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Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Druckversion

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RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Reichtathletik - 07.08.2026

(07.08.2026, 14:22)Freaky schrieb: ich stell mir gerade die Frage:
Wenn Ansah die Strafe annimmt, wird er für 3 Jahre gesperrt, dann ist er fast 29 (Mitte/Ende 2029), wenn er wieder starten darf. Wie viel da dann noch geht, lassen wir mal dahin gestellt. Nimmt er die Strafe nicht an und es werden 4 Jahre, ist er fast 30 (Mitte/Ende 2030), was die Neuaufnahme der Karriere nicht einfacher macht. Sollte er er aber nicht annehmen, das Verfahren "gewinnen" und "nur" 2 Jahre bekommen, weniger oder sogar ein Freispruch werden es ja höchstwahrscheinlich eh nicht werden, ist er knapp 28 (Mitte/Ende 2028)

LA 2028 hat sich ja eigentlich eh erledigt, bei 2 Jahren Sperre könnte er bei der WM 2029 wieder starten, ansonsten erst bei einer WM 2031 (bzw. halt die EM dazwischen).

Schon irgendwie eine schwere Entscheidung in meinen Augen, ob man auf "nur 2 Jahre" hofft und 4 Jahre risikiert oder halt die 3 Jahre nimmt.

Ich glaube das ist alles maximal realitätsfremd. Wie erwähnt in den nächsten jahren im Fall einer Sperre nix Training und vor allem nix Bundeswehr. Ergo: Keine Einnahmen. Und direkt nach der Sperre wird auch kein Sponsor hurrar schreien. Allein wirtschaftlich ist es somit völlig unrealistisch nach 3-4 Jahren Sperre nochmal zurück zu kommen und nicht stattdessen in der Zwischenzeit eine Ausbildung oder was auch immer absolviert zu haben und seine Miete zu verdienen...


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Reichtathletik - 07.08.2026

(07.08.2026, 14:36)eierluke2 schrieb:
(07.08.2026, 13:38)Roy Schmidt schrieb:
(07.08.2026, 13:01)eierluke2 schrieb:
(07.08.2026, 12:25)Roy Schmidt schrieb:
(07.08.2026, 12:21)Reichtathletik schrieb:
(07.08.2026, 12:11)eierluke2 schrieb: Gute Gedanken. Gerechtigkeit ist halt wirklich kompliziert herzustellen.

Wenn es zur 4 Jahres Strafe kommt, ist es wohl vorbei mit Sprint; ja er dürfte noch nicht mal Bobs anschieben (andere Umsetzung aber im Prinzip gleiche Anti Doping Regeln).

Viel gravierender ist dass er während einer Sperre auch nicht trainieren darf. Also er darf sich privat in seinen Garten stellen klar. Aber eine Zusammenarbeit mit Bayer und seinen jetztigen Trainingskollegen wäre untersagt. Die Nutzung der BSP etc. ebenso.
Frage wäre auch was es mit der Bundeswehr mit bringt. Aus der Sportförderung flöge er logischerweise. Wenn die Bundeswehr ihn behält, müsste er normalen Dienst schieben, hätte dann aber immerhin Einkommen. Gut möglich aber, dass das juristsch zwangsläufig sogar ein Dienstvergehen wäre, was noch mehr Probleme nach sich zieht...

Man unterschreibt bei Sportfördergruppen (Polizeien u. Bundeswehr) eine Anti-Doping Vereinbarung. Da ist nichts mit einfach mal in der Bundeswehr bleiben (auch wenn ein solcher Fall eventuell gesondert betrachtet wird weil kein positiver Test) 
Bei uns bei der Polizei Sachsen kann dies sogar zu disziplinarrechtlichen Konsequenzen führen je nach Betrachtungsweise

Danke für den Input.
Ab welchem Level muss ein Athlet mit derartigen Dopingproben rechnen?
Unterschreibt er/sie, dass sie bereit sind sich jederzeit und überall kontrollieren lassen und welches die sonstigen Rahmenbedingungen sind?
Wieviele aktive Leichtathleten gibt es die darauf ihr Leben einstellen müssen, 100, 500, noch mehr?
Grundsätzlich kann jeder der sich in einem Testpool (ATP, NTP, RTP) befindet, unangekündigt kontrolliert werden. Ab NTP ist das Adams Programm verpflichtend und ab dem RTP hat man die so genannte Stunde zu der man immer verfügbar sein muss.

Die Zugehörigkeit zu Testpools gehen meist mit der Kaderzugehörigkeit einher. Vor olympischen Spielen gibt es noch eine so genannte Longlist. Da sind quasi alle Athleten, die die theoretische Chance haben sich für olympische Spiele zu qualifizierien, drauf, unabhängig der Kaderzugehörigkeit, und werden auch in einem Testpool aufgenomen.

