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Gertrud 70 Jahre - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Off-Topic (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=9) +--- Forum: Plauderecke (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=14) +--- Thema: Gertrud 70 Jahre (/showthread.php?tid=636) Seiten:
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RE: Gertrud 70 Jahre - Gertrud - 26.10.2014 (26.10.2014, 12:40)icheinfachma schrieb: Auch von mir die besten Wünsche (vor allem Gesundheit) zum Geburtstag. Gleichzeitig möchte ich mich bedanken. Ich halte Ihre Entwicklung für bemerkenswert und absolut richtig. Ich gebe Ihnen mal ein anderes Bespiel einer Biologiekollegin mit sehr ausgeprägtem hallux valgus. Ich habe mir die Füße angesehen und habe ihr ein Equipment, richtige individuelle Übungen und Spezialschuhe und –socken vorgeschlagen. Außerem habe ich ihr geraten, ihre Schuhe wegzuwerfen, weil der hallux valus dadurch verstärkt wird. Sie war sehr glücklich darüber. Das setzt wirklich ein hartes Training voraus, zu dem diese Kollegin aber bereit ist. Keine/r hat ihr bisher diese Hilfen trotz Privatkasse verordnet. Sie würde ohne Hilfen in ein paar Jahren sicherlich operiert werden und kann so wahrscheinlich OP vermeiden. Ich sehe viele OP in der Leichtathletik als systemrelevant an, weil der Blick für das Wesentliche einfach fehlt und das auch im Topbereich bei enormen Belastungen!!! Ich bemerke diese Versäumnisse gerade beim Kugelstoßen, wenn es um Verwringung geht. Da sind viele anatomische Gegebenheiten einfach total verschwommen und nicht präsent. Ich habe mein eigenes Leben total umgekrempelt. Es sind schon 15kg runter. Ich komme gerade von einem einstündigen Training auf dem Ergometer (100 Watt bei 70 Umdrehungen) nach oben. Mein Essen habe ich total umgestellt und qualitativ enorm verbessert. Dazu integriere ich ein sehr spezielles Kraftproramm. Ich werde bei der nächsten Untersuchung im Februar in Topform antreten. Ja, ich halte es für sehr wichtig, auch mit 70 noch Träume und Ziele zu haben. Mein Kopf und mein Herz sind noch voll davon. ![]() Gertrud RE: Gertrud 70 Jahre - Javeling - 27.10.2014 Zitat:Ich halte Ihre Entwicklung für bemerkenswert und absolut richtig. Ich gebe Ihnen mal ein anderes Bespiel einer Biologiekollegin mit sehr ausgeprägtem hallux valgus. Ich habe mir die Füße angesehen und habe ihr ein Equipment, richtige individuelle Übungen und Spezialschuhe und –socken vorgeschlagen. Außerem habe ich ihr geraten, ihre Schuhe wegzuwerfen, weil der hallux valus dadurch verstärkt wird. Sie war sehr glücklich darüber. Das setzt wirklich ein hartes Training voraus, zu dem diese Kollegin aber bereit ist. Keine/r hat ihr bisher diese Hilfen trotz Privatkasse verordnet. Sie würde ohne Hilfen in ein paar Jahren sicherlich operiert werden und kann so wahrscheinlich OP vermeiden. .......off-topic, da es nichts mit dem Geburtstag zu tun hat. Zu den obigen Bemerkungen : Was ist das für eine Biologielehrerin, die diese Kenntnisse nicht besitzt ? Gibt es denn wirklich in Ihrer Nähe keinen Facharzt /keine Fachärztin mit diversen 'hallux valgus' - Kenntnissen ? Schon allein ein wenig googeln hift, sich zu informieren. Ob aber ein Laie in der Lage ist, dann die richtige Diagnose (nur nach Sicht) zu stellen, das bezweifle ich. Wie sieht es denn eigentlich mit der Versicherungsfrage aus, wenn Folgeschäden eintreten ? Heinz Engels, Mainz PS: Was ist denn mit der Uhrzeit los ? Bei mir steht immer noch die Sommerzeit. RE: Gertrud 70 Jahre - MZPTLK - 27.10.2014 (27.10.2014, 15:01)Javeling schrieb: Was ist das für eine Biologielehrerin, die diese Kenntnisse nicht besitzt ?Was glaubst Du, was ich alles nicht weiss , in meinem Beruf aber wissen sollte , dabei bin ich noch einer der Besseren...
