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Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London (/showthread.php?tid=2311) |
Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Robb - 14.03.2017 Der nächste Läufer, der Probleme mit dem DLV hat. Bei Gabius geht es um ein nichtbezahltes Trainingslager in Kenia, seine Kritik beinhaltet aber auch geringe Wertschätzung der Läufer beim DLV. Bin gespannt, wie sich der DLV diesmal rausredet: http://www.sueddeutsche.de/news/sport/leichtathletik-marathon-ass-gabius-will-nicht-bei-wmlaufen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-170314-99-657867 RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - vedo - 14.03.2017 (14.03.2017, 15:35)Robb schrieb: Bin gespannt, wie sich der DLV diesmal rausredetMan teilt mit, das Trainingslager noch finanzieren zu wollen: https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/arne-gabius-laeuft-keinen-wm-marathon/ Dementsprechend wurde jetzt auch der Text auf sueddeutsche.de angepasst. RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - steeple - 14.03.2017 Ich verstehe den Schluss des Artikels auf leichtathletik.de nicht ..„Über die sehr guten Ergebnisse unsere Disziplingruppe Lauf bei den Hallen-Europameisterschaften in Belgrad habe ich mich sehr gefreut.“. Was hat das mit Gabius zu tun? Ist das eine Provokation in Richtung Gabius? (Der nicht bei der EM mitgerannt ist?) Der gesamte laufbereich hat Arne viel zu verdanken. Deshalb sollte er entsprechend gefördert werden. Aber: Wieso regt er sich auf, wenn er das Lager finanziert bekommt? Und es ihm nur "alleine um die Trainingslager-Erstattung", geht? Die Mühlen im Dlv sind manchmal etwas langsam ... aber da scheint es ja nur an der Kommunikation zu liegen. Februar ist noch nicht so lange her. Da würde ich zunächst die erste Mahnung rausschicken. .. vielleicht auch nur ein Vorwand von A.G. um ein lukrativen Herbst Marathon zu laufen. Da ist mir die Aussage eines Phillip Pfliegers sympathischer , der von Anfang an mit offenen Karten spielt und sagt er will $ verdienen weil es sein Job ist... warum man nicht kurz den Hörer in die Hand nehmen kann ist mir ein Rätsel. Die Frage ist, wer in der Bringschuld ist. die Bundestrainerin, die einen Überblick über alle Athleten haben sollte oder derjenige, der Geld sehen möchte... (in meinen Augen beide) RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - jonas - 15.03.2017 Gabius hatte ja schon mit dem Hamburger Verein Probleme. Ich will ihm keine Überheblichkeit unterstellen, aber auch ein Deutscher Rekordhalter muss ein gewisses Anpassungsvermögen besitzen und kann nicht erwarten, dass alle anderen nach seiner Pfeiffe tanzen. Bisher ist er ja noch nicht mal für London qualifiziert. Und dass das Läufer-Lob angesichts der EM-Ergebnisse ein Seitenhieb in Richtung Gabius sein sollen, kann ich mir nicht vorstellen. Was soll ein Marathonläufer bei einer Hallen EM? RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Robb - 15.03.2017 (14.03.2017, 22:17)steeple schrieb: Aber: Wieso regt er sich auf, wenn er das Lager finanziert bekommt? Und es ihm nur "alleine um die Trainingslager-Erstattung", geht? Die Mühlen im Dlv sind manchmal etwas langsam ... aber da scheint es ja nur an der Kommunikation zu liegen. Februar ist noch nicht so lange her. Kommt drauf an, wann im Februar, wenn er die ersten zwei Wochen im Trainingslager war, wären es vier Wochen. Gabius tut es vielleicht nicht weh, auf sein Geld zu warten, aber es gibt auch genügend Studenten beim DLV. Könnte es sich eine Lisa Mayer leisten, wenn sie mehrere Wochen auf ein paar 1000 Euro warten müsste, nur weil "die Mühlen beim DLV langsam sind" ? Man müsste wissen, wie es bei Gabius genau ablief, wer die Zahlung verzögert hat. Ich finde die Aussage von Dreissigacker "Wir möchten das Trainingslager ja finanzieren" ziemlich sinnlos. Wenn ich meinem Vermieter sage "Ich will die Miete ja zahlen", dann aber nichts überweise, hilft mir das Wollen wenig, wenn die Kündigung kommt. Dreissigacker sollte dafür sorgen, dass das Geld schnellstmöglich überwiesen wird und dann mit Gabius reden. RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Robb - 15.03.2017 (15.03.2017, 08:41)jonas90 schrieb: Ich will ihm keine Überheblichkeit unterstellen, aber auch ein Deutscher Rekordhalter muss ein gewisses Anpassungsvermögen besitzen und kann nicht erwarten, dass alle anderen nach seiner Pfeiffe tanzen. Bisher ist er ja noch nicht mal für London qualifiziert. Anpassungsvermögen? Der DLV überweist Geld nicht, dass Gabius zusteht, und er soll sich anpassen? An was? Die London-Quali ist irrelevant, wenn Kader-Athleten die Kostenübernahme zusteht, dann auch ihm, egal ob er sich für London qualifiziert oder nicht. Andernfalls müssten