RE: NCAA DI Championships 2026 - Eugene, 10.-13.06.2026 (Tharp 110mH WR 12,75) - alex72 - 13.06.2026
(13.06.2026, 08:37)CoachnEngineer schrieb: (13.06.2026, 07:47)dominikk85 schrieb: (12.06.2026, 17:10)mark1967 schrieb: (12.06.2026, 12:02)dominikk85 schrieb: (11.06.2026, 14:50)mark1967 schrieb: trotzdem ist es ja legitim zu fragen, wo die 1 Sekunde Unterschied zu deutschen Läufern herkommen. Denn die Zeiten zwischen 13.05 und 13,20 waren ja eher Ausrutscher nach oben mit einer zumindest beim Rekord fragwürdigen Zeitmessung. Das betrifft allerdings nicht nur diesen Wunderlauf.
Man kann sich natürlich auch fragen warum die besten deutschen etwa auf dem Stand der Weltspitze von 1955 über 110m Hürden laufen .
da würden mich in der Tat Antworten interessieren, zumal im Flachsprint das ja kein so großer Unterschied ist. Der Läuferpool ist natürlich viel kleiner hier. Ich habe das Gefühl das in Deutschland die 100m durch den staffel fokus als talent staubsauger wirken. Jeder unter 10.40 denkt sich "noch ein paar hunderstel besser und ich kann in der staffel dabei sein". Der dlv fördert das auch und hält sich gerne einen großen staffel Dunstkreis.
Dadurch wechseln gute Talente selten oder sehr spät egal ob auf die Hürden oder auf die 400m.
In den usa bist du dagegen mit 10.20 ungefähr die nummer 70 im land, damit gewinnst du keinen Blumentopf und auch starke sprint Talente wechseln frühzeitig zu den Hürden.
Das beginnt doch schon viel früher. mit 10,85 bist du in D schon in der U18 Spitze und fährst ggf schon zu internationalen Meisterschaften. Was bedeutet, dass man sich, wenn man schnell genug ist, bereits in der U16 auf diese Schiene spezialisiert, und oftmals alternatives Training, welches einen späteren Umstieg ermöglicht, vernachlässigt wird.
Aber als Hürdensprinter, der es nach ganz oben schafft, musst du schon irgendwie geboren und vor allem entwickelt werden. Du kannst nicht einfach so mit 18 sagen, jetzt geht ich an die Hürden, weil ich es im Sprint nicht schaffe.
Nenn mir bitte einen U18 Athleten der mit 10,85 zu einer int, Meisterschaft geschickt wurde
RE: NCAA DI Championships 2026 - Eugene, 10.-13.06.2026 (Tharp 110mH WR 12,75) - eierluke2 - 13.06.2026
(13.06.2026, 10:14)alex72 schrieb: (13.06.2026, 08:37)CoachnEngineer schrieb: (13.06.2026, 07:47)dominikk85 schrieb: (12.06.2026, 17:10)mark1967 schrieb: (12.06.2026, 12:02)dominikk85 schrieb: (11.06.2026, 14:50)mark1967 schrieb: trotzdem ist es ja legitim zu fragen, wo die 1 Sekunde Unterschied zu deutschen Läufern herkommen. Denn die Zeiten zwischen 13.05 und 13,20 waren ja eher Ausrutscher nach oben mit einer zumindest beim Rekord fragwürdigen Zeitmessung. Das betrifft allerdings nicht nur diesen Wunderlauf.
Man kann sich natürlich auch fragen warum die besten deutschen etwa auf dem Stand der Weltspitze von 1955 über 110m Hürden laufen .
da würden mich in der Tat Antworten interessieren, zumal im Flachsprint das ja kein so großer Unterschied ist. Der Läuferpool ist natürlich viel kleiner hier. Ich habe das Gefühl das in Deutschland die 100m durch den staffel fokus als talent staubsauger wirken. Jeder unter 10.40 denkt sich "noch ein paar hunderstel besser und ich kann in der staffel dabei sein". Der dlv fördert das auch und hält sich gerne einen großen staffel Dunstkreis.
Dadurch wechseln gute Talente selten oder sehr spät egal ob auf die Hürden oder auf die 400m.
In den usa bist du dagegen mit 10.20 ungefähr die nummer 70 im land, damit gewinnst du keinen Blumentopf und auch starke sprint Talente wechseln frühzeitig zu den Hürden.
