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Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) (/showthread.php?tid=6504) |
RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - Notalp - 02.05.2026 Deine erste Bemerkung mit dem Verweis auf schnellere Einlagen in einem langen Lauf kann ich nachvollziehen. Es lässt sich gleichwohl als Reminiszenz an die angesprochene Regenerationsproblematik lesen. Was den Vergleich mit Radfahren betrifft, kann ich nur sagen: dort muss man kein Gewicht abfangen und auch nicht vom Boden weg! Und bei einem langen Training für nen guten Fettstoffwechsel kann man auf ner Flachrunde 5 Stunden die Beine rhythmisch fallen lassen. Am nächsten Tag ist man bereit für hochwertige Bergintervalle. Bei 5 Stunden auf einer Hügelrunde mit Tempoakzentuierung sieht die Sache anders aus. (Bei Etappenrennen kann man am nächsten Tag freilich trotzdem wieder angreifen, denn am Abend hatten die Profis ein paar Nudeln mehr und nen guten Einweißshake. (fällt das jetzt unter Radblubble?) Mit dem Radausflug zurück zum polarisierten Training: Dabei erinnere ich an das Training des Australiers De Castella, der in den 80ern ein paar Jahre die Szene mitbeherrschte. Er integrierte in sein Wochenpersum von knapp über 200km (bei 13TE) 2 lange Läufe, einer davon 24-29km flach und einer 32-35km hügelig (Beide langsam) Das ließ ihm die Möglichkeit 2 hochwertige, wenn auch kurze Intervalleinheiten zu integrieren (z.b. 8x 400m 61-62sek mit 200m ‘Trab’ in 40-50sek) plus einen 10km Schwellenlauf. Wenn jetzt ein Canova die Langen als zu langsam erachtet, macht die Struktur keinen Sinn mehr. Man muss also eine ganz andere Trainingsstruktur generieren. Wieso die der Regenerationsproblematik auf effizientere Weise genüge tut, das genannte Schema als marathonuntaugliche Polarisierung auszuweisen vermag und die Alternative demgegenüber ganz neue Leistungsreserven erschließt, müsste man schon im Zusammenhang erklären können. Es sei denn, man erklärt die Regenerationsproblematik in dem von mir (anfangs der Diskussion) genannten Sinn einfach weg. Die waren früher erstens zu lasch und zweitens in Sachen Training nicht auf der Höhe der Zeit. RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - Tom1966 - 02.05.2026 Abgesehen davon, dass der Erfolg Sawe natürlich Recht gibt, frage ich mich nach dem Sinn eines solchen Trainings-Wettkampfes in voller Marathonlänge. Die Vor- und Nachbereitung einer solchen Einheit muss j auch vergleichbar zu der eines Wettkampfes in Weltrekordpace sein. Der Einbau in einen normalen Trainingswochenzyklus, was ja ein wenig durch die Verbindung zum longrun impliziert wird, funktioniert sicher nicht. Die Reparaturen allein des Energiestoffwechsels mit dem vollständig entleerten Glykogenspeicher erfordert ja schon drei Tage. RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - mariusfast - 02.05.2026 (02.05.2026, 12:40)Tom1966 schrieb: Abgesehen davon, dass der Erfolg Sawe natürlich Recht gibt, frage ich mich nach dem Sinn eines solchen Trainings-Wettkampfes in voller Marathonlänge. Die Vor- und Nachbereitung einer solchen Einheit muss j auch vergleichbar zu der eines Wettkampfes in Weltrekordpace sein. Der Einbau in einen normalen Trainingswochenzyklus, was ja ein wenig durch die Verbindung zum longrun impliziert wird, funktioniert sicher nicht. Die Reparaturen allein des Energiestoffwechsels mit dem vollständig entleerten Glykogenspeicher erfordert ja schon drei Tage.Ja, das wäre natürlich interessant wie dann die Vor- und Nachbereitung aussieht. Gabius nannte bspw. seinen Longrun über 30 KM "TDL" in 3:10 MIN Schnitt am 12.09.2015. Zur Vor- und Nachbereitung Siehe die Training 2015. Klar es sind jetzt keine 40 KM, aber immerhin der Tempobereich ist ja ähnlich und 30 KM auch kein Snack und er hat am nächsten Tag "nur" 20 KM in unter 4 Min Pace gemacht und dann die nächsten Tage ganz normal weiter trainiert. 10 Sekunden über geplanter Marathonracepace, was damals ja 3:00 Minuten war (Ja, er wollte im Optimalfall 2:06 laufen und nicht nur den DR brechen.). Sein 40 KM TDL 2020 rund 2 Wochen vor dem London Marathon in unter 2:10 war auch in 3:15 Min Schnitt. Also auch 10 Sekunden über geplanter MRP. Also alles etwa 95 Prozent langsamer als MRP. Ich nehme mal an, dass das über der aeroben Schwelle ist, was man etwa 3 H lang im Wettkampf laufen könnte. Von daher ist zwar wohl der Übertrag auf das Marathonrenntempo sehr hoch, aber schon nochmal ein anderer Bereich, den man deutlich besser regenerieren kann als GA2 oder ein Marathontempo im Subthresholdbereich. Canova sagt 95 bis 105 Prozent der MRP, auf den Bereich komme es an im Training Insbesondere bei Sawe ist das ja noch schwieriger zu interpretieren welcher Bereich das war, weil es ja in der Höhe gelaufen wurde. Aber Sawe wird ja natürlich auch sehr angepasst an die Höhe sein. 3MIN Pace über 30 KM oder 40 KM in 3:02 hört sich zwar verrückt an, aber letztlich dann doch in Relation zu setzen zu seinem Durchschnitt von 2:50 Min. So 40 Km in ähnlichem Bereich habe ich aber auch schon öfters gesehen von Topläufern und auch nichts Neues. Selbst Athleten wie Julian Flügel machten das auch bereits vor über 10 J. und waren der Überzeugung, dass dies der Schlüssel für ihren Leistungssprung war. |