauen.

Quelle: Bestzeit Podcast


RE: Germany athletics - TranceNation 2k14 - 22.11.2025

Der Vergleich mit RBL wurde hier vernutlich wegen des "Parkens" an anderen Standorten und aufgrund des wenig stark ausgeprägten Vereinsgefüges (Mitglieder, Stimmrecht, Satzung etc) gewählt. Die Statistik zu Bundesliga-internen Einkäufen ist auch geschickt gewählt; den Sinn sich auf Bundesliga-intern zu beschränken sehe ich nicht, zumal wie von Reichtathletik korrekt erwähnt die Wechsler ja von dem besseren Trainingsbedingungen in Dortmund oder Gelsenkirchen (die älteren werden sich erinnern) profitieren und es keine Wechsel pro forma sind.

Warum jetzt aber Profi-Fußballvereine (100% Kapitalgesellschaften) mit LA Vereinen verglichen werden sollen, ist eher fraglich. Auch GA hat Amateure und Trainingsgruppen. Hier wird getan als sei das ein kapitaler Staubsauger. Und wenn ich ein Nachwuchskonzept aufbauen möchte, dann brauche ich doch erstmal zahlende Mitglieder und Aushängeschilder, denn wo wollen die guten Nachwuchsathleten hin? Da wo ab der U16 alle zusammen trainieren oder wo ich Profis und Vorbilder habe? In einem Jahr etwas aufbauen ist etwas schwierig, aber das heißt nicht dass es nichts wird...


RE: Germany athletics - TranceNation 2k14 - 22.11.2025

(21.11.2025, 23:59)MikeStar schrieb: Ich befürchtete schon, dass diese Reaktion kommen würde.
Rolleyes

Dann wäre die Frage, warum du diesen Unsinn schreibst und danach nur noch inhaltslose Allgemeinaussagen folgen lässt?


(21.11.2025, 20:44)Jakob94 schrieb: Nein - nicht lächerlich, sondern gesellschaftlich unglaublich wertvoll!

Die Frage ist wo man hinwill. Wenn du die LA als reinen Jedermann- und Vereinssport siehst, dann geht es nur über niedrige Beiträge. Wenn wir jedes Jahr im August über den Niedergang der LA heulen, brauchen wir Profitum. Wenn wir aber alles haben wollen, brauchen wir Profi- und Jedermann-Teams. Das soll von mir keine Wertung sein, aber man kann sich nicht über die mangelnden Möglichkeiten zur Professionalisierung beklagen und gleichzeitig Profi-Konzepte verteufeln.


RE: Germany athletics - Roy Schmidt - 22.11.2025

Naja wenn man gut hinguckt, gibt (gab) es schon parallelen zwischen Watze und Gonschinska :^)

(völlig am Thema vorbei aber konnte ich mir nicht verkneifen; ich durfte beide kennenlernen)


RE: Germany athletics - Reichtathletik - 22.11.2025

(22.11.2025, 11:52)Roy Schmidt schrieb: Naja wenn man gut hinguckt, gibt (gab) es schon parallelen zwischen Watze und Gonschinska :^)

(völlig am Thema vorbei aber konnte ich mir nicht verkneifen; ich durfte beide kennenlernen)

In der Logik tritt Claus Dethloff aber auch nicht auf wie Kloppo oder Streich...


RE: Germany athletics - trackwatchnds - 22.11.2025

(22.11.2025, 10:45)TranceNation 2k14 schrieb: Der Vergleich mit RBL wurde hier vernutlich wegen des "Parkens" an anderen Standorten und aufgrund des wenig stark ausgeprägten Vereinsgefüges (Mitglieder, Stimmrecht, Satzung etc) gewählt. Die Statistik zu Bundesliga-internen Einkäufen ist auch geschickt gewählt; den Sinn sich auf Bundesliga-intern zu beschränken sehe ich nicht, zumal wie von Reichtathletik korrekt erwähnt die Wechsler ja von dem besseren Trainingsbedingungen in Dortmund oder Gelsenkirchen (die älteren werden sich erinnern) profitieren und es keine Wechsel pro forma sind.