aktuell fast ALLE Kaderathleten ihre Trainingslager selbst finanzieren, denn für London hat sich bis heute nur eine Handvoll qualifiziert. RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - jonas - 15.03.2017 Der DLV überweist ihm doch das Geld. Anpassen eben zum Beispiel daran, dass dies nicht bereits am ersten Tag nach der Rückkehr aus dem Trainingslager geschehen ist. Und ich habe nirgendwo gesagt, dass er es nicht bekommen soll, solange er die WM-Norm nicht hat. So lange er die aber nicht hat, kann er nicht selbstbestimmt ("Ich bin mir als deutscher Rekordhalter zu schade, meinen bösen Verband bei der WM zu repräsentieren") auf einen WM-Start verzichten. RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - steeple - 15.03.2017 Ich denke, es ist die Regel, dass der Athlet in Vorkasse tritt. Manche Athleten bekommen ja auch nur ein Teil finanziert bzw. DLV und Verein teilen sich die Kosten oder Ähnliches. Aber Fakt ist, wer letztlich die Kosten übernimmt (Athlet, Verband, Verein), sollte im Vorfeld geklärt sein. Und da ist eher derjenige der Geld möchte in der Pflicht. Wenn es eine Vereinbarung gibt, dass der Verband die Kosten übernimmt, sollte auch geklärt werden, wann etwa das Geld überwiesen wird. Manche Vereine erstatten erst am Ende der Saison Trainingslagerkosten. @Jonas: Daran, dass ein Marathonläufer wenig bei der EM verloren hat, ist etwas dran. Aber warum steht die Aussage in dem Beitrag (so Zusammenhangslos). Vielleicht, um den neuen Bundestrainer etwas Rückenwind zu geben. Der kann einem in jedem Fall Leid tun. Die Athleten (Benitz/Orth/Gabius…) werden kritischer. Hier sind seine Kommunikationsfähigkeiten gefragt. Das Gabius-Problem hat v.a. Dörre Heinig zu verantworten, die als Bundestrainerin den Kontakt zu den Topathleten halten sollte und (auch von sich aus) mal nachfragen sollte, wie die Lage ist. Nach dem NY-Halbmarathon kann man abschätzen, ob Arne G. die WM-Norm laufen kann. Ich glaube aber nicht, dass er sich umstimmen lässt. Er war doch eher konsequent. RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Gertrud - 15.03.2017 Es scheint schwierig zu sein, mehrere Marathonläufe in einem Jahr zu laufen. Das nehme ich einfach als Nicht-Fachfrau so zur Kenntnis. Auf der einen Seite ziehen die professionellen Läufer die geldintensiven Läufe vor, auf der anderen Seite soll der Verband die Kosten von TL übernehmen. Irgendwie kann man beide Seiten verstehen. Dass der Verband sehr großen Wert auf die Teilnahme bei WM und OS legt, ist sicherlich klar und auch verständlich. Ein semiprofessionelles Konstrukt ist nicht Fisch und nicht Fleisch! Aus meiner Sicht hat man auch eine Verpflichtung, bei WM und OS im Marathonlauf zu starten, wenn die verbandsinternen Förderungsmöglichkeiten in Anspruch genommen werden. Nimmt man diese Förderungen nicht in Anspruch, ist man frei in seinen Entscheidungen. Ich sehe bei Förderung durch Verbandsstrukturen aber z. B. absolut keine Verpflichtung, an verbandsinternen TL und Lehrgängen teilzunehmen, wohl aber an Form-Überprüfungen des Atheten durch den Verband, wenn Gelder fließen. Entscheidend ist immer, dass die Form stimmt - durch wen auch immer. Es kann sicherlich nicht sein, dass Gelder unkontrolliert (übrigens auf jeder Ebene ) versickern. Der Verband steht in der Pflicht, die Gelder treuhänderisch zu verwalten und nicht nach Gunst und geografischer Lage. Die Geldvergabe wird sicherlich immer einen subjektiven Touch trotz aller Normen haben. Das beginnt schon bei der Einschätzung des Talentgrades.Auf der anderen Seite kann ich den Verband verstehen, wenn er die Gelder zu den Disziplinen und auch Einzelpersonen kanalisiert, die international sehr erfolgreich sind. Das ist bis auf wenige Ausnahmen (Klosterhalfen, Reh, Krause ....) der Langstreckenbereich nicht. Die Frage ist natürlich, ob der Bereich Anschub in finanzieller Hinsicht benötigt, um erst einmal eine gute Ausgangsbasis zu bekommen? Dazu fehlen mir die Kenntnisse und Details. Sicherlich steht nur die Leistung im Fokus und weniger die Frage nach dem dualen Weg, wobei die Konsequenz im Endeffekt nur die Athleten trifft. Es ist ein "Spiel auf der Rasierklinge", das letztlich jede/r selbst entscheidet. Ist einem der DR so viel wert, dass man wertvolle Versicherungsjahre ungenutzt lässt? Ich bin halt sehr konservativ, aber sehr unabhängig erzogen worden. In der Retroperspektive sehen das viele Athleten klarer als zur Aktivenzeit, wenn sie die volle Wucht der Versorgung trifft. Dann zählt die Urkunde an der Wand nichts mehr!!! (höchstens in gefühlsmäßiger Nostalgie)Gertrud RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - jonas - 15.03.2017 Schön, dass auch dieser Konflikt differenziert betrachtet wird und nicht einseitig wieder der DLV der Böse ist. |