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Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich (/showthread.php?tid=6165) |
RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - Gertrud - 14.11.2025 Es sollte vor allem auch die orthopädische Seite abgecheckt werden: Belastung der Füße und upstairs - symphysis pubica, ramus ossis ischii... und eine akribische Einteilung der Laufstrecken ohne asymmetrische Belastung der unteren Extremität, Schuhwerk mit der Korrektur bestimmter Winkeleinteilungen (wovon viele TuT überhaupt keine Ahnung haben!!!) und eine sehr genaue Kontrolle der Knochendichte und der entsprechenden Ernährung. Die vulnerablen Körperstellen gehören aus meiner Sicht zu den Trainer-Basics. Gertrud RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - mariusfast - 15.11.2025 @Mods. Entschuldigung Aus Versehen 2 Nachrichten versendet. Kann gelöscht werden RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - mariusfast - 15.11.2025 (15.11.2025, 10:06)mariusfast schrieb:(14.11.2025, 16:32)OldSchoolRunner schrieb:https://www.kika.de/schau-in-meine-welt/videos/frei-sein-auf-kufen-hannah-und-das-eis-108.html(13.11.2025, 21:17)tobitobs schrieb: Ein Artikel über Gloria Herold , deutsche U18 Meisterin dieses Jahr über 10km in 34:48. RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - aj_runner - 16.11.2025 (11.11.2025, 12:15)mariusfast schrieb: IM aktuellen Runninggagspodcast geht es darüber. Auch interessant den Kontrast zu sehen, Bremm, Buchholz sowie Hild reden über das Training in ihren Anfängen und Jugendzeit etc.. Sehr empfehlenswert. Viele Wege führen nach Rom. Die Karrieren verlaufen meist recht erfolgreich bis es irgendwann zu Stagnationen kommt. Meine These ist, dass wer früh viel macht, kommt schneller an den Punkt und er wird schneller aufhören, weil er auf einmal hinter der Welle ist. Alle drei hatten in der U18 aber noch nicht einmal eine Bundeskadernorm (ggf. wäre die 10 K bei Hild leistungsmäßig in die Kategorie einzuordnen), was zeigt, dass die keine Überflieger in jungen Jahren waren. Bei Buchholz, Bremm, aber auch bei Bebendorf, Farken und Ruppert wurde das Training erst in den letzten 2 bis 4 Jahren umgestellt mit hohen Anteilen an Schwellentraining bzw. mit genauem Blick auf die Intensitäten und einer Steigerung der Umfänge. Bebendorf meinte einmal, dass sein Training davor richtiger Müll war, weil er häufig viel zu schnell unterwegs war. Für mich stellt sich die Frage, haben wir in Deutschland überhaupt schon Jugendliche, die nach diesem Schema trainieren, welche Umfänge machen die und wie sieht deren Entwicklung aus? RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - Bkrumbein - 16.11.2025 Meine Jungs Paul (15) und Karl (17) sind Mittelstreckler und ihr Trainer verfolgt auch einen langfristigen Aufbau mit viel GA1 80-90% und 2 mal Schwelle pro Woche. Beide haben bis 15 Fußball gespielt und konnten aus diesem Training heraus schon gut 800m laufen. Interessant ist, dass in der Umstellungszeit vom Fußball- auf ein ausdauerorientietes Lauftraining die Laufform sogar nachlassen kann, vermutlich weil die kurzen intensiven Intervallbelastungen wegfallen. Insgesamt glaube ich, dass man mit hochintensivem Training schnelle Erfolge erzielen kann, sich aber langfristig limitiert. Gleichzeitig sind Erfolge auch wichtig für die Motivation. Dies gilt es vernünftig auszubalancieren. RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - mariusfast - 16.11.2025 (16.11.2025, 17:29)aj_runner schrieb:(11.11.2025, 12:15)mariusfast schrieb: IM aktuellen Runninggagspodcast geht es darüber. Auch interessant den Kontrast zu sehen, Bremm, Buchholz sowie Hild reden über das Training in ihren Anfängen und Jugendzeit etc.. Sehr empfehlenswert. Die Regensburger trainieren ja schon seit Jahren schwellenorientiert und für umfangorientiertes Training waren sie ja sowieso bekannt. Dieses typische DT Programm 20 x 400 mit diesen 30 SEk Pausen bspw. wurde immer schon zu Beginn der Vorbereitung im 10 Km Tempo gemacht (das ist ungefähr dann in dem Schwellenbereich). Nur eben nicht als DT, sondern als Einzeleinheit (vllt. auch mit ein paar mehr Wiederholungen). Ansonsten dieses 1000er Tempowechselprogramm (bspw. so insgesamt bis zu 20 KM an der Schwelle) war auch ja auch fester Bestandteil im Winter. Klar die Regensburger hatten im Hintergrund Pöhlitz als Wissenschaftler. . Und Jonas Koller qualifizierte sich ja auch bereits in der U-20 für die U-20 EM über 10 000 M in Barcelona und lief bereits 30:17. Von daher denke ich schon, dass auch die Regensburger Jugendlichen das gemacht haben/machen. Allerdings ist ja das Neue, dass