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DLV-Jahresbilanz 2026 auf Basis der Weltrangliste - Druckversion

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DLV-Jahresbilanz 2026 auf Basis der Weltrangliste - Befürworter - 27.09.2026

Nach Talence ist die Zeit für eine Gesamtbilanz gekommen. Die Weltrangliste bietet dafür die ideale Grundlage, weil sie einen Langzeitüberblick über die gesamte deutsche Leichtathletik und alle Einzelbilanzen bietet. Ausgewertet habe ich die Weltranglistenposition der DLV-Athleten unter den ersten 100 mit Stand vom 22. September 2026 im Vergleich mit dem 23. September 2025 (Entwicklung nachfolgend in Klammern). Quelle ist https://www.worldathletics.org/world-rankings. Top-10-Platzierungen werden ebenso farbig hervorgehoben wie Veränderungen um mindestens fünf Positionen (Veränderungen um mindestens 10 Positionen zusätzlich fett). Zusätzlich führe ich auf, wer aus den Top 100 herausgefallen ist, wobei es in manchen Fällen keine leistungsbedingten Gründe gibt (Karriereende, gesundheitliche Probleme, Umorientierung auf andere Strecken, …). Zum Vergleich die Bilanz von 2025.


RE: DLV-Jahresbilanz 2026 auf Basis der Weltrangliste - Befürworter - 27.09.2026

Bei den Männern ist die Gesamtzahl der Sportler in den ersten 100 Plätzen der Weltrangliste gleich geblieben. Ein Anhaltspunkt für die Breite ist auch die Punktzahl des Deutschen auf Platz 100 der rein deutschen disziplinübergreifenden Weltrangliste, die sich von 1111 Punkten im Jahr 2025 leicht auf 1114 Punkte im Jahr 2026 erhöht hat.
 
Positiv heraus stechen die Entwicklung der 800 Meter (was sich gar nicht so anfühlte), wiederholt der 3000 Meter Hindernis, des Weitsprungs, des Kugelstoßens, des Diskuswerfens, des Hammerwerfens, wiederholt des Speerwerfens sowie des Zehnkampfs heraus, wobei die Vielzahl der genannten Disziplinen eine Verbesserung auf breiter Front zeigt. Negativ ist die Entwicklung der 100 Meter, der 110 Meter Hürden und des Stabhochsprungs zu nennen. Als dauerhafte Problemdisziplinen fallen die 400 Meter, der Dreisprung und der Hochsprung auf.
 
Als Einzelsportlern kann man in der Jahresbilanz folgenden Deutschen den Durchbruch auf ein auch im Weltmaßstab nennenswertes besseres Niveau bescheinigen: Owen Ansah (Europameister), Jean Paul Bredau, Mohamed Abdilaahi, Florian Bremm, Frederik Ruppert, Karl Bebendorf, Niklas Buchholz, Emil Agyekum, Owe Fischer-Breiholz, Steven Richter, Merlin Hummel (Ultimate Champion!), Sören Klose, Thomas Röhler, Nick Thumm und Amadeus Gräber. Julian Weber meldet sich auch nach gesundheitlichen Problemen am Ende der Saison noch in der absoluten Weltklasse zurück, die auch Leo Neugebauer und Niklas Kaul erneut überzeugend nachgewiesen haben.
 
100 Meter
28. Owen Ansah (+22)
97. Yannick Wolf (+12)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Lucas Ansah-Peprah, Kevin Kranz, Heiko Gussmann, Joshua Hartmann
 
200 Meter
24. Owen Ansah (neu)
71. Kameron Horton (+60), 2025 noch für die USA angetreten
72. Joshua Hartmann (+9)
 
400 Meter
25. Jean Paul Bredau (+14)
 
800 Meter
44. Alexander Stepanov (+39)
81. Malik Skupin-Alfa (+32)
 
1500 Meter
12. Robert Farken (-2)
83. Marc Tortell (+3)
 
5000 Meter
20. Florian Bremm (+21)
24. Mohamed Abdilaahi (-11), vor EM verletzt
73. Frederik Ruppert (neu)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Sam Parsons (De-Facto-Karriereende, auch wenn er zwei Ergebnisse im Jahr 2026 hat), Maximilian Thorwirth (lockeres „Auslaufen“ in der letzten Saison vorm Karrierrende)
 