Das ist alles Stand meiner Karriere. Da können sich natürlich Details geändert haben.

Die Vereinbarungen der öffentlichen Stellen (Polizei/Bundeswehr) sind unabhängig davon. Ich kenne natürlich nicht alle und kann nur für die Polizei Sachsen sprechen aber bei uns ist es so, dass jeder Athlet die Vereinbarung unterschreibt, der in die Sportfördergruppe aufgenomen wird. Unabhängig der Kader- und Testpoolzugehörigkeit.

Vielen Dank.
Ich frage mich, wie man aus dem Karusell wieder herauskommt, also z.B. Leistungssportkarriere ist beendet und im nächsten Jahr ruft der Trainer des Heimatvereins an: "wir haben nen Ausfall und brauchen am WE für DMM einen 100 m Mann, Du läufst doch noch unter 11?"
Musst Du dann sagen "äh ne geht nicht, wurde zu lange nicht getestet"?

Und wie wäre es andersrum, die (nur als Beispiel) ewigen (Überlastungs) Achillessehenbeschwerden sind weg, endlich vollständig schmerzfrei, komplette Fußgelenks- Beinstreckung und du bist trotz reduzierterm Oberschenkelumfang. Zur Überraschung aller nach 10,13 im Ziel (OK, bei Yannick Wolf ist die Überraschung dann Entsetzen gewichen). Aber Bundestrainer ruft an "wir haben einen EM Ausfall wg. verweigerter Dopingprobe, kannst Du kommen?"

Also zum einen hat sich seit Roys Zeit etwas verändert. Es gibt nicht mehr so viele Testpools und sie sind nicht mehr mit Kadern fest verbunden. Du wirst künftig von der Nada informiert, in welchem Testpool du bist. Früher musstes du dich als potentieller internationaler Starter der nicht im Bundeskader ist aktiv in einen Testpool eintragen lassen.
Nach Ende einer Karriere kannst du dich abmelden und bist dann nicht mehr verpflichtet whereabouts etc anzugeben. Aber, wenn du dann deine Karriere doch wieder aufnimmst, kommst du ggf schnell wieder rein und wenn es als Täuschung ausgelegt wird, ist es eben genau das: Täuschung.
Unabhängig davon kann jeder der am Wettkampfgeschehen teilnimmt theoretisch jederzeit getestet werden. Im Wettkampf sowieso. 
Aber gerade bei Senkrechtstartern ist aller "Testweltmeister"-Debatten zum trotz die Testdichte doch sehr dürftig. Insgesamt verteilt sich die hohe Anzahl an Tests auf wenige Athleten. Dazu gab es meine ich auch mal kritische Berichterstattung. Hinzu kommt, dass nicht jeder Test ein Test auf alles ist. Gerade im Ausdauerbereich kannst du eigentlich so viele Urinproben abgeben wie du willst und sagen: Wow, ich wurde 365 mal getestet. Und am Ende fuscht du am Blut rum


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - dominikk85 - 07.08.2026

Ob 3 odee 4 jahre, die Karriere wäre so oder so vorbei.

Ich finde die Forderung der NADA relativ absurd. Ja es war vielleicht dumm die Probe zu verweigern, aber er hat ja klar gesagt das er den Flug bekommen muss und das er davor und danach negativ getestet wurde, also keine Absicht Doping zu verschleiern vorlag.

Bezüglich der Geschichte von ansah befürchte ich das ihm das nicht helfen wird, er muss die regeln kennen und der Kontrolleur muss wahrscheinlich nicht die Konsequenzen ansagen.

Dennoch fände ich es unfair wenn er gesperrt würde obwohl er wahrscheinlich nichts genommen hat. Wenn man das mal mit einem Gatlin vergleicht der 80 mal positiv getestet wurde...


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - eierluke2 - 07.08.2026

Vielleicht hat Ansah ja nur eine situativ falsche Entscheidung getroffen, aber er hat doch ein Management, wird von Aurum Sports Group betreut. Was haben die denn geraten als die Tester vor der Tür standen - oder hat er die etwa nicht angerufen?


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - dominikk85 - 07.08.2026

(07.08.2026, 15:15)eierluke2 schrieb: Vielleicht hat Ansah ja nur eine situativ falsche Entscheidung getroffen, aber er hat doch ein Management, wird von Aurum Sports Group betreut. Was haben die denn geraten als die Tester vor der Tür standen - oder hat er die etwa nicht angerufen?

Wenn es wirklich knapp war mit Flug bekommen kann ich mir schon vorstellen das das nicht passiert ist.


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - TranceNation 2k14 - 07.08.2026

(07.08.2026, 14:36)eierluke2 schrieb: Karusell

Absichtlich wäre das eine nette Anspielung gewesen


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - schwellenmonster - 07.08.2026

(07.08.2026, 12:25)Roy Schmidt schrieb:
(07.08.2026, 12:21)Reichtathletik schrieb:
(07.08.2026, 12:11)eierluke2 schrieb: Gute Gedanken. Gerechtigkeit ist halt wirklich kompliziert herzustellen.

