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Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich (/showthread.php?tid=6165) |
RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - Lotte88 - 20.11.2025 Da fällt mir immer wieder die Kinnlade runter, bei solchen Zeiten. Wow RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - TranceNation 2k14 - 20.11.2025 (19.11.2025, 23:14)RunSim schrieb: ...bei der sich Laktataufbau und -abbau im Gleichgewicht halten. Das wäre die korrekte Definition. Edit: Alle weiteren Definitionen ergeben sich dann daraus. RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - mariusfast - 20.11.2025 (20.11.2025, 09:48)RunSim schrieb:(20.11.2025, 08:13)S_J schrieb: Steady State bezeichnet meist den Bereich zwischen LT1 und LT2. Das meinte ich ja auch eingangs. Ich kann von daher wenig damit anfangen, wenn es heißt, wir trainieren 2 x "Schwelle". Flo Bremm bspw. orientiert sich bei den längeren Schwellenprogrammen an einem eher niedrigen bis mittleren 2er Laktatbereich, was dann wohl eher dem hier erwähnten steady state Bereich ähnelt. Es gibt aber nicht wenige, die das in LT1 machen (bis hoher 1,.. Laktatbereich). Und das ist dann aerobe Schwelle (dort wo der erste signifikante Anstieg der Laktatkonzentration zu erwarten ist, i.d.R. die Pace, die man 3 H aufrecht erhalten kann. Also bei Hobbyläufern kann das schon Marathonpace sein) und nicht anaerobe Schwelle, weshalb die pauschale Bezeichnung " Schwelle" sowieso überhaupt nicht genau ist. Und es gibt auch Definitionen, da geht die aerobe Schwelle bis 2,5 Laktat , weshalb auch einige Triathleten ihre Zone 2 bis dahin machen. Runsim Zitat:(...)die man 60 MInuten laufen kann und bei der sich Laktataufbau und -abbau im Gleichgewicht halten.Ja, das ist m.W.n. die Definition für anaerobe Schwelle (wobei ich mich an 3.5 mmol orientiere). Ja, es gibt individuelle Unterschiede, das sind nur Durchschnittswerte mit den MMOl Angaben natürlich. Ich habe auch gehört den Tempobereich, den man 40 - 60 Minuten laufen kann. S_J schrieb ja auch beim VO2 Max, dass Profis eher die 10-12 Min halten und für Amateure dann wohl weniger. Deshalb heißt es hier ja auch 6 - 12 Minuten. Von daher wird es dann ähnlich sein. Die 40 Minuten für anaerobe Schwelle gelten dann wohl eher für weniger fortgeschrittene Läufer. Aber wie schon gesagt wurde mit dem Tempobereich, mit dem man dann diese kürzeren 400er Schwellenintervalle läuft, hat das ja sowieso nichts zu tun. Sonst würde Bremm 2:45 Min Pace über ne Stunde laufen können. Was er definitiv nicht kann. RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - S_J - 20.11.2025 Festes Renntempo ist aber auch eine Fiktion, die man nur auf dem Laufband erreicht. Gibt ja auch da nicht nur die tagesabhängigen Schwankungen wie bei der Schwelle (wäre ja auch komisch wenn nicht...) , sondern es kommt noch der ungleichmäßige Rennverlauf hinzu. Man könnte jetzt hieraus nahtlos zur Frage überleiten, warum manche Athleten mit Cross oder taktischen Rennen besser klarkommen als andere (; RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - TranceNation 2k14 - 20.11.2025 (20.11.2025, 11:36)mariusfast schrieb: Runsim Nein, die Definition der anaeroben Schwelle ist, dass ab dann mehr Laktat entsteht als abgebaut wird, wie im Beitrag über deinem steht. Alles andere sind Richtwerte und Benchmarks, die sich daraus ergeben, aber keine Definitionen. RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - S_J - 20.11.2025 Ich frage mich grundsätzlich wie viele der Leute, die sich an diesen diversen Werten (sei es 2, 3, 3.5 oder 4mmol) sowohl eine aktuelle Leistungsdiagnostik haben, um ihre IAS und IANS tatsächlich einschätzen zu können. Und darauf aufbauend, die hergeleiteten zugehörigen Geschwindigkeiten im Training auch regelmäßig mit den Laktatwerten in Feldtests abgleichen. Wenn man jährlich testet, dann kann man daraus vielleicht den mehrjährigen Trainingsfortschritt verfolgen, aber ohne regelmäßige Tests im Training kann ich auch genauso gut nach Herzfrequenz trainieren... Auf einmal ist der Begriff steady state dann nicht mehr notwendigerweise schwammig, sondern beschreibt die Trainingsrealität außerhalb von Stützpunkten besser... Nur weil man seinen Trainingsplan in %vL3 o.Ä. steuert, trainiert man m.E.n. jedenfalls nicht automatisch präziser oder besser als nach Herzfrequenzzonen oder Prozent von Wettkampftempo. Es klingt nur erstmal so. Und um zum Thema zurückzukommen: Die Frage ist, wie setze ich das im Jugend- /Gruppentraining (sinvoll) um? Wenn ich die Möglichkeiten / Bereitschaft zu den regelmäßigen Tests und Leistungskontrollen unter Profibedingungen habe, ist das sicherlich toll und man kann dann das Training vergleichsweise präzise damit steuern. Für die meisten Trainingsgruppen wird das allerdings nicht umsetzbar sein. RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - Sprunggott - 21.11.2025 Wir haben uns früher mit 13-15 Jahren als Ganze Gruppe 2x die Woche auf der 2 Kilometer Runde "abgeschossen" immer mit dem Ziel neue PB! Das war unser Altersgerechtes Training
RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - S_J - 21.11.2025 (21.11.2025, 00:05)Sprunggott schrieb: Wir haben uns früher mit 13-15 Jahren als Ganze Gruppe 2x die Woche auf der 2 Kilometer Runde "abgeschossen" Klingt doch zumindest freudbetont
RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - RunSim - 21.11.2025 (20.11.2025, 14:33)S_J schrieb: Ich frage mich grundsätzlich wie viele der Leute, die sich an diesen diversen Werten (sei es 2, 3, 3.5 oder 4mmol) sowohl eine aktuelle Leistungsdiagnostik haben, um ihre IAS und IANS tatsächlich einschätzen zu können. Und darauf aufbauend, die hergeleiteten zugehörigen Geschwindigkeiten im Training auch regelmäßig mit den Laktatwerten in Feldtests abgleichen. Laktat- oder Spiroergometriemessungen haben wir keine gemacht, war Trainig auf Vereinsebene. Bei den Jugendlichen, die ich trainiert habe, habe ich viel Wert auf Beobachtung gelegt. Ich hatte einen dabei, den man durchaus als lauftalentiert beschreiben darf. Und der hat sich quasi wöchentlich verbessert. Dem konnte ich gar keine Tempovorgaben machen. Die wären jede Woche wieder überholt gewesen. Bei ausdauerlastigen Einheiten habe ich als Vorgaben eher sowas wie "kann ab der Hälfte gefühlt ein bisschen anstrengend/zäh werden" oder "bei dieser Einheit werdet ihr stark aus der Puste sein, aber "schwere Beine" wie beim 800m Wettkampf solltet ihr nicht haben". Oder "nur so schnell, dass ihr in den Pausen nicht trabt sondern im lockeren Tempo weiterlauft". Und dann habe ich beobachtet. Meistens habe ich mit kurzen Serienpausen gearbeitet um in den Pausen kurz zu intervenieren. Dann konnte ich den Sportlern kurz sagen, wenn sie zu schnell oder zu langsam unterwegs waren. Das war vor allem im Herbst/Winter. Wenn es dnan Richtung Saison ging, wurden die Vorgaben bei den (wenigen) spezifischeren Einheiten konkreter und da gab es dann auch genaue Zielvorgaben. Noch allgemein zum Ausdaueraufbau bei Jugendlichen: ich persönlich versuche (Lang)Intervalle ab 800m (oder sowas wie 5x6 min Schwelle) noch für spätere Trainingsjahre aufzusparen und nicht schon bei Jugendlichen einzusetzen. Ich würde es nicht am Alter festmachen sondern an Trainingsjahren bzw. ob ein Sportler irgendwann stagniert. Und erst dann würde ich z.B. Langintervalle etc. einsetzen. Und so lange die SportlerInnen sich verbessern, so lange wie möglich an der Schnelligkeit arbeiten. Ich persönlich mag einfach die 800m. Für 1500m LäuferInnen muss man vielleicht schneller auch ausdauerorientiert arbeiten. Erfolge von den Ingebrigtsens werden der Philosophie sicherlich widersprechen. Das Argument muss ich mir gefallen lassen ;-) Für die Entwicklung der Ausdauer habe ich eher mit200er/300ern gearbeitet, mit kurzen Pausen. Oftmals mit Serienpausen. 10k Tempo hatte ich bei den Jugendlichen nicht, da sie bei mir nur Wettkämpfe bis 3000m gelaufen sind. Aber prinzipiell würde ich sagen, habe ich für die Ausdauerentwicklung eher schnellere Tempi laufen lassen. Dennoch habe ich viel Wert darauf gelegt, dass zu Beginn der Trainingssaison nicht schon alle Körner verbrannt wurden. Ich habe das Training so gesteuert, dass die Jugendlichen nach ausdauerlastigen Einheiten nicht erschöpft auf der Bahn gelegen haben. Das kam dann erst bei den wenigen spezifischen Einheiten in der Saison. Allgemein habe ich versucht viel Wert auf Qualität zu setzen. Auch z.B. bei Schnelligkeitstraining. Wenn da bei kurzen Sprints oder Ins+Outs keine vernünftige Bewegungsqualität vorhanden war, wurde entweder das Tempo reduziert, die Streckenlänge verringert oder komplett abgebrochen und etwas anderes gemacht. Da muss man einfach individuell von SportlerIN zu SportlerIn schauen. Das Gleiche bei Bergaufläufen. Wenn da die letzten Meter der Einzelintervalle zäh/unrund aussahen, habe ich das Training kurzfristig angepasst. RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - mariusfast - 27.11.2025 Da es hier ja um Schwellentraining von Jugendlichen ging Hier noch ein Einblick in das Training des besten deutschen U-20 Läufer David Scheller So trainiert Deutschlands schnellster Nachwuchsläufer! | Train with Pros mit David Scheller Eine Trainingswoche sieht bei ihm wie folgt aus im Aufbau: 1x Sprinttraining, 1x Schwellentag (oftmals auch DT), 1 x Vo2 Max ( am Berg oder Bahn oder wie im Video kombiniert). Wobei er meinte, dass sie wenig mit Laktatkontrolle arbeiteten. Bei seiner Vo2 Max Einheit kam ein Wert von 9,6 raus (also eig zu hoch für einen Vo2 Max Reiz). Er macht momentan einen eher niedrigen Umfang von 80 - 90 KM. Deshalb vergleicht er sich auch ungern mit der internationalen Spitze in seinem Alter, die als durchaus 150 machen würde. Sein Dauerlauftempo im ruhigen Bereich lag bei 4:10 min im Video Er legt einen sehr hohen Wert auf Krafttraining und aufgrund seiner Körpergröße dehnt er sich täglich intensiv. |