Das beginnt doch schon viel früher. mit 10,85 bist du in D schon in der U18 Spitze und fährst ggf schon zu internationalen Meisterschaften. Was bedeutet, dass man sich, wenn man schnell genug ist, bereits in der U16 auf diese Schiene spezialisiert, und oftmals alternatives Training, welches einen späteren Umstieg ermöglicht, vernachlässigt wird.
Aber als Hürdensprinter, der es nach ganz oben schafft, musst du schon irgendwie geboren und vor allem entwickelt werden. Du kannst nicht einfach so mit 18 sagen, jetzt geht ich an die Hürden, weil ich es im Sprint nicht schaffe.
Nenn mir bitte einen U18 Athleten der mit 10,85 zu einer int, Meisterschaft geschickt wurde
Das Problem ist aber richtig erkannt, als Sprinter mit zu wenig schnell zuckenden Muskelfasern (ich nenne jetzt mal keine Hautfarbe) kommst Du nicht mehr in ein Weltfinale und bei zu spätem Umstieg ist der Zug auch über 110 Hürden abgefahren.
Hürdensprinter sollten nebst geeigneter Körpergröße (idealer Weise 1,85+), einer großen Beweglichkeit (die muss früh geübt werden) Koordinationsvermögen haben (das kann gar nicht früh genug geübt werden).
Ein Umstieg mit 18 ist zu spät.
Aber Grundschnelligkeit ist natürlich ultimative Voraussetzung.
Da nicht alle Hürdensprinter während ihres Karriere Peaks noch 100 m Zeiten abliefern, bleiben als Referenz eigentlich nur die Vergleichswerte der schnellsten Zehnkämpfer, die regelmäßig beide Übungen bestreiten.
Busemann (zunächst ja Hürdenspezialist) lief 10,59 und 13,45 mit sehr guter Technik
Devon Williams 10,56 (10,50+2,3) / 13,37 exzellente Technik (die 13,37 waren aber auch eine Eintagsfliege)
Kevin Mayer 10,50 / 13,54 (13,49+3,0) gute Technik
Simon Ehammer 10,34 / 13,38 gute Technik
Finley Gayo 10,43 / 13,46 gute Technik
Die Quali.Norm für die WM 2027 in Beijing liegt bei (absurden) 13,18 s.
Selbst bei exzellenter Technik braucht man dafür wohl ca. ein Sprintvermögen von 10,35 (10,40 oder langsamer reichen sicherlich schon nicht mehr)
Also auf gehts, suchen wir nach über 1,85 großen Sprintern, die früher mal geturnt haben und Fußball (oder eine andere Ballsportart) betrieben!
RE: NCAA DI Championships 2026 - Eugene, 10.-13.06.2026 (Tharp 110mH WR 12,75) - mark1967 - 13.06.2026
(13.06.2026, 11:02)eierluke2 schrieb: (13.06.2026, 10:14)alex72 schrieb: (13.06.2026, 08:37)CoachnEngineer schrieb: (13.06.2026, 07:47)dominikk85 schrieb: (12.06.2026, 17:10)mark1967 schrieb: (12.06.2026, 12:02)dominikk85 schrieb: (11.06.2026, 14:50)mark1967 schrieb: trotzdem ist es ja legitim zu fragen, wo die 1 Sekunde Unterschied zu deutschen Läufern herkommen. Denn die Zeiten zwischen 13.05 und 13,20 waren ja eher Ausrutscher nach oben mit einer zumindest beim Rekord fragwürdigen Zeitmessung. Das betrifft allerdings nicht nur diesen Wunderlauf.
Man kann sich natürlich auch fragen warum die besten deutschen etwa auf dem Stand der Weltspitze von 1955 über 110m Hürden laufen .
da würden mich in der Tat Antworten interessieren, zumal im Flachsprint das ja kein so großer Unterschied ist. Der Läuferpool ist natürlich viel kleiner hier. Ich habe das Gefühl das in Deutschland die 100m durch den staffel fokus als talent staubsauger wirken. Jeder unter 10.40 denkt sich "noch ein paar hunderstel besser und ich kann in der staffel dabei sein". Der dlv fördert das auch und hält sich gerne einen großen staffel Dunstkreis.
Dadurch wechseln gute Talente selten oder sehr spät egal ob auf die Hürden oder auf die 400m.