dann jetzt auch in der Hauptsaison eigentlich ganzjährig Schwelle nie ganz verschwindet. Das war laut Pflieger (sagte er in einem Podcast mit Bebendorf meine ich) nicht der Fall, dort war dann ausschließlich der Fokus auf 5000 M Bahnintervalle (oder eben die Mittelstreckler dann 1500/800). Dass aber ein Bebendorf so lange im Aktivenalter kein Schwellentraining gemacht hat, wundert mich auch. Vor allem, dass er noch nie davon gehört haben will, ist sehr komisch. Das IAT hat doch schon immer diese Werte herausgegeben (vllt. statt 3,0/3,5 dann 4.0 mmol.das weiß ich nicht) und auch Empfehlungen gegeben. Das macht ja dann keinen Sinn eine Leistungsdiagnostik zu machen, wenn man sich nicht an den Bereichen orientiert. Bspw. hat Larasch ein Video von Martin Grau gemacht von der IAT Leistungsdiagnostik als er noch unter Edit: Mönius trainierte. Er meinte er weiß jetzt wie schnell er seine Dauerläufe machen kann. Das ist ja Training nach Bereiche. Auch hat das mit den Bereichen Buchholz m.E. falsch ausgedrückt. Die haben auch Tempoläufe an der Schwelle gemacht. Und Vo2max hat ja sowieso jeder Verein gemacht. Gibt Running Gags Videos aus der Anfangszeit (Edit: ebenfalls unter Mönius). Nur halt diese 10 KM Läufe und zwar ohne Laktatkontrolle, aber eben so ähnlich wie Hild es beschrieben hat. Das haben die Karlsruher auch TDLs gemacht und dass sie als zur Vorbereitung öfters regionale Volksläufe nutzten, um über 5 & 10 KM so 10 Sek über 10 KM PB Pace zu bleiben. Das ist ja Schwelle. Auch schon in der U-18/U-20. Ich würde sagen weit verbreitet war in DE v.a. Tempowechsel 1000/1000 sowie TDLs an der Schwelle. Diese Intervalle kamen jetzt erst durch den Norweger Hype. Und dass Jugendliche im Winter viel Grundlage und um die 80 KM machen (wenn nicht sogar mehr) ist auch nichts Neues. RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - S_J - 16.11.2025 (16.11.2025, 18:10)Bkrumbein schrieb: Meine Jungs Paul (15) und Karl (17) sind Mittelstreckler und ihr Trainer verfolgt auch einen langfristigen Aufbau mit viel GA1 80-90% und 2 mal Schwelle pro Woche. Damit würde meine Laufform auch nachlassen
RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - mariusfast - 16.11.2025 (16.11.2025, 18:36)S_J schrieb:(16.11.2025, 18:10)Bkrumbein schrieb: Meine Jungs Paul (15) und Karl (17) sind Mittelstreckler und ihr Trainer verfolgt auch einen langfristigen Aufbau mit viel GA1 80-90% und 2 mal Schwelle pro Woche. Wieso? RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - Delta - 16.11.2025 Also man sollte junge Schwimmer nicht unterschätzen. 30 km hört sich nach viel an aber wer regelmässig 3-5 km schwimmt der schafft das. Tracy Caulkins schaffte mit 13 Jahren US Meisterschaften im Schwimmen und mit 15 Jahren 5x Gold in Berlin 1978 WM später kamen noch 3 Olympiasiege hinzu. RE: Altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung im Laufbereich - S_J - 16.11.2025 (16.11.2025, 19:17)mariusfast schrieb:(16.11.2025, 18:36)S_J schrieb:(16.11.2025, 18:10)Bkrumbein schrieb: Meine Jungs Paul (15) und Karl (17) sind Mittelstreckler und ihr Trainer verfolgt auch einen langfristigen Aufbau mit viel GA1 80-90% und 2 mal Schwelle pro Woche. Die Dauerläufe sind mindestens im mittleren Bereich (wenn ich das als Prozentsatz der Laktatschwelle interpretiere; bei Prozent der Herzfrequenz sind wir ohnehin in einem ganz anderen Bereich) und erreichen damit gerade das, was das "norwegische System" vermeiden möchte. Darüber, ob 2 mal Schwelle pro Woche altersgemäß sind, dreht sich ja mitunter dieser Thread. Aber bei nur zwei Qualitätseinheiten pro Woche wären mir die Opportunitätskosten zu hoch, weswegen die Laufform ja nachlässt. VO2max oder Berganläufe fehlen in dieser Zusammenfassung. Sind aber ein wesentlicher Bestandteil, warum die Norweger mit dem Training auch auf der Mittelstrecke erfolgreich sind. Noch viel gravierender aus meiner Sicht: Wenn ich Mittelstrecke laufen möchte und mich zudem noch im Aufbautraining (U18/U20) befinde, muss ich auch ganzjährig Schnelligkeitsreize setzen. Und zwar nicht nur ein paar Steigerungen nach dem Dauerlauf oder eine Schnelligkeitsausdauereinheit... Nur dann habe ich auch auf längere Frist eine Chance a) 800m laufen zu können bzw. b) über 1500m in einem taktischen Rennen mithalten zu können. Last but not last: vielleicht wurde die allgemein-athletische Ausbildung und Verletzungsprophylaxe der Kürze wegen weggelassen, aber auch hier wäre doch ein Umdenken wünschenswert, dass auch Inhalte wie Sprünge, Kraft, Medizinballwürfe etc. ein wichtiger Bestandteil des Trainings sind. Zumindest wenn tatsächlich ein langfristiger Aufbau erfolgen soll... |