Warum jetzt aber Profi-Fußballvereine (100% Kapitalgesellschaften) mit LA Vereinen verglichen werden sollen, ist eher fraglich. Auch GA hat Amateure und Trainingsgruppen. Hier wird getan als sei das ein kapitaler Staubsauger. Und wenn ich ein Nachwuchskonzept aufbauen möchte, dann brauche ich doch erstmal zahlende Mitglieder und Aushängeschilder, denn wo wollen die guten Nachwuchsathleten hin? Da wo ab der U16 alle zusammen trainieren oder wo ich Profis und Vorbilder habe? In einem Jahr etwas aufbauen ist etwas schwierig, aber das heißt nicht dass es nichts wird...

Ich wollte mit meinem Beitrag in erster Linie den ursprünglichen Populismus-behafteten und sachlich falschen Beitrag korrigieren (à la Bayern kauft die Bundesliga leer und schmückt sich mit der Arbeit der anderen). Welches andere Kriterium als Bundesliga-interne Wechsel denn eher passen sollten, erschließt sich wiederum mir nicht. Holt GA die Burghardts, Potyes, Onnens und Madukas aus dem Ausland?
Leute wechseln nach Dortmund oder Gelsenkirchen wegen der besseren Trainingsbedingungen? 

Leichtathletik und Fußball sind allein deswegen schon kein guter Vergleich, weil hier auf der einen Seite Profis bei potenten Arbeitgebern angestellt sind und auf der anderen Seite (in der Spitze) hochambitionierte Amateure nach einem Weg suchen, sich zumindest in Sachen Einkommen ihres Aufwandes angemessen professionell(er) aufzustellen, weil ihr System das nicht hergibt. Man hat doch als Leichtathlet null Komma null Sicherheiten. Ein Jahr verletzt oder aus anderen Gründen nicht ausreichend leistungsfähig und der Kaderstatus ist weg, die meisten Vereine bezahlen unterhalb des Niveaus eines Supermarktregal-Einräumers, andere Einnahmequellen stehen in keinem Verhältnis zu den Opportunitätskosten. Die Diskussion ist doch fadenscheinig. Wer hier wirklich einen Wechsel auf persönlicher Ebene von Athlet:innen zu GA oder wem auch immer kritisiert, bei dem etwas mehr verdient werden kann und dennoch niemand reich davon wird, und erwartet, dass dabei noch potenziell negative Begleiteffekte berücksichtigt werden, nun ja... der erwartet zu viel.

Das Konzept ist Stand jetzt nicht auf Nachhaltigkeit, Fairness oder sonstige Solidaritätsbereiche ausgelegt, die Athlet:innen wollen einfach mehr verdienen. Wer will es ihnen verdenken?


RE: Germany athletics - Reichtathletik - 22.11.2025

(22.11.2025, 12:04)trackwatchnds schrieb:
(22.11.2025, 10:45)TranceNation 2k14 schrieb: Der Vergleich mit RBL wurde hier vernutlich wegen des "Parkens" an anderen Standorten und aufgrund des wenig stark ausgeprägten Vereinsgefüges (Mitglieder, Stimmrecht, Satzung etc) gewählt. Die Statistik zu Bundesliga-internen Einkäufen ist auch geschickt gewählt; den Sinn sich auf Bundesliga-intern zu beschränken sehe ich nicht, zumal wie von Reichtathletik korrekt erwähnt die Wechsler ja von dem besseren Trainingsbedingungen in Dortmund oder Gelsenkirchen (die älteren werden sich erinnern) profitieren und es keine Wechsel pro forma sind.

Warum jetzt aber Profi-Fußballvereine (100% Kapitalgesellschaften) mit LA Vereinen verglichen werden sollen, ist eher fraglich. Auch GA hat Amateure und Trainingsgruppen. Hier wird getan als sei das ein kapitaler Staubsauger. Und wenn ich ein Nachwuchskonzept aufbauen möchte, dann brauche ich doch erstmal zahlende Mitglieder und Aushängeschilder, denn wo wollen die guten Nachwuchsathleten hin? Da wo ab der U16 alle zusammen trainieren oder wo ich Profis und Vorbilder habe? In einem Jahr etwas aufbauen ist etwas schwierig, aber das heißt nicht dass es nichts wird...

Ich wollte mit meinem Beitrag in erster Linie den ursprünglichen Populismus-behafteten und sachlich falschen Beitrag korrigieren (à la Bayern kauft die Bundesliga leer und schmückt sich mit der Arbeit der anderen). Welches andere Kriterium als Bundesliga-interne Wechsel denn eher passen sollten, erschließt sich wiederum mir nicht. Holt GA die Burghardts, Potyes, Onnens und Madukas aus dem Ausland?
Leute wechseln nach Dortmund oder Gelsenkirchen wegen der besseren Trainingsbedingungen? 