In den usa bist du dagegen mit 10.20 ungefähr die nummer 70 im land, damit gewinnst du keinen Blumentopf und auch starke sprint Talente wechseln frühzeitig zu den Hürden.
Das beginnt doch schon viel früher. mit 10,85 bist du in D schon in der U18 Spitze und fährst ggf schon zu internationalen Meisterschaften. Was bedeutet, dass man sich, wenn man schnell genug ist, bereits in der U16 auf diese Schiene spezialisiert, und oftmals alternatives Training, welches einen späteren Umstieg ermöglicht, vernachlässigt wird.
Aber als Hürdensprinter, der es nach ganz oben schafft, musst du schon irgendwie geboren und vor allem entwickelt werden. Du kannst nicht einfach so mit 18 sagen, jetzt geht ich an die Hürden, weil ich es im Sprint nicht schaffe.
Nenn mir bitte einen U18 Athleten der mit 10,85 zu einer int, Meisterschaft geschickt wurde
Das Problem ist aber richtig erkannt, als Sprinter mit zu wenig schnell zuckenden Muskelfasern (ich nenne jetzt mal keine Hautfarbe) kommst Du nicht mehr in ein Weltfinale und bei zu spätem Umstieg ist der Zug auch über 110 Hürden abgefahren.
Hürdensprinter sollten nebst geeigneter Körpergröße (idealer Weise 1,85+), einer großen Beweglichkeit (die muss früh geübt werden) Koordinationsvermögen haben (das kann gar nicht früh genug geübt werden).
Ein Umstieg mit 18 ist zu spät.
Aber Grundschnelligkeit ist natürlich ultimative Voraussetzung.
Da nicht alle Hürdensprinter während ihres Karriere Peaks noch 100 m Zeiten abliefern, bleiben als Referenz eigentlich nur die Vergleichswerte der schnellsten Zehnkämpfer, die regelmäßig beide Übungen bestreiten.
Busemann (zunächst ja Hürdenspezialist) lief 10,59 und 13,45 mit sehr guter Technik
Devon Williams 10,56 (10,50+2,3) / 13,37 exzellente Technik (die 13,37 waren aber auch eine Eintagsfliege)
Kevin Mayer 10,50 / 13,54 (13,49+3,0) gute Technik
Simon Ehammer 10,34 / 13,38 gute Technik
Finley Gayo 10,43 / 13,46 gute Technik
Die Quali.Norm für die WM 2027 in Beijing liegt bei (absurden) 13,18 s.
Selbst bei exzellenter Technik braucht man dafür wohl ca. ein Sprintvermögen von 10,35 (10,40 oder langsamer reichen sicherlich schon nicht mehr)
Also auf gehts, suchen wir nach über 1,85 großen Sprintern, die früher mal geturnt haben und Fußball (oder eine andere Ballsportart) betrieben!
Schwarthoffs Bestzeit war 10,57...
RE: NCAA DI Championships 2026 - Eugene, 10.-13.06.2026 (Tharp 110mH WR 12,75) - eierluke2 - 13.06.2026
(13.06.2026, 12:55)mark1967 schrieb: (13.06.2026, 11:02)eierluke2 schrieb: (13.06.2026, 10:14)alex72 schrieb: (13.06.2026, 08:37)CoachnEngineer schrieb: (13.06.2026, 07:47)dominikk85 schrieb: (12.06.2026, 17:10)mark1967 schrieb: (12.06.2026, 12:02)dominikk85 schrieb: (11.06.2026, 14:50)mark1967 schrieb: trotzdem ist es ja legitim zu fragen, wo die 1 Sekunde Unterschied zu deutschen Läufern herkommen. Denn die Zeiten zwischen 13.05 und 13,20 waren ja eher Ausrutscher nach oben mit einer zumindest beim Rekord fragwürdigen Zeitmessung. Das betrifft allerdings nicht nur diesen Wunderlauf.
Man kann sich natürlich auch fragen warum die besten deutschen etwa auf dem Stand der Weltspitze von 1955 über 110m Hürden laufen .
da würden mich in der Tat Antworten interessieren, zumal im Flachsprint das ja kein so großer Unterschied ist. Der Läuferpool ist natürlich viel kleiner hier. Ich habe das Gefühl das in Deutschland die 100m durch den staffel fokus als talent staubsauger wirken. Jeder unter 10.40 denkt sich "noch ein paar hunderstel besser und ich kann in der staffel dabei sein". Der dlv fördert das auch und hält sich gerne einen großen staffel Dunstkreis.