RE: Gertrud 70 Jahre - Javeling - 27.10.2014 MZPTLK schrieb:Hmmmh, welche Kenntnisse hatte ich wohl gemeint ?Javeling schrieb:Was ist das für eine Biologielehrerin, die diese Kenntnisse nicht besitzt ?Was glaubst Du, was ich alles nicht weiss ![]() Doch wohl nur die, die man gurgeln kann. Dat sollte doch auch 'ne B.-Lehrerin wissen können......wenn ich dat sogar kann
RE: Gertrud 70 Jahre - MZPTLK - 27.10.2014 (27.10.2014, 17:18)Javeling schrieb:Das ist aber unlogisch, wozu hat die denn Bio studiert, wenn sie eh alles gurgeln kann(die Schöler natürlich auch)MZPTLK schrieb:Hmmmh, welche Kenntnisse hatte ich wohl gemeint ?Javeling schrieb:Was ist das für eine Biologielehrerin, die diese Kenntnisse nicht besitzt ?Was glaubst Du, was ich alles nicht weiss
RE: Gertrud 70 Jahre - Mockauer - 28.10.2014 Alles gute nachträglich!! RE: Gertrud 70 Jahre - Gertrud - 29.10.2014 (27.10.2014, 17:18)Javeling schrieb:MZPTLK schrieb:Hmmmh, welche Kenntnisse hatte ich wohl gemeint ?Javeling schrieb:Was ist das für eine Biologielehrerin, die diese Kenntnisse nicht besitzt ?Was glaubst Du, was ich alles nicht weiss Die gesundheitlichen orthopädischen Aspekte werden in der Biologie wohl nur gering behandelt. Ich bin sicherlich medizinisch sehr gut vernetzt und belesen, so dass ich mich nicht als "blutige Anfängerin" betrachte. Ich glaube, dass vor allem auf dem Gebiet meine Stärken liegen, medizinische und orthopädische Voraussetzungen einzubinden. Ich war übrigens gestern und heute in Freiburg zum "Abschmieren". Ich stehe in ständigem Kontakt mit Orthopäden, habe auch heute wieder sehr wertvolle Hinweise mitgenommen, weil ich halt permanent frage. Ich habe übrigens die Füße von Bolt auch von einer in der Orthopädie und Chirurgie tätigen Person begutachten lassen. Diese Person hat bei einigen Zusammenhängen sehr intensiv beigesteuert. Ich lege großen Wert auf Vervollkommnung meines Wissens unter verschiedenen Blickwinkeln. Eine Biologielehrerin muss und kann die physiotherapeutischen Ansätze nicht im Detail wissen. Es ist von Vorteil, wenn ein/e Trainer/in möglichst darüber verfügt. Gertrud RE: Gertrud 70 Jahre - Gertrud - 29.10.2014 Zitat:Schon allein ein wenig googeln hift, sich zu informieren. Ob aber ein Laie in der Lage ist, dann die richtige Diagnose (nur nach Sicht) zu stellen, das bezweifle ich. Wie sieht es denn eigentlich mit der Versicherungsfrage aus, wenn Folgeschäden eintreten ? Übrigens genau das ist der Punkt, auf den ich immer wieder zusteuere und wo ich die meisten Defizite bei Leichtathletiktrainern sehe. Genau diesen Versicherungsfragen sehe ich sehr gelassen entgegen, weil ich sehr akribisch an der Schnittstelle Theorie und Praxis arbeite. Ich will Athletinnen und Athleten verantwortungsbewusst trainieren und möglichst unverletzt über die Runden bringen. Mittlerweile fragen mich permanent vier Athletinnen unserer früheren Nationalmannschaft nach gesunden Übungen für ihre Wehwehchen. Der Unterbau stimmt aus meiner Sicht in den wenigsten Fällen. Ich habe letztens ein Bild eines deutschen Protagonisten aus dem Leichtathletikbereich katalogisiert, wo der Gewichthebertrainer danebensteht und nur die gewichtheberische Technik korrigiert, aber die Dysbalancen