10.000 Meter
8. Mohamed Abdilaahi (neu)
98. Nils Voigt (-12)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Filimon Abraham (verletzungsbedingt keinerlei Ergebnisse in der ganzen Saison)
 
3000 Meter Hindernis
7. Karl Bebendorf (+4)
14. Frederik Ruppert (-11)
24. Niklas Buchholz (+14)
63. Robin Müller (+29)
82. Brian Weisheit (+96)
85. Velten Schneider (-46)
94. Silas Zahlten (+61)
 
110 Meter Hürden
 
Herausgefallen aus den Top 100: Manuel Mordi, Gregory Minoue
 
400 Meter Hürden
5. Emil Agyekum (+3)
16. Owe Fischer-Breiholz (+39)
88. Joshua Abuaku (-45)
 
Hochsprung
35. Tobias Potye (-11), vor EM verletzt
38. Falk Wendrich (+22)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Mateusz Przybylko (Karriereende)
 
Stabhochsprung
14. Bo Kanda Lita Baehre (+3)
51. Torben Blech (-27), verletzt
76. Gillian Ladwig (-25)
98. Marec Metzger (+332)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Oleg Zernikel (verletzt), Louis Pröbstle
 
Weitsprung
25. Simon Batz (-6), bei EM verletzungsbedingt ohne Ergebnis
50. Kevin Brucha (+60)
65. Simon Plitzko (+47)
70. Luka Herden (-29)
96. Maximilian Entholzner (+80)
 
Dreisprung
 
Herausgefallen aus den Top 100: Max Heß (verletzt)
 
Kugelstoßen
35. Eric Maihöfer (-5)
43. Georg Harpf (+50)
48. Tizian Lauria (-9)
73. Xaver Hastenrath (neu)
74. Lukas Schober (+64)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Silas Ristl (keine Ergebnisse 2026, vielleicht Karriereende?), Simon Bayer (Karriereende), Kevin Reim
 
Diskuswerfen
5. Henrik Janssen (+2)
7. Steven Richter (+12)
30. Marius Karges (+26)
33. Mika Sosna (-19)
62. Magnus Többen (+45)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Clemens Prüfer (verletzt), Daniel Jasinski (Karriereende)
 
Hammerwerfen
2. Merlin Hummel (+2)
15. Sören Klose (neu)
 
Speerwerfen
3. Julian Weber (-2)
17. Thomas Röhler (+8)
18. Nick Thumm (+17)
58. Max Dehning (-8)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Niklas Sagawe (aus mir unbekannten Gründen zu wenig Ergebnisse für eine Weltranglistenplatzierung)
 
Zehnkampf
1. Leo Neugebauer (0)
6. Niklas Kaul (0)
16. Till Steinforth (+1), 2026 nicht angetreten
28. Amadeus Gräber (neu)
37. Tim Nowak (-21), Karriereende
44. Moritz Bartko (neu)
71. Manuel Eitel (-25), verletzt
74. Fred Isaac Fleurisson (+38)
88. Paul Kallenberg (-4)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Felix Wolter (2026 keinen Zehnkampf bestritten), Malik Diakite (2026 keinen Zehnkampf bestritten), Marcel Meyer (nicht genug Ergebnisse für eine Weltranglistenplatzierung), Nils Laserich (Karriereende?)
 
Marathon
11. Amanal Petros (+8)
60. Samuel Fitwi Sibhatu (-11)


RE: DLV-Jahresbilanz 2026 auf Basis der Weltrangliste - Befürworter - 27.09.2026

Bei den Frauen ist die Gesamtzahl der Sportlerinnen in den ersten 100 Plätzen der Weltrangliste um sieben gestiegen. Ein Anhaltspunkt für die Breite ist auch die Punktzahl der Deutschen auf Platz 100 der der rein deutschen disziplinübergreifenden Weltrangliste, die sich von 1114 Punkten im Jahr 2025 leicht auf 1119 Punkte im Jahr 2026 erhöht hat.
 
Wiederholt besonders positiv stechen die Entwicklung der 800 Meter, der 10000 Meter, des Hochsprungs (!), des Dreisprungs, des Diskuswerfens, des Hammerwerfens, des Speerwerfens und im Siebenkampf heraus, wobei die Vielzahl der genannten Disziplinen eine Verbesserung auf breiter Front zeigt. Auch über 400 Meter und 3000 Meter Hindernis ist die Entwicklung als durchaus positiv zu bewerten. Statt des von mir erwarteten Aufschwungs über die 100 und 400 Meter Hürden gab es eher eine Stagnation. Eine im Vergleich zum Vorjahr negative Entwicklung ist deutlich über die 100 Meter sowie über die 5000 Meter zu attestieren.
 
