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Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - Gertrud - 02.03.2025 Wir sind meilenweit von den Spitzleuten im Drei- und Stabhochsprung entfernt. Max Heß ist der einzige Springer, der Anschluss hält und noch hoffen lässt. Der WR von Duplantis lässt sehr viele staunend zurück, zumal sein Verletzungsgrad tief zu sein scheint. Diese Ausgeglichenheit interessiert und fasziniert mich trotz vieler Wettkampfpräsenz sehr. ![]() Hier ist absolute Forschung und Recherche auf deutscher Seite notwendig - ohne WENN und ABER!!! Talentsichtung, Technik, Schnelligkeit, akrobatische Fähigkeiten, Leistungspunktgenauigkeit, Biomechanik, Strukturunterschiede, Individualität, Lebensgewohnheiten, Verletzungsträchtigkeit und -häufigkeit ... stehen auf dem Prüfstand. Dazu sollte Lernen von den Besten kommen. Es kommt auf eine zweckmäßige, sehr akribische Analyse in einem entsprechenden Kontext an! Man sollte sich als TuT immer wieder fragen, was man anders oder zielorientiert nicht richtig macht oder einfach besser machen kann. Was muss ich tun, um einen "Rohdiamanten" von unten bis ganz in die Spitze unverletzt und glücklich zu bringen??? Für den Verband heißt das: "Wer kann das von den deutschen TuT leisten???" Das ist auch eine Frage vernünftiger Statistik. Das wäre meine Forderung im Anspruchsprofil an AT-Leute. ![]() ![]() Gertrud Hart, aber herzlich wie immer ![]() RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - Reichtathletik - 02.03.2025 Wie gut springt der zweitbeste Schwede? 2024 war das William Asker mit 5,52 Meter . Die Nummer drei sprang 5,30 Meter. Die beste Schwedin, Kasja Roth, sprang 4,32 Meter. Es ist also mit Nichten so, dass Schweden besser sei als Deutschland. Sie haben lediglich ein Jahrhunderttalent. Sowas lässt sich weder planen, noch reproduzieren oder automatisieren. Man kann es lediglich nutzen, um weitere zu animieren, dem nachfolgen zu wollen. Was man tun kann ist die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, Talente zu entdecken bzw. noch viel wichtiger ein Schritt vorher: für den Sport zu gewinnen. Die Lösung ist daher gar nicht an der Spitze bei den Trainern, sondern in der Breite: Konkret bei Stabhochsprung: Mehr Trainer, die es überhaupt anbieten, mehr Vereine, die Anlagen dazu haben Mehr Wettkämpfe, um sich zu messen Ggf auch mehr Chancen, bei nationalen Titelkämpfen dabei zu sein. Das ist zum Teil Aufgabe des Verbandes, die Rahmenbedingungen dafür zur Verfügung zu stellen (ggf auch mit mehr dafür flexibleren und kleineren Stützpunkten), aber eben auch mindestens in gleichem Maße Landesverbände, Vereine(!), Politik... RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - Oliver - 02.03.2025 Mondo ist definitiv eine eigene Klasse und ein Ausnahmetalent. Allerdings sollte man genau untersuchen, wieso er soviel besser ist, wie der Rest der Welt. Sowohl Max Hess als auch die Stabhochspringer können bei internationalen Meisterschaften Top 8 Platzierungen erreichen. Dies hat z.B. Gina bei Weltmeisterschaften noch nie geschafft. Daher sehe ich uns hier nicht meilenweit abgehängt. Allerdings kommen die genannten Herren langsam in ein Alter, wo jüngere Athleten nachrücken müssten. Dies ist hier aber definitiv nicht der Fall. Bei den Damen sieht es ganz schlecht aus, obwohl hier viele Talente da waren, welche leider den Durchbruch nicht geschafft haben. Bei Jacqueline Otchere denke ich, dass sie das Potential hat, 4,70m und höher zu springen. Ich hoffe, dass sie meine Aussage noch diese Saison bestätigt. RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - Gertrud - 02.03.2025 Auch Lavillenie und Bubka waren in anderen Stabhochsprung-Regionen. Bubka hatte wohl das Talent zu noch größeren Höhen, wenn es nicht vorrangig um Verträge gegangen wäre. Es geht auch darum, dass andere wie jetzt der Grieche problemlos an unseren Stabhochspringern vorbeiziehen. Ich verstehe auch nicht, dass z. B. ein Leszek Klima nicht mehr weiter in Leverkusen arbeiten durfte (?). Man gibt doch nicht bei der Pensionierung den Geist auf. ![]() Mein Artikel soll keine Kritik sein, sondern zum Denken nach dem Warum anregen. Gertrud RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - runner5000 - 02.03.2025 Wo ist Karalis denn an den Deutschen vorbei gezogen? Der war schon immer vor denen, angefangen als er Gold und Bo Silber bei der U18 EM geholt hat. RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - Gertrud - 02.03.2025 (02.03.2025, 14:23)runner5000 schrieb: Wo ist Karalis denn an den Deutschen vorbei gezogen? Der war schon immer vor denen, angefangen als er Gold und Bo Silber bei der U18 EM geholt hat. In den letzten zwei Jahren vom Leistungssprung her. Ich würde mir wünschen, dass ein sehr tiefgreifender Artikel zu Duplantis jetzigem Stand mal von absoluten Topleuten auf unterschiedlichen Gebieten aufgelistet würde. Gibt es eine aktuelle biomechanische Untersuchung vielleicht sogar in einer Gegenüberstellung phasenweise mit Plus und Minus versehen? Man könnte detailliert viele Erkenntnisse gewinnen. Gertrud RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - Reichtathletik - 02.03.2025 (02.03.2025, 14:27)Gertrud schrieb:(02.03.2025, 14:23)runner5000 schrieb: Wo ist Karalis denn an den Deutschen vorbei gezogen? Der war schon immer vor denen, angefangen als er Gold und Bo Silber bei der U18 EM geholt hat. 2022 hat Herbert Czingon die EM-Sprünge von Duplantis und anderen u.a. Lita Baehre verglichen, insbesondere mit Blick auf die Anlaufgeschwindigkeit RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - longbottom - 02.03.2025 (02.03.2025, 13:18)Oliver schrieb: Allerdings kommen die genannten Herren langsam in ein Alter, wo jüngere Athleten nachrücken müssten. Dies ist hier aber definitiv nicht der Fall. Immerhin hat Deutschland den Junioren-Weltmeister. Inwieweit man es schafft, ihn in die Weltspitze zu führen, müssen wir natürlich abwarten. RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - Oliver - 02.03.2025 (02.03.2025, 15:13)longbottom schrieb:(02.03.2025, 13:18)Oliver schrieb: Allerdings kommen die genannten Herren langsam in ein Alter, wo jüngere Athleten nachrücken müssten. Dies ist hier aber definitiv nicht der Fall. Hier bin ich eher pessimistisch unterwegs. Seine Bestleistung ist er im Februar letzten Jahres gesprungen. In seinem Alter hätte jetzt im Normalfall der nächste Entwicklungsschritt stattfinden müssen. RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - Delta - 02.03.2025 Diese Krise im Stab ist seit Jahren sichtbar auch bei den Herren. Ein zwei Sprünge über 5.80 reichen bei weitem nicht mehr aus. Bei den Damen ist es noch viel schwächer. Otchere springt ohne Gegnerinnen 4.60. Ist aber mental klar schwächer als Knätsche. Im Wettkampf mit dem Weltrekord hatten wir 7 über 5.85 und 4 mit 5.91 und nur 1 Amerikaner am Start und der Philippino fehlte auch noch. |