Dadurch wechseln gute Talente selten oder sehr spät egal ob auf die Hürden oder auf die 400m.
In den usa bist du dagegen mit 10.20 ungefähr die nummer 70 im land, damit gewinnst du keinen Blumentopf und auch starke sprint Talente wechseln frühzeitig zu den Hürden.
Das beginnt doch schon viel früher. mit 10,85 bist du in D schon in der U18 Spitze und fährst ggf schon zu internationalen Meisterschaften. Was bedeutet, dass man sich, wenn man schnell genug ist, bereits in der U16 auf diese Schiene spezialisiert, und oftmals alternatives Training, welches einen späteren Umstieg ermöglicht, vernachlässigt wird.
Aber als Hürdensprinter, der es nach ganz oben schafft, musst du schon irgendwie geboren und vor allem entwickelt werden. Du kannst nicht einfach so mit 18 sagen, jetzt geht ich an die Hürden, weil ich es im Sprint nicht schaffe.
Nenn mir bitte einen U18 Athleten der mit 10,85 zu einer int, Meisterschaft geschickt wurde
Das Problem ist aber richtig erkannt, als Sprinter mit zu wenig schnell zuckenden Muskelfasern (ich nenne jetzt mal keine Hautfarbe) kommst Du nicht mehr in ein Weltfinale und bei zu spätem Umstieg ist der Zug auch über 110 Hürden abgefahren.
Hürdensprinter sollten nebst geeigneter Körpergröße (idealer Weise 1,85+), einer großen Beweglichkeit (die muss früh geübt werden) Koordinationsvermögen haben (das kann gar nicht früh genug geübt werden).
Ein Umstieg mit 18 ist zu spät.
Aber Grundschnelligkeit ist natürlich ultimative Voraussetzung.
Da nicht alle Hürdensprinter während ihres Karriere Peaks noch 100 m Zeiten abliefern, bleiben als Referenz eigentlich nur die Vergleichswerte der schnellsten Zehnkämpfer, die regelmäßig beide Übungen bestreiten.
Busemann (zunächst ja Hürdenspezialist) lief 10,59 und 13,45 mit sehr guter Technik
Devon Williams 10,56 (10,50+2,3) / 13,37 exzellente Technik (die 13,37 waren aber auch eine Eintagsfliege)
Kevin Mayer 10,50 / 13,54 (13,49+3,0) gute Technik
Simon Ehammer 10,34 / 13,38 gute Technik
Finley Gayo 10,43 / 13,46 gute Technik
Die Quali.Norm für die WM 2027 in Beijing liegt bei (absurden) 13,18 s.
Selbst bei exzellenter Technik braucht man dafür wohl ca. ein Sprintvermögen von 10,35 (10,40 oder langsamer reichen sicherlich schon nicht mehr)
Also auf gehts, suchen wir nach über 1,85 großen Sprintern, die früher mal geturnt haben und Fußball (oder eine andere Ballsportart) betrieben!
Schwarthoffs Bestzeit war 10,57...
Wie ich bereits schrieb: von den Spezialisten gibt es meist nur 100 m Bestzeiten aus dem Jugendalter. Sind sie erst mal richtig gut laufen laufen sie dann und wann mal ne 200 m Zeit und das dann eher in der Saisonvorbereitung im April. Ein realistisches Bild des Leistungsvermögens gibt es fast nur noch bei den Zehnkämpfern.
Ausnahmen bilden höchstens solche Hürdensprinter die sogar über 100 m top sind, wie Omar McLeod der PBs von 9,99 und 12,90 hatte. Er hatte aber Größennachteile, bei optimaler Körpergröße sollten 9,99 ausreichend sein für den 110 Hürden Weltrekord.
Einen guten Anhaltspunkt lieferte Grant Holloway: optimale Körpergrösse und perfekte Technik. er lief bereits am Leistungszenit 6,50 über 60 m und 7,27 über 60 m Hürden. Leider weiß man nicht wie man dass auf den Langsprint umrechnen soll.
Eine realistische Top 100 m Zeit (unter 10) gibt es nicht und über 110 Hürden ließ er immer gegen Ende des Rennens stets nach. Die <12,70 die er in den Beinen hatte hat er daher nie auf die Bahn gebracht.