Als Einzelsportlerinnen kann man in der Jahresbilanz folgenden Deutschen den Durchbruch auf ein auch im Weltmaßstab nennenswertes besseres Niveau bescheinigen: Johanna Martin, Smilla Kolbe, Olivia Gürth, Dorothea Gantert, Anna Elisabeth Ehlers in gleich zwei Disziplinen, Kira Wittmann, Ruth Hildebrand, Leia Braunagel (!), Joyce Oguama, Clara Hegemann (U20-Weltmeisterin), Julia Ulbricht und Sophie Weißenberg. Yemisi Mabry und Gesa Felicitas Krause überzeugen durch die starke Behauptung ihrer absoluten Weltklasse.
 
100 Meter
57. Gina Lückenkemper (-35)
75. Rebekka Haase (+7)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Sina Mayer, Lisa Mayer (Karriereende), Sophia Junk, Alexandra Burghardt (Karriereende)
 
200 Meter
48. Sophia Junk (-18)
56. Talea Prepens (+70)
61. Jessica-Bianca Wessolly (-28)
68. Judith Bilepo Mokobe (+91)
 
400 Meter
43. Johanna Martin (+37)
69. Skadi Schier (-4)
73. Jana Lakner (+29)

800 Meter
37. Smilla Kolbe (+32)
46. Majtie Kolberg (-19)
84. Jana Marie Becker (+7)
99. Tanja Spill (+37)
 
1500 Meter
53. Nele Weßel (0)
75. Verena Meisl (+66)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Jolanda Kallabis
 
5000 Meter
93. Vanessa Mikitenko (+45)
96. Lisa Merkel (neu)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Lea Meyer (nicht genug Ergebnisse für eine Weltranglistenplatzierung), Elena Burkard
 
10.000 Meter
45. Lisa Merkel (+32)
47. Eva Dieterich (-3)
49. Konstanze Klosterhalfen (+16)
58. Elena Burkard (+11)
78. Blanka Dörfel (neu)
 
3000 Meter Hindernis
7. Gesa Felicitas Krause (+2)
12. Lea Meyer (0)
15. Olivia Gürth (+18)
55. Adia Budde (-9)
80. Jule Jutta Lindner (+33)
91. Carolin Hinrichs (+4)
 
100 Meter Hürden
49. Rosina Schneider (+9)
50. Marlene Meier (0)
61. Franziska Schuster (+5)
68. Lia Flotow (+9)
71. Ricarda Lobe (-25)

Herausgefallen aus den Top 100: Amira Never
 
400 Meter Hürden
20. Eileen Demes (0)
31. Elena Kelety (-17)
69. Vanessa Baldé (+13)
80. Sabrina Heil (+47)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Vivienne Morgenstern (2026 nicht angetreten), Yasmin Amaadacho
 
Hochsprung
12. Christina Honsel (-4)
21. Imke Onnen (-11)
39. Dorothea Gantert (+122)
56. Anna-Elisabeth Ehlers (+56)
64. Bianca Stichling (-16)
66. Joana Herrmann (+21)
69. Johanna Göring (+22)
 
Stabhochsprung
35. Anjuli Knäsche (+2)
76. Chiara Sistermann (+14)
80. Friedelinde Petershofen (-7)
85. Sarah Franziska Vogel (+264)
 
Weitsprung
5. Malaika Mihambo (-4)
51. Imke Daalmann (+78)
59. Mikaelle Assani (-44), nach Rückkehr aus Verletzung
67. Libby Buder (+3)
88. Finja Köchling (+30)
89. Helena Börner (+445)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Samira Attermeyer (2026 nicht angetreten)
 
Dreisprung
20. Caroline Joyeux (-9)
22. Kira Wittmann (+15)
34. Ruth Hildebrand (+54)
63. Anna Gräfin Keyserlingk (+97)
69. Sarah-Michelle Kudla (-14)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Jessie Maduka (2026 nicht angetreten)
 