Wenn es zur 4 Jahres Strafe kommt, ist es wohl vorbei mit Sprint; ja er dürfte noch nicht mal Bobs anschieben (andere Umsetzung aber im Prinzip gleiche Anti Doping Regeln).

Viel gravierender ist dass er während einer Sperre auch nicht trainieren darf. Also er darf sich privat in seinen Garten stellen klar. Aber eine Zusammenarbeit mit Bayer und seinen jetztigen Trainingskollegen wäre untersagt. Die Nutzung der BSP etc. ebenso.
Frage wäre auch was es mit der Bundeswehr mit bringt. Aus der Sportförderung flöge er logischerweise. Wenn die Bundeswehr ihn behält, müsste er normalen Dienst schieben, hätte dann aber immerhin Einkommen. Gut möglich aber, dass das juristsch zwangsläufig sogar ein Dienstvergehen wäre, was noch mehr Probleme nach sich zieht...

Man unterschreibt bei Sportfördergruppen (Polizeien u. Bundeswehr) eine Anti-Doping Vereinbarung. Da ist nichts mit einfach mal in der Bundeswehr bleiben (auch wenn ein solcher Fall eventuell gesondert betrachtet wird weil kein positiver Test) 
Bei uns bei der Polizei Sachsen kann dies sogar zu disziplinarrechtlichen Konsequenzen führen je nach Betrachtungsweise

Wie kommst du darauf, dass es keinen positiven Test gibt? Wenn man verweigerter Test und positiver Test nicht 1-zu-1 ersetzen kann, ergibt das gesamte Testsystem keinen Sinn


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Jonny - 07.08.2026

(07.08.2026, 15:05)dominikk85 schrieb: das er davor und danach negativ getestet wurde, also keine Absicht Doping zu verschleiern vorlag.

War der nächste Test nicht erst nach den 100 Metern in Monaco? Das wären über 30-32 Stunden, dass dürfte als Entlastungsargument wohl eher nicht helfen. 
Wir wissen auch nicht, wie viel Zeit er wirklich hatte um noch den Flug zu bekommen. Er sagt er hatte es eilig. Dass kann alles bedeuten, von der Flug ging in einer Stunde bis erst in drei oder vier Stunden. Das wurde bei der Auswertung sicherlich auch berücksichtigt, ob er wirklich umgehend hätte weg gemusst oder noch hätte 10 Minuten warten können und eine Probe abgeben.


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Roy Schmidt - 07.08.2026

(07.08.2026, 15:30)schwellenmonster schrieb:
(07.08.2026, 12:25)Roy Schmidt schrieb:
(07.08.2026, 12:21)Reichtathletik schrieb:
(07.08.2026, 12:11)eierluke2 schrieb: Gute Gedanken. Gerechtigkeit ist halt wirklich kompliziert herzustellen.

Wenn es zur 4 Jahres Strafe kommt, ist es wohl vorbei mit Sprint; ja er dürfte noch nicht mal Bobs anschieben (andere Umsetzung aber im Prinzip gleiche Anti Doping Regeln).

Viel gravierender ist dass er während einer Sperre auch nicht trainieren darf. Also er darf sich privat in seinen Garten stellen klar. Aber eine Zusammenarbeit mit Bayer und seinen jetztigen Trainingskollegen wäre untersagt. Die Nutzung der BSP etc. ebenso.
Frage wäre auch was es mit der Bundeswehr mit bringt. Aus der Sportförderung flöge er logischerweise. Wenn die Bundeswehr ihn behält, müsste er normalen Dienst schieben, hätte dann aber immerhin Einkommen. Gut möglich aber, dass das juristsch zwangsläufig sogar ein Dienstvergehen wäre, was noch mehr Probleme nach sich zieht...

Man unterschreibt bei Sportfördergruppen (Polizeien u. Bundeswehr) eine Anti-Doping Vereinbarung. Da ist nichts mit einfach mal in der Bundeswehr bleiben (auch wenn ein solcher Fall eventuell gesondert betrachtet wird weil kein positiver Test) 
Bei uns bei der Polizei Sachsen kann dies sogar zu disziplinarrechtlichen Konsequenzen führen je nach Betrachtungsweise

Wie kommst du darauf, dass es keinen positiven Test gibt? Wenn man verweigerter Test und positiver Test nicht 1-zu-1 ersetzen kann, ergibt das gesamte Testsystem keinen Sinn
Ich sage nur dass es eventuell Spielraum in der Vereinbarung geben könnte, da ich die Anti Doping Vereinbarung der Bundeswehr nicht kenne.


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 07.08.2026

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