Sein Leistungsbild bleibt sehr mysteriös, da er grundsätzlich Langsprint könnte; in einer 4 x 400 m Staffel wurde er mal (fliegend) mit 43,75 gestoppt.
Bei 6,50 s über 60m und 2,16 m Hoch ist er auch nie entsprechend weit gesprungen, trotz vieler Versuche (bei solchen Zubringerwerten könnte man eigentlich CarlLewisweit springen) ?
[geteilt] NCAA DI Championships 2026 - Eugene, 10.-13.06.2026 (Tharp WR 12,75, Hodge 10,63) - CoachnEngineer - 13.06.2026
(13.06.2026, 10:14)alex72 schrieb: (13.06.2026, 08:37)CoachnEngineer schrieb: (13.06.2026, 07:47)dominikk85 schrieb: (12.06.2026, 17:10)mark1967 schrieb: (12.06.2026, 12:02)dominikk85 schrieb: (11.06.2026, 14:50)mark1967 schrieb: trotzdem ist es ja legitim zu fragen, wo die 1 Sekunde Unterschied zu deutschen Läufern herkommen. Denn die Zeiten zwischen 13.05 und 13,20 waren ja eher Ausrutscher nach oben mit einer zumindest beim Rekord fragwürdigen Zeitmessung. Das betrifft allerdings nicht nur diesen Wunderlauf.
Man kann sich natürlich auch fragen warum die besten deutschen etwa auf dem Stand der Weltspitze von 1955 über 110m Hürden laufen .
da würden mich in der Tat Antworten interessieren, zumal im Flachsprint das ja kein so großer Unterschied ist. Der Läuferpool ist natürlich viel kleiner hier. Ich habe das Gefühl das in Deutschland die 100m durch den staffel fokus als talent staubsauger wirken. Jeder unter 10.40 denkt sich "noch ein paar hunderstel besser und ich kann in der staffel dabei sein". Der dlv fördert das auch und hält sich gerne einen großen staffel Dunstkreis.
Dadurch wechseln gute Talente selten oder sehr spät egal ob auf die Hürden oder auf die 400m.
In den usa bist du dagegen mit 10.20 ungefähr die nummer 70 im land, damit gewinnst du keinen Blumentopf und auch starke sprint Talente wechseln frühzeitig zu den Hürden.
Das beginnt doch schon viel früher. mit 10,85 bist du in D schon in der U18 Spitze und fährst ggf schon zu internationalen Meisterschaften. Was bedeutet, dass man sich, wenn man schnell genug ist, bereits in der U16 auf diese Schiene spezialisiert, und oftmals alternatives Training, welches einen späteren Umstieg ermöglicht, vernachlässigt wird.
Aber als Hürdensprinter, der es nach ganz oben schafft, musst du schon irgendwie geboren und vor allem entwickelt werden. Du kannst nicht einfach so mit 18 sagen, jetzt geht ich an die Hürden, weil ich es im Sprint nicht schaffe.
Nenn mir bitte einen U18 Athleten der mit 10,85 zu einer int, Meisterschaft geschickt wurde
Sorry.Denkfehler meinerseits. Ich hatte an Staffelnominierung gedacht, aber die ist ja aktuell für int. U18 Meisterschaften nicht möglich. Daher ersetze bitte "internationale Meisterschaft" mit "Start im Nationaltrikot" z.B. bei Gala-Sportfesten oder Länderkämpfen. Inhaltlich ändert das aber nix an der Aussage, dass die Anreize für schnelle Leute groß sind ab U16 technische Alternativ-Disziplinen fallen zu lassen und alles auf den Sprint zu setzen. Früher hat man mit dem Blockwettkampf als DM der U16 da noch etwas gegensteuern wollen, aber den Sinn davon etwas aus den Augen verloren.
In USA z.B wird dadurch gegengesteuert, dass es im HighSchool-Bereich die spektakulären und attraktiven Hürden-Relays mit meist 10 Startern pro Team (Pendelstaffel) gibt, wo eigentlich jeder schnelle Athlet einer HS gebraucht wird und deswegen auch noch ordentlich Hürdenarbeit macht. Kann mir vorstellen, dass dadurch eine bessere Parallelität zwischen Speedentwicklung und Hürdentechnik entsteht.
