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Leichtathletik - Schuhe - Druckversion

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Leichtathletik - Schuhe - RennMaxe - 27.04.2017

Hallo liebe Leute,

ich möcht ein Lauftraining beginnen auf ganz kurze Distanzen (50 m - 400 m) für Kraft, Schnellkraft.
Was könnt ihr mir da für Schuhe empfehlen? Also welche Kategorie : Normale Laufschuhe für Staße mit wenig Dämpfung?
Die Schuhe sollen nicht nur für die Laufbahn geeignet sein, sondern auch für Wiese, Straße, Waldweg ein wenig. Kategorie:
  1. Laufschuhe
    1. [color=#7bba02 !important]Trainingsschuhe[/color]
      1. Stabil
      2. Neutral
    2. Lightweight
      1. Stabil
      2. Neutral
    3. Wettkampf
      1. Stabil
      2. Neutral
    4. Natural Running Schuhe
      1. Barfuß
      2. Neutral
    5. Trail Running Schuhe
      1. Stabil
      2. Neutral
    6. Walkingschuhe
      1.  
    7. Free
    8. Spikes


      VG 




RE: Leichtathletik - Schuhe - AndyI - 28.04.2017

Kann nur kurz antworten gerade - würde dir empfehlen über Lightweight/Wettkampf Schuhe an Spikes ranzutasten. Sehr vorsichtig damit allerdings - sonst ist dein Training schneller vorbei, als geplant. Dein Körper, vor allem deine Beine, Schienbeine, Knie, Fußgelenke.. müssen sich an die sehr harte Belastung bei Sprints auf der Bahn langsam vorbereiten können.


RE: Leichtathletik - Schuhe - icheinfachma - 01.05.2017

Zunächst erst einmal: Ich glaube, dass generell das Aneignen des richtigen Fußaufsatzes (Gangschule) mit Belasten bestimmter Punkte, aktiv verspanntem Fußgewölbe und aktivem Abrollen sowie das gezielte Training der Fußmuskeln (wichtig v.a.: Waden, M. tibialis posterior, M. tibialis anterior, M. flexor hallucis brevis) z.B. mit bestimmten Gummibandübungen weit wichtiger ist als ein dämpfender und Fehlstellungen ausgleichender Schuh ist. Wer z.B. wirklich überproniert - bei bis zu einer halben Tonne an Kräften, die im Sprint auftreten kann kein pronationsgestützter Schuh mehr etwas entgegensetzen, sondern wird einfach deformiert. Das müssen die Stützmuskeln des Körpers, die, wenn sie richtig trainiert werden, den Körper außerordentlich stabil und belastbar machen, selber bringen. Selbst im Ausdauerlauf bei geringeren Kräften bringt der Schuh allein oft nicht das gewünscht verletzungsfreie Laufen, wenn die groben körperlichen Baustellen weiter bestehen. Außerdem möchte ich anmerken, dass es nicht reicht, die typische Fußstabi im Sand zu machen. Die Übungen sind schlicht nicht intensiv genug - den M. tibialis anterior auf der Schienbeinvorderseite kann man schon zum Brennen bekommen, hat aber auch hier nur ein Kraftausdauertraining, das eher für Läufer und weniger für Sprinter einen Nutzen hat. Die eigentlich kritischen Musklen, die die Pronation (Wadenmuskeln; M. tibialis posterior) und das Einknicken des Fußgewölbes (v.a. M. flexor hallucis brevis) verhindern, werden im Sand nicht ausreichend trainiert, da muss man mit Beinpresse (Wadenheben) und Gummibandübungen oder Übungen wie dem "kurzen Fuß" ran, die man dann 1-2x pro Woche durchführt. Es sollten im Sprint dann auch die kleinen Muskeln nicht nur mit Kraftausdauertraining, sondern v.a. mit gerinen Wdh.-Zahlen und höheren Widerständen trianiert werden - Um einen Fuß im Sprint zu stabilisieren, braucht es dort enorme Kraft, nicht Kraftausdauer! Meine starke mediale tibiale Knochenhautentzündung ging z.B. nicht weg, als ich anfing, gezielt den M. tibialis posterior zu trainieren, sondern als ich dort die Wdh.-Zahl von 25 auf 8-15 Wdh. bei entprechend höheren Wiederständen änderte.

Sprinter tragen in der Regel leichte Laufschuhe, die die schnellen Bewegungen nicht behindern und in ihrem Gewicht kaum spürbar sein sollten. Ich finde eine Sprengung überhaupt nicht hinderlich, im Gegenteil, die im Fersenbereich dickere Sohle federt die aufprallende Ferse ab, denn als Anfänger hat man noch nicht genug Kraft, um den ganzen Stütz über auf dem Vorfuß zu bleiben. Ich selbst habe keine im Laufladen mit Laufbandanalyse geholt, sondern bin einfach danach gegangen, was bequem ist. Diese Google-Bilder-Auswahl gibt ungefähr wieder, welchen Schuhtypus ich meine: https://www.google.de/search?q=leichte+laufschuhe&client=firefox-b&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwj_hLi-p8_TAhXEfFAKHSKxDGkQ_AUICygC&biw=1600&bih=765

Wer Berganläufe auf Rasen machen möchte, sollte zusätzlich noch Laufschuhe mit gutem Profil kaufen, da Rasen oft feucht ist (zumal man Berganläufe i.d.R. im Herbst und im März macht) und die außerdem wasserdicht sind, denn im nassen Gras werden die Socken sonst schnell nass, was nach einer Stunde sehr unangenehm werden kann. Auch für rutschige Waldwege ist das praktischer.

Was Spikes angeht, würde ich mit einfachen Allround-Spikes mit einer flexiblen Sohle beginnen und die nur gelegentlich im Training einsetzen. Als wirklich nötig erachte ich Spikes nur bei maximalen Tief- und Hochstarts, um nicht wegzurutschen sowie bei nasser Kunststoffbahn. Aber ansonsten kann man zu Beginn auch alle Inhalte in Laufschuhen absolvieren. Erst wenn man vllt. ein Jahr trainiert hat und einige Wettkämpfe hinter sich hat, sollte man (die sehr starren) Sprint-Spikes kaufen, um den Fuß nicht mit der ungewöhnlichen Form dieser Spikes zu irritieren.

Aber auch ein langjähriger Sprinter sollte in der Grundlagenphase möglichst viel seiner Tempoläufe auf Asche in Laufschuhen und submaximales Schnelligkeitstraining auf der Aschen- oder Kunststoffbahn in Laufschuhen absolvieren. Spikes auf Kunststoffbahn braucht man da nur bei ZWL oder maximalen Abläufen. Wenn die Aschenbahn durch Regen rutschig ist (gerade die Kurve), kann man bequeme und bewegliche Allroundspikes anziehen, das ist dann auf der feuchten, weichen Asche immer noch sehr schonend.


RE: Leichtathletik - Schuhe - RennMaxe - 18.05.2017

Hallo,

vielen dank euch für die Antworten. Ich habt mir weiteren Aufschluß bringen können.


VG RennMaxe