Kugelstoßen
4. Yemisi Mabry (+2)
16. Katharina Maisch (0)
22. Alina Korecki (-8)
27. Nina Chioma Ndubuisi (+1)
36. Julia Ritter (+0)
73. Emily Scherf (+122)
83. Helena Kopp (+25)
91. Jolina Lange (-1)
 
Diskuswerfen
7. Shanice Craft (+1)
13. Kristin Pudenz (+1)
14. Marike Steinacker (-2)
16. Leia Braunagel (+41)
28. Joyce Oguama (+21)
50. Antonia Kinzel (-12)
65. Curly Brown (+30)
80. Charleen Zoschke (+25)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Claudine Vita (verletzt), Milina Wepiwé (seit Mai nicht mehr angetreten)
 
Hammerwerfen
21. Aileen Kuhn (-5)
40. Samantha Borutta (+7)
55. Clara Hegemann (+82)
68. Jada Julien (+15)
85. Michelle Wilms (+23)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Nova Kienast
 
Speerwerfen
19. Julia Ulbricht (+31)
49. Luisa Tremel (+46)
62. Victoria Krause (neu)
71. Lorena Frühn (+53)
85. Jana Marie Lowka (+41)
91. Lilly Urban (+8)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Kathrin Walter, Annika Marie Fuchs (nicht genug Ergebnisse für eine Weltranglistenplatzierung), Mirja Lukas (verletzt)
 
Siebenkampf
9. Sandrina Sprengel (0)
12. Sophie Weißenberg (neu)
18. Anna-Elisabeth Ehlers (+163)
19. Vanessa Grimm (-1)
32. Serina Riedel (+3)
41. Emma Kaul (+49)
44. Mareike Rösing (+37)
54. Marie Dehning (+32)
 
Herausgefallen aus den Top 100: Lucie Kienast
 
Marathon
53. Domenika Mayer (+20)
63. Fabienne Königstein (+34)


RE: DLV-Jahresbilanz 2026 auf Basis der Weltrangliste - Befürworter - 27.09.2026

P.S.: Es bestehen kleine Abweichungen zu den Platzierungen in der Weltranglistenübersicht im Forum, weil nachträglich noch weitere Ergebnisse eingepflegt wurden (siehe vor allem Talence).


RE: DLV-Jahresbilanz 2026 auf Basis der Weltrangliste - Gertrud - 30.09.2026

Es tut sich etwas gegenüber einigen Dekaden der Vergangenheit. Trotzdem muss man weiter arbeiten. Der DLV hat sicherlich das Problem Verletzungsprophylaxe eingesehen. Die Fortbildungsthemen lassen darauf schließen. Es ist nie zu spät! Wink Ich bin bei vielen Lösungen von Verletzungen anderer Meinung durch jahrelange Recherche. Man kann auch nicht erwarten, dass sich Miseren von jetzt auf gleich in einem Rutsch erledigen. Dazu ist die Leichtathletik zu vielseitig. Solche Paradigmenwechsel können aber fruchten und Dinge bewegen, die man nicht für möglich gehalten hat. Ich schätze, dass z.B. ein Merlin Hummel sich 2027 noch weiterhin gravierend verbessern kann und wird. Er und seine Trainerin richten sich nach Bondartschuks und Katzbergs Trainer wohl aus. So gelingt es, wenn man die Konkurrenz fortbildet. Wink Merlin Hummel sollte aber die Arbeit seines ehemaligen Trainers nicht vergessen, was immer emotional auch passiert ist. Wir brauchen solche Trainer; ansonsten gibt´s irgendwann nichts mehr "abzugrasen".

Man sollte aber nicht dem Irrtum verfallen und unsere nackten Zahlen in der Verbesserung sehen. Wir müssen sie an den Weltstandard angleichen. Während ein Agyekum in der absoluten Spitze angekommen ist und ein enormes Potential verspricht, haben sich unsere 800m-Dame auch gut geschlagen; aber zur absoluten Spitzte bedarf es noch einiger Anstrengungen. Man muss sich schon die Frage stellen, warum kann Bol bei ihrem Trainer einen solchen Wandel vollziehen, was bei uns meistens nicht möglich ist. Die Niederlande haben in ihrer engen Geografie natürlich auch Vorteile.