RE: Hürdensprint - TranceNation 2k14 - 13.06.2026
Das Problem der Staffeln/dünnen Sprintbreite besteht aber insofern, als zweigleisige Athleten (also bis einschl. U20 Hürden Spitze, alles davor ist nicht interpretierbar) dann sich doch für den Sprint entscheiden und den Kurzhürden verloren gehen, anstatt sich über 1.067 m durchzubeißen.
RE: Hürdensprint - Delta - 13.06.2026
Es war früher üblich, dass Feutsche Hürdenläufer regelmässig 13.4 und etwas besser liefen. Zeiten unter 13.25 waren selten. Wenn ich aber sehe, dass Ehammer fast regelmässig die Top 3 Zeiten in Deutschland schlägt. gibt mir das zu denken.
RE: NCAA DI Championships 2026 - Eugene, 10.-13.06.2026 (Tharp 110mH WR 12,75) - dominikk85 - 13.06.2026
(13.06.2026, 15:52)eierluke2 schrieb: (13.06.2026, 12:55)mark1967 schrieb: (13.06.2026, 11:02)eierluke2 schrieb: (13.06.2026, 10:14)alex72 schrieb: (13.06.2026, 08:37)CoachnEngineer schrieb: (13.06.2026, 07:47)dominikk85 schrieb: (12.06.2026, 17:10)mark1967 schrieb: (12.06.2026, 12:02)dominikk85 schrieb: Man kann sich natürlich auch fragen warum die besten deutschen etwa auf dem Stand der Weltspitze von 1955 über 110m Hürden laufen .
da würden mich in der Tat Antworten interessieren, zumal im Flachsprint das ja kein so großer Unterschied ist. Der Läuferpool ist natürlich viel kleiner hier. Ich habe das Gefühl das in Deutschland die 100m durch den staffel fokus als talent staubsauger wirken. Jeder unter 10.40 denkt sich "noch ein paar hunderstel besser und ich kann in der staffel dabei sein". Der dlv fördert das auch und hält sich gerne einen großen staffel Dunstkreis.
Dadurch wechseln gute Talente selten oder sehr spät egal ob auf die Hürden oder auf die 400m.
In den usa bist du dagegen mit 10.20 ungefähr die nummer 70 im land, damit gewinnst du keinen Blumentopf und auch starke sprint Talente wechseln frühzeitig zu den Hürden.
Das beginnt doch schon viel früher. mit 10,85 bist du in D schon in der U18 Spitze und fährst ggf schon zu internationalen Meisterschaften. Was bedeutet, dass man sich, wenn man schnell genug ist, bereits in der U16 auf diese Schiene spezialisiert, und oftmals alternatives Training, welches einen späteren Umstieg ermöglicht, vernachlässigt wird.
Aber als Hürdensprinter, der es nach ganz oben schafft, musst du schon irgendwie geboren und vor allem entwickelt werden. Du kannst nicht einfach so mit 18 sagen, jetzt geht ich an die Hürden, weil ich es im Sprint nicht schaffe.
Nenn mir bitte einen U18 Athleten der mit 10,85 zu einer int, Meisterschaft geschickt wurde
Das Problem ist aber richtig erkannt, als Sprinter mit zu wenig schnell zuckenden Muskelfasern (ich nenne jetzt mal keine Hautfarbe) kommst Du nicht mehr in ein Weltfinale und bei zu spätem Umstieg ist der Zug auch über 110 Hürden abgefahren.
Hürdensprinter sollten nebst geeigneter Körpergröße (idealer Weise 1,85+), einer großen Beweglichkeit (die muss früh geübt werden) Koordinationsvermögen haben (das kann gar nicht früh genug geübt werden).
Ein Umstieg mit 18 ist zu spät.
Aber Grundschnelligkeit ist natürlich ultimative Voraussetzung.
Da nicht alle Hürdensprinter während ihres Karriere Peaks noch 100 m Zeiten abliefern, bleiben als Referenz eigentlich nur die Vergleichswerte der schnellsten Zehnkämpfer, die regelmäßig beide Übungen bestreiten.
Busemann (zunächst ja Hürdenspezialist) lief 10,59 und 13,45 mit sehr guter Technik
Devon Williams 10,56 (10,50+2,3) / 13,37 exzellente Technik (die 13,37 waren aber auch eine Eintagsfliege)
Kevin Mayer 10,50 / 13,54 (13,49+3,0) gute Technik
Simon Ehammer 10,34 / 13,38 gute Technik
Finley Gayo 10,43 / 13,46 gute Technik
Die Quali.Norm für die WM 2027 in Beijing liegt bei (absurden) 13,18 s.