Leichtathletik und Fußball sind allein deswegen schon kein guter Vergleich, weil hier auf der einen Seite Profis bei potenten Arbeitgebern angestellt sind und auf der anderen Seite (in der Spitze) hochambitionierte Amateure nach einem Weg suchen, sich zumindest in Sachen Einkommen ihres Aufwandes angemessen professionell(er) aufzustellen, weil ihr System das nicht hergibt. Man hat doch als Leichtathlet null Komma null Sicherheiten. Ein Jahr verletzt oder aus anderen Gründen nicht ausreichend leistungsfähig und der Kaderstatus ist weg, die meisten Vereine bezahlen unterhalb des Niveaus eines Supermarktregal-Einräumers, andere Einnahmequellen stehen in keinem Verhältnis zu den Opportunitätskosten. Die Diskussion ist doch fadenscheinig. Wer hier wirklich einen Wechsel auf persönlicher Ebene von Athlet:innen zu GA oder wem auch immer kritisiert, bei dem etwas mehr verdient werden kann und dennoch niemand reich davon wird, und erwartet, dass dabei noch potenziell negative Begleiteffekte berücksichtigt werden, nun ja... der erwartet zu viel.

Das Konzept ist Stand jetzt nicht auf Nachhaltigkeit, Fairness oder sonstige Solidaritätsbereiche ausgelegt, die Athlet:innen wollen einfach mehr verdienen. Wer will es ihnen verdenken?

Das mag ja für die Potyes der Nation gelten, die wie gesagt ohnehin bei Bundestrainern trainieren. Da ist GA im Grunde kaum etwas anderes als ein Sponsor/Ausrüster. Wenn GA diese Athleten holen würde quasi als Mäzentum und parallel Trainingsgruppen mit neuen Athleten in der Jugend aufbauen würde, alles fein. 
Aber wir reden ja auch von Athleten die maximal das Niveau DM-Teilnahme oder sogar weniger haben. Die kriegen dann 100 Euro oder was und was genau ändert sich für sie dadurch..können die dadurch seminprofi werden? Nein. Und dadurch entsteht nun eine Erwartungshaltung bei Sportlern und Eltern dass das angemessen sei. Und wenn Athleten anfragen oder sie von GA Offiziellen ob im Auftrag oder nicht sei dahingestellt, angesprochen werden, heißt es nicht etwa: oh für deine Disziplin oder Altersgruppen haben wir gar kein Angebot, sondern es wird was versprochen und dann sollen sie sich selbst darum kümmern, ob sie bei ihrem bisherigen Verein oder anderswo mit trainieren können. Das Bring viel Unruhe rein und fordert bisweilen unprofessionelle Environments und Herangehensweisen die so geadelt werden und als "professionelles Vorbild" dienen. Da wünschte ich mir auch mal nein zu sagen.


RE: Germany athletics - TranceNation 2k14 - 22.11.2025

(22.11.2025, 12:04)trackwatchnds schrieb: Ich wollte mit meinem Beitrag in erster Linie den ursprünglichen Populismus-behafteten und sachlich falschen Beitrag korrigieren (à la Bayern kauft die Bundesliga leer und schmückt sich mit der Arbeit der anderen). Welches andere Kriterium als Bundesliga-interne Wechsel denn eher passen sollten, erschließt sich wiederum mir nicht. Holt GA die Burghardts, Potyes, Onnens und Madukas aus dem Ausland?

Du kannst Fußball- und LA Transfers insofern nicht vergleichen, als Ausländer kein Startrecht bei DM haben, in der BuLi aber schon. Daher ist das Transferverhalten nicht vergleichbar. Zudem kannst du zum Thema Leerkaufen und Schwächen nicht über die Anzahl, sondern über den Impact argumentieren. Du musst nur die Statistik rauswühlen, in der der heilige FCB immer den gefährlichsten Konkurrenten fundamental durch Transfers der jeweiligen Anker schwächte (zB Borowski, Götze) ohne dass die dort eine längere Perspektive hatten oder gehabt hätten. Straf mich Lügen aber das Transferfenster 2021 zugunsten des FCB hatte so überhaupt nichts mit einer Schwächung von RBL zu tun?