Ich gehe mal bewusst auf Meuwly und seine Arbeit ein. Ich finde es bemerkenswert, dass er eine bestimmte Philosophie favorisiert und eine andere wie die meinige für sich und seine Möglichkeiten ablehnt. Ich weiche in solchen Sachen nicht aus und stelle mich den Unterschieden. Er nimmt keine AuA auf, die nicht teamfähig sind und sehr individuell behandelt worden sind und auch weiterhin diese Ansprüche stellen. Ich wiederum lege Wert auf höchste Individualität, die man in seiner Gruppenstärke nicht leisten kann. Er verlagert einige Punkte auf andere Personen; ich arbeite mich immer weiter vor, um in allen Dingen AuA zu begleiten. Ich würde mich z.B. im Krafttraining mehr einschalten und auch fundiert verändern. Er hat erkannt, dass er diese Arbeit nicht leisten kann. Es ist wichtig, dass man unterschiedliche Systeme gewähren lässt. Man darf sich einer Sache aber nicht verschließen. Es ist sicherlich vermessen, wenn man meint, dass aus solchen Systemen alles nach außen dringt. Es werden oft auch Trainingsinhalte verwendet, die man nicht publiziert. Ich bin da immer sehr vorsichtig in der Übernahme und forsche akribisch nach. Während er stark natürlich in Planung involviert ist, kann ich meine Zeit in umfangreiche Fortbildung der gesamten Palette stecken. Wenn bestimmte Institutionen mein Potential über Dekaden nicht genutzt haben, ist das nicht mein Problem. In der Weltspitze trainiert man nach beiden Systemen. Wink Thumb_up

Gertrud


RE: DLV-Jahresbilanz 2026 auf Basis der Weltrangliste - Gertrud - 30.09.2026

(27.09.2026, 17:08)Befürworter schrieb:
Zitat:Wiederholt besonders positiv stechen die Entwicklung der 800 Meter, der 10000 Meter, des Hochsprungs (!), des Dreisprungs, des Diskuswerfens, des Hammerwerfens, des Speerwerfens und im Siebenkampf heraus, wobei die Vielzahl der genannten Disziplinen eine Verbesserung auf breiter Front zeigt. Auch über 400 Meter und 3000 Meter Hindernis ist die Entwicklung als durchaus positiv zu bewerten. Statt des von mir erwarteten Aufschwungs über die 100 und 400 Meter Hürden gab es eher eine Stagnation. Eine im Vergleich zum Vorjahr negative Entwicklung ist deutlich über die 100 Meter sowie über die 5000 Meter zu attestieren.

Man sollte noch etwas mehr in die Tiefe gehen und die Leistungen vor 2026/ 2025... und die Trainingsintensitätsverschärfungen einbeziehen. Letztens erzählte mir eine Person aus dem Leistungssport, dass er ähnliche Trainingsinhalte wie in den 90er-Jahren bei Sabine Braun gesehen habe. Ich musste schmunzeln. Ich sehe auch immer wieder die Abgänge aus dem Norden, wobei einige Athletinnen vor allem dort wirklich gut betreut worden sind - auch im Hochsprung und das mit wenigen Einheiten pro Woche.  Wink Thumb_up  

Eine S. Weißenberg hat sich in diesem Jahr - ihrem Talent entsprechend - seit langem wieder gesteigert. Da hätten längs auch Steigerungen in den vergangenen Jahren im Hochsprung und Wurf erfolgen müssen. Sprengel hat leider im Speerwurf enorm viele Punkte verloren. Ich wünsche ihr 2027 ein besseres Jahr. Die anscheinende Elbogenverletzung hat mir nicht gefallen. Solche Verletzungen können langwierig sein. Bei der Mehrkampfkaderbilung sollte man mehr dazu übergehen, das Talent mit wenigstens 6500 Punkten als ein Kriterium festzulegen. 

Als Einzelsportlerinnen kann man in der Jahresbilanz folgenden Deutschen den Durchbruch auf ein auch im Weltmaßstab nennenswertes besseres Niveau bescheinigen: Johanna Martin, Smilla Kolbe, Olivia Gürth, Dorothea Gantert, Anna Elisabeth Ehlers in gleich zwei Disziplinen, Kira Wittmann, Ruth Hildebrand, Leia Braunagel (!), Joyce Oguama, Clara Hegemann (U20-Weltmeisterin), Julia Ulbricht und Sophie Weißenberg. Yemisi Mabry und Gesa Felicitas Krause überzeugen durch die starke Behauptung ihrer absoluten Weltklasse.

Das sehe ich auch so.

Gertrud