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Wann man als Trainer die Reißleine ziehen sollte?! - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Wann man als Trainer die Reißleine ziehen sollte?! (/showthread.php?tid=1590) Seiten:
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RE: Wann man als Trainer die Reißleine ziehen sollte?! - MZPTLK - 26.01.2016 (26.01.2016, 09:25)-running- schrieb: Mir fehlt eine Message in deinem Diagramm: Richtig. Das wurde schon in einem anderen Thread betont: Langfristig erfolgreiche Trainingsqualität statt langfristige Verletzungsprobleme. Leichtathletikforum.com/showthread.php?tid=227 RE: Wann man als Trainer die Reißleine ziehen sollte?! - Gertrud - 26.01.2016 (26.01.2016, 09:25)-running- schrieb: Mir fehlt eine Message in deinem Diagramm: Es sollte nur die Unterbrechungen durch Verletzungen und den geringeren Enderfolg deklarieren. Ich trainiere zur Zeit einen sehr jungen Langsprinter (?). Die Zeiten sind zunächst nicht der Trainingsmaßstab. Das Rundumpaket wird sehr forciert, damit er für spätere harte Einheiten gewappnet ist. Wir können hier auf den verschiedenen Anlagen und in meinem Haus vollkommen ungestört trainieren. Ich mache ihn sozusagen durch Spezialprogramme, die ich vollkommen individuell handhabe, verletzungsresistent. Da pfuscht mir keiner rein und ich lasse keinen reinpfuschen!!! ![]() Die Verantwortung liegt bei uns allein. Er verliert keine Zeit für lange Anfahrten zum Training oder Kadertraining, wobei er dann auch noch den Fokus auf die Schule hauptsächlich richten kann. Da er nicht im Kader ist, entfallen lange Trainingsanfahrten. Entscheidend ist, dass er sich gut entwickelt. Die Kaderverpflichtungen habe ich immer gesellschaftliche Unternehmungen für meine Athletinnen genannt. Ich bin diejenige, die seine Defizite, die es aufzuarbeiten gilt, am besten kennt und kennen sollte. Das ist z. B. meistens in einem Kader-Rudeltraining so intensiv nicht möglich. Es kommt meines Erachtens sehr darauf an, welche Trainer die Athleten vor Ort haben. Oft macht eine Kadermaßnahme Sinn, im Falle eines sehr guten Heimtrainers hat es manchmal nur Sinn hinsichtlich Spaß in der Gruppe.Gertrud RE: Wann man als Trainer die Reißleine ziehen sollte?! - omega - 26.01.2016 Um nochmal auf die "Reißleine" zurückzukommen: Gerade noch rechtzeitig hat diese wohl Frank Busemann 2003 gezogen, das beschreibt er eindringlich in seiner Autobiografie von 2003. Ein weiterer Zehnkampf hätte wohl nachhaltige Folgen für seine Gesundheit gehabt. Seine aktuelle Fitness bewies er übrigens vor ein oder zwei Jahren, indem er in einem 800m Lauf mit Medienvertretern unter 2:20 min blieb. RE: Wann man als Trainer die Reißleine ziehen sollte?! - Gertrud - 27.01.2016 Ich glaube einfach, dass vielfach die ersten Signale von Dissonanz übersehen und überhört werden. Gründe können übersteigerter Ehrgeiz oder finanzielle Abwägungen, drohender Verlust von Kaderzugehörigkeit ... sein oder schlicht und einfach Unwissen auf dem Gebiet der adäquaten Übungen, des Energiesystems mit entsprechenden Recovery-Zeiten. Ich lasse in der Regel z. B. bei den jungen Ahleten nicht länger als 1,5 Stunden trainieren. Dann bleibt ihnen immer noch genug Zeit für das schulische Glück. Ich sehe einen entscheidenden Punkt darin, dass wiederholte "falsche" Bewegungen nicht gesehen und abgestellt werden und den Verschleiß einleiten und er schleichend voranschreitet, bis die "Keule" kommt. Es stellt sich nichts von allein ab, wenn man nicht selbst aktiv wird. Außerdem bin ich eine Vertreterin von sehr vielen bewegungsnahen Stimuli innerhalb einer Trainingseinheit. Ich vergleiche die Athleten immer mit Häusern. Das Fundament muss zunächst stimmen, damit die Strukturen nicht instabil sind. Gertrud |