Selbst bei exzellenter Technik braucht man dafür wohl ca. ein Sprintvermögen von 10,35 (10,40 oder langsamer reichen sicherlich schon nicht mehr)
Also auf gehts, suchen wir nach über 1,85 großen Sprintern, die früher mal geturnt haben und Fußball (oder eine andere Ballsportart) betrieben!
Schwarthoffs Bestzeit war 10,57...
Wie ich bereits schrieb: von den Spezialisten gibt es meist nur 100 m Bestzeiten aus dem Jugendalter. Sind sie erst mal richtig gut laufen laufen sie dann und wann mal ne 200 m Zeit und das dann eher in der Saisonvorbereitung im April. Ein realistisches Bild des Leistungsvermögens gibt es fast nur noch bei den Zehnkämpfern.
Ausnahmen bilden höchstens solche Hürdensprinter die sogar über 100 m top sind, wie Omar McLeod der PBs von 9,99 und 12,90 hatte. Er hatte aber Größennachteile, bei optimaler Körpergröße sollten 9,99 ausreichend sein für den 110 Hürden Weltrekord.
Einen guten Anhaltspunkt lieferte Grant Holloway: optimale Körpergrösse und perfekte Technik. er lief bereits am Leistungszenit 6,50 über 60 m und 7,27 über 60 m Hürden. Leider weiß man nicht wie man dass auf den Langsprint umrechnen soll.
Eine realistische Top 100 m Zeit (unter 10) gibt es nicht und über 110 Hürden ließ er immer gegen Ende des Rennens stets nach. Die <12,70 die er in den Beinen hatte hat er daher nie auf die Bahn gebracht.
Sein Leistungsbild bleibt sehr mysteriös, da er grundsätzlich Langsprint könnte; in einer 4 x 400 m Staffel wurde er mal (fliegend) mit 43,75 gestoppt.
Bei 6,50 s über 60m und 2,16 m Hoch ist er auch nie entsprechend weit gesprungen, trotz vieler Versuche (bei solchen Zubringerwerten könnte man eigentlich CarlLewisweit springen) ?
Die 60m zeit ist für die Hürden eh viel wichtiger als die 100m zeit. Der top speed auf den Hürden ist nur knapp 10m/s was langsamer ist als die besten frauen über 100m.
Sprich die Fähigkeit mit 12 m/s "fliegen" zu können ist gar nicht so extrem wichtig. Man braucht natürlich dennoch einen ordentlichen top speed, aber vor allem muss man vor der ersten Hürde so viel speed aufbauen wie möglich. Die besten Hürden sprinter haben bereits an der ersten Hürde fast 9m/s drauf und werden dann nur noch geringfügig schneller.
RE: Hürdensprint - Sprunggott - 15.06.2026
Die ml. Hürden-Talente sind zu 99% mit 14 -16 Jahren schon in anderen Sportarten,
und den Rest darf die LA in GER beüben! Bei den Frauen sehe ich das auch so kommen...
Wer will das schon - viel zu anstrengend.
US ist nicht mit GER zu vergleichen - das ist als wenn ein Kaninchen gegen eine Grizzly kämpft!
Provokation genug ?
RE: Hürdensprint - CoachnEngineer - 15.06.2026
(Vor 2 Stunden)Sprunggott schrieb: Die ml. Hürden-Talente sind zu 99% mit 14 -16 Jahren schon in anderen Sportarten,
und den Rest darf die LA in GER beüben! Bei den Frauen sehe ich das auch so kommen...
Wer will das schon - viel zu anstrengend.
US ist nicht mit GER zu vergleichen - das ist als wenn ein Kaninchen gegen eine Grizzly kämpft!
Provokation genug ?
Im Grunde hat die US LA das gleiche Problem dann aber mit dem Football. Nicht wenige potentiell hochtalentierte Hurdler enden vemutlich dann als Wide-Receiver bei einem mittelmäßigen College-Team.
Ändert aber mE nichts daran, dass die "Technik- und Disziplinoffenheit" im Highschool-Bereich durchaus Vorteile hat für die Qualität der Talentsichtung und -Weiterentwicklung.
Ich denke, bei uns bleibt da nur der Weg, an die Vernunft der Trainer zu appellieren, um auf kleiner Flamme ähnliches zu erreichen.
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