absolut nicht sieht und auch nicht korrigiert. Da stelle ich mir dann doch die Frage nach der Qualität eines derartigen Trainings. Ich kann nur immer wieder das Beispiel anführen, als mich ein Trainer aus einem bestimmten Bereich Deutschlands nach den Werten von Sabine im Reißen und in der beidbeinigen Kniebeuge gefragt hat und ich antwortete, dass sie diese Übungen nicht durchführe. Ihm fiel fast die Kinnlade hinunter. Er hat mich sehr ungläubig angeschaut. Sabine hätte mit dem Gleitwirbel, mit dem sie zu uns gekommen ist, nicht lange leichtathletisch bei traditionellen Gewichtheberübungen überlebt. Sie war aufgrund bestimmter Einflussnahmen in speziellen Körperregionen enorm stark, die wir als Dreh- und Angelpunkt angesehen haben. In der Hinsicht haben Ärzte, Physiotherapeutin und Trainer an einem Strang gezogen. Wir waren uns unserer Sache absolut sicher!!! Auch ihre sehr schlanke Figur mit teilweise enormen Kraftwerten war durch Trainingskonsequenz und Übungssteuerung initiiert und so gewollt. Diese Spezialwerte hätte man durch gewichtheberische Übungen niemals erreicht. Es wären durch Hypertrophie an den falschen Stellen Dysbalancen entstanden. Das heißt, sie hätte bestimmte Leistungen aufgrund von in der Leichtathletik gebrauchten starken Partien nicht abrufen können, weil sie einfach nicht geschult worden wären. Sie war keine Gewichtheberin!!! Ich hoffe, dass ich durch meine Beiträge zum Verständnis meiner Philosophie beitrage. Wenn man Übungen z.B. gegen den hallux valgus anbietet, die offiziell in Programmen stehen und anatomisch begründet sind, kann eigentlich nichts schiefgehen. Wenn man dann noch Equipment sehr akribisch aussucht, kann das die Situation nur verbessern. Wissen beruht nicht immer auf Ablegen bestimmter Prüfungen. Wissenschaftliche Konsequenzen bedürfen bestimmter Kenntnisse und können völlig unabhängig von Examina vorhanden sein. Nehmen wir mal das Problem der vielen Achillessehnenbeschwerden! Dann sollte man meinen, dass Ärzte das in den Griff bekommen; aber aus meiner Sicht sind Personen wichtig, die an den Schnittstellen von Theorie und Praxis forschen. Ich habe Stück für Stück in der Hinsicht zusammengefügt und bin in der Lage, erheblich gegenzusteuern.Ein bekannter Trainer sagt sehr oft: „Den Trainer würde ich wegen Körperverletzung verklagen!“ Daran krankt unser gesamtes System. Ich habe mich gestern mit Dr. Helmut Schreiber unterhalten, der sagte: „Es wird schon sehr gut in der deutschen Leichtathletik trainiert. Wir haben das Stabitraining vielfach verinnerlicht!“ Ich sehe Helmut Schreiber für die vielen Verletzungen auch nicht primär verantwortlich. Was bringen schlechte oder schlecht ausgeführte Kraftübungen, wenn man zusätzlich mit Stabiübungen kompensiert? Man hinterfragt nicht bei jahrelang „erfolgreich“ durchgeführten Kraftübungen hinsichtlich Ergebnis in der Spezialdisziplin und blendet die Nachteile (Operationen und Verletzungsausfälle) einfach aus und wendet genau dieselben Übungen nach den Operationen wieder an. Ich bekomme die Krise, wenn eine Athletin nach Knieoperationen sagt: „Jetzt kann ich die Kniebeugen wieder durchführen!“ Die Verantwortlichen haben den Schuss wirklich nicht gehört